I miss you so much

832 36 18
                                        

"Catarina! Lass mich einfach in ruhe" schrie Magnus mit Tränen in den Augen und versuchte, die die noch hinterher kullern wollten zurück zu halten.

Doch es klappte nicht. Schon seit einer Woche war Magnus nur am weinen. Er konnte einfach nicht aufhören.

Sein Alexander war gestorben. Magnus hatte wie immer zu Hause auf seinen Shadowhunter gewartet, er hatte sogar ein Dinner vorbereitet, doch dann kam der Anruf.

Jace war am Telefon gewesen und Magnus hatte ihn kaum verstanden, denn Jace' stimme wurde immer wieder von Schmerzensschreien einer ganz bestimmten Person unterbrochen.

Als Magnus schließlich verstanden hatte was los war, war er sofort in Institut gekommen und hatte versucht Alec zu retten. Seine ganze Brust war aufgerissen und überall war Blut.

Magnus Magie hatte nicht ausgereicht und auf einmal war alles still.

Magnus konnte nur noch dumpfe Geräusche hören als er bemerkt hatte, dass Alec aufgehört hatte zu atmen und zu schreien. 

Alles war still.

Magnus viel auf dem Boden und krallte seine Hand an seine Brust um im Zweifelsfall sein eigenes Herz raus zu reißen, wenn dieser Schmerz nicht aufhören würde. 

Mit mühe und viel Magie von Catarina und Ragnor war Magnus nach Stunden wieder in sein Apartment gekommen, welches nun leer und trist wirkte ohne seinen geliebten Schattenjäger.

Eine Woche später war der Schmerz nicht weniger geworden. Eher das Gegenteil. Magnus wurde nun Tag für Tag bewusster, dass er Alec nie wieder sehen würde. Er würde nie wieder seine Haut unter seinen Fingern spüren. Er würde nie wieder seine Lippen auf den eigenen spüren. Er würde nie wieder seine Stimme hören. Er würde nie wieder mit ihm kuscheln können. Er würde ihm nie wieder sagen können wie sehr er ihn liebte. Mehr als jeden anderen, den er je geliebt hatte.

Alexander war  gegangen.

"Magnus ich bitte dich. Komm mit mir in den Park, nur für fünf Minuten. Du musst raus hier" flehte Catarina nun zum gefühlt tausensten Mal.

Sie wusste wie sehr Magnus Alec geliebt hatte, doch ihr viel es unfassbar schwer ihren besten Freund so zu sehen.

In seiner Trauer und Wut schleuderte Magnus Catarina seine Magie entgegen. Nicht viel, aber so, dass sie wusste es wäre besser, wenn sie jetzt wirklich gehen würde.

Als er endlich wieder alleine war ließ Magnus sich an der Wand runter rutschen und zog sich an den Haaren. Ihm entfloh ein markerschütternder Schrei, den man noch weit, weit weg hören konnte.

Niemals hätte er gedacht, dass man solche Schmerzen erleiden könnte wie er sie jetzt hatte.

Magnus hatte schon viel geliebt und viel getrauert, wenn er von seinen Geliebten verlassen wurde oder sie gestorben waren, aber das hier war was anderes.

Diesen Schmerz konnte keiner auf der Welt beschreiben, egal wie viele Wörter man kannte, es war unmöglich. Er konnte keiner Beschreibung auch nur nahe kommen.

"Alexander" schluchzte Magnus. "Bitte, ich brauche dich. Bitte komm zu mir zurück" flehte er und ließ sich auf die Seite fallen, da er einfach keine Kraft mehr hatte sich aufrecht zu halten.

Auf einmal kam Magnus eine Idee. Er wusste, dass er es niemals weitere Jahrhunderte ohne seinen Engel aushalten könnte. Also stand er zitternd auf und ging zu seinem Badezimmerschrank, wo Magnus wusste, dass dort Einschlaftabletten waren.

Er nahm vorsichtig die Dose hinaus und schaute sie an. Seine Sicht war verschwommen und er hatte keine Kraft mehr und er wusste, dass er diese niemals wieder erlangen würde.

Im nächsten Moment spürte Magnus starke Arme um seinen Körper. Er versuchte sich zu wehren, doch als diese Arme ihn umdrehten und Magnus sah zu wem sie gehörten brach er zusammen und konnte die Tränen keine einzige Sekunde länger zurück halten.

Vor ihm stand sein Alexander, hatte seine Arme um ihn geschlungen und stützte Magnus, damit er nicht fiel.

Magnus und Alec ließen sich Arm in Arm auf den Boden sinken und Magnus krallte sich in Alecs Brust und hatte nicht vor sie je wieder los zu lassen, wenn irgendjemand seinen Alexander wieder weg nehmen wollte.

"Alexander. Oh mein Alexander" schluchzte Magnus. "Ich liebe dich so sehr. Ich kann einfach nicht ohne dich. Bitte bleib bei mir." 

"Ich war und werde immer bei dir bleiben" sprach Alec in seiner dunklen Stimme, die Magnus so sehr vermisst hatte. "Aber du musst mir etwas versprechen." fügte er hinzu und strich Magnus sanft mit einer Hand über den Rücken.

"Was brauchst du? Sag es mir" erwiderte Magnus flüsternd, mit zitternder Stimme.

"Ich möchte, dass du mir versprichts, dass du nie wieder versuchst dir selbst weh zu tun. Okay? Weil ich auf dich warten werde. Aber ich will nicht, dass du dir jemals wieder Schmerzen zufügst." sagte Alec leise und Magnus viel auf, dass seine Stimme ebenfalls vor Schmerzen zitterte.

"Versprichst du es? Dass du auf mich wartest ,meine ich." fragte Magnus und schaute in die wundervollen braunen Augen.

"Ja ich verspreche es. Magnus Bane, du bist mein für immer und ewig und das wirst du immer sein" gab Alec sein Versprechen ab und drückte Magnus noch näher an sich ran.

Magnus nickte schwach und sank immer weiter nach unten, bis er schließlich eingeschlafen war. 

Alec hielt Magnus die ganze Zeit, strich ihm über den Rücken, verteilte Küsse auf seinen Haaren und sagte ihm immer und immer wieder wie sehr er ihn liebte und, dass er damit niemals aufhören könnte.

Nach einiger Zeit verwandelte sich Tessa von Alecs Form zu ihrer eigenen zurück und legte Magnus Kopf sanft ab.

Sie ging leise in Magnus Schlafzimmer und legte den alten, grauen, abgetragenen Pulli von Alec zurück in den Kleiderschrank, während sie sich selbst immer wieder erzählte, dass das was sie getan hatte richtig gewesen ist.

Denn nun war es an der Zeit, dass sie Magnus half, wie er es damals für sie getan hat, als sie Will verloren hatte.

One shots_ MalecGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt