Die Sonne steht über den Zügen.
Ich sitze alleine auf einer Bank auf dem Bahnsteig, denn ich habe den Zug nach Hause gerade so verpasst. Es ist eine Wintersonne, die ich in vollen Zügen geniesse. In letzter Zeit hat es oft geregnet. Ein neues Jahr hat gerade begonnen und alle haben ihre Ziele fest in den Augen nur ich nicht. Ich sass da, als wir unsere Ziele aufschreiben sollten und schrieb einfach einen Abend auf, den ich so mit meinen Freunden erleben wollen würde.
Ich friere und stecke meine Hände in die Jackentaschen. Nach und nach kommen andere Leute auf den Bahngleis, die nun gemeinsam mit mir warten. Eine Frau setzt sich neben mich. Sie ist einige Jahre älter als ich. Nun greift sie in ihre Tasche und nimmt ihr Handy heraus. Sie guckt auf ihr Smartphone, so wie fast alle, die am Gleis stehen. Ich denke erneut an meine nicht vorhandenen Ziele für dieses Jahr. Die Sonne fängt an mich zu blenden. Während ich sie angucke, um trotzdem ein bisschen UV-strahlen zu tanken, kommt ein Junge von etwa 12 Jahren auf mich zu. In der einen Hand hält er ein Eis in der anderen einen Burger. Beide hat er vermutlich zuvor im Burgerladen unten im Bahnhof erstanden. Er setzt sich auf die andere Hälfte der Bank und guckt mich erwartungsvoll an. Dann merkt er, dass ich auch ihn angucke und widmet sich seinem Essen.
Eine Frau setzt sich nun zwischen uns. Sie hält einen Strauss Blumen in der Hand, der einen starken, blumigen Duft ausstößt. Der Junge steht daraufhin auf und geht. Immer mehr Leute betreten den Bahnsteig und jetzt kommt auch die Bahn. Ich steige ein und denke dabei an die Wintersonne, die ich nun mehr oder weniger hinter mir lasse.
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Gedanken I (2017-2019)
Poetryalles was ich mal aus meinem kopf schreiben muss... !!!ACHTUNG TRIGGERWARNUNG!!!
