Kapitel 11.

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Mit großen Augen und mit ebenso großen Begeisterung, schaute Rehpfote zu den Kater auf, der ihr vorhin das Leben rettete vor den Fuchs, der sie beinahe mit seinen fiesen Klauen zerfetzt hätte.

Sie hatte sich schon innerlich auf ihren Tod bereit gemacht, als sie von den Fuchs mit einen Hieb, gegen einen Baumstumpf geschubst und der sich beinahe auf sie stürzen wollte. 'Der Sternclan muss ihn geschickt haben', dachte Rehpfote sich und richtete sich langsam auf, während ihr Retter noch zusah, wie der Fuchs entschwandt, nachdem er von den Kater gut zugerichtet wurde.

»Sei nicht so naiv«, sagte plötzlich der Kater mit schwarzen Fell, mit kleinen orangenen Flecken, die überall auf sein Fell verteilen waren, »Nicht jeder möchte das Beste für dich, oder ist nicht der Nette, für den sie sich ausgeben. Merk dir das..«

Rehpfote wusste das natürlich! Sie hatte den Fuchs nicht bemerkt, da sie so konzentriert auf den fremden Geruch gewesen war. Sie überlegte kurz.. Dieser Geruch scheint von ihrem Retter zu stammen! 'Er ist nett, vielleicht werden wir ja Freunde!', dachte sie Hoffnungsvoll da sie selbst nicht wirklich Freunde, außer Kristallpfote, oder durch ihre Schwester kennengelernt hat.

»Und wer bist du? Ich hab dich nicht auf der Versammlung gesehen, aber nach deinem Geruch, könntest du den Schattenclan angehören- Oh! Ähm, ich bin übrigens Rehpfote!«, miaute sie drauf los und atmete am Ende tief ein.

Der Kater, der immer noch sie nicht wirklich ansah, schnurrte belustig - Was für Rehpfote eher etwas beleidigtend vorkam. Etwas empört, schlug sie mit ihre Schwanz etwas umher und schaute etwas finster. »Das ist nicht lustig..! Ich versuche hier gerade nur mein Bestes, um dich kennenzulernen und du machst dich über mich lustig, erwiderte Rehpfote auf das belustige Schnurren, des unbekannten Katers.

»Nein, nein.. Ich mache mich nicht über dich lustig, sondern darüber, wie nervös und aufgeregt du dich vorstellst«, antwortete der Kater und drehte sein Kopf zu Rehpfote. Die junge Schülerins finste Mine verschwandt und wurden durch große Augen ausgetauscht, die ganz verzaubert die Augen des Katers anschaute.

Die Augenfarbe des Katers waren genau in der Mitte aufgeteilt - Eine Seite blau und die andere Seite waren feuerrot - Solch einzigartige Augen hatte Rehpfote noch nie gesehen!

»Bist du fertig mit an starren, Rehpfötchen?«, fragte plötzlich der Kater, der wieder etwas belustigt schnurrte und seine Schwanzpitze etwas bewegte. Rehpfote, die sich nun ertappt fühlte, wendete ihren Blick von ihn ab und fand es etwas peinlich. Sie wollte ja Freunde machen und nicht die verscheuchen, indem sie die anstarrte, nur aufgrund diese einzigartigen Augen!

Ein kurzes Schweigen entstand zwischen den zwei Katzen...

»Nacht«, sagte plötzlich der Kater nach der Stille. Irritiert schaute Rehpfote zu den Kater. »Wie?« »Nacht. Mein Name ist Nacht, du hast ja nach meinen Namen gefragt, jetzt weißt du es«, antwortete Nacht auf Rehpfotes Nachfrage. Nacht stand auf, drehte sich um und ging ein paar Schritte, bevor er wieder stehen blieb und sich zu Rehpfote umdrehte. »Tu mir bitte den Gefallen und erzähle niemanden, das ich bei der Konferenz war. Bitte..«, bat er sie, noch bevor sie irgendwas sagen konnte, lief plötzlich Nacht los, in Richtung großer Büsche.

»Warte-!«, rief Rehpfote noch Nacht hinterher, in der Hoffnung, dass er sie hört, aber der Kater verschwand schon in den dichten Gestrüpp. Schweigend schaute Rehpfote Nacht noch nach, während sie im Gedanken versankt...

»Rehpfote? Jemand da?«, ertönte plötzlich die Stimme von Kristallpfote, die neben ihr stand, was dafür sorgte, das Rehpfote vor Schreck zusammen zuckte und sich zu Kristallpfote drehte.

»Kristallpfote! Seit wann-?...Hast du mich etwa verfolgt?! Wenn du das jemandem sagst, was du gesehen hast-...!«, sagte Rehpfote warnend und wütend zugleich, während ihre Schwanz sich ruckartig bewegte und ihre Schwester warnend ansah. Ihre Angst, Kristallpfote hätte was gesehen und würde es verraten war zu groß.

Durch ihren wütenden Ton, verschreckte sie Kristallpfote, die sich etwas kleiner machte und ein paar Schritte zurück wich. »I-ich..!«, piepste Kristallpfote etwas ängstlich - Verängstigt vor ihre eigene Schwester!

Sie beruhigte sich etwas, hielt kurz inne, bevor sie weiter sprach. »Ich habe dich, bei der Versammlung, nicht bei Sandsturm gesehen und da hab ich mir Sorgen gemacht - Immerhin war da auch ein Fremder Geruch..!«, verteidigte Kristallpfote ihren Standpunkt.

Rehpfotes dunklen Gesichtsausdruck ließ etwas, bei der Erklärung ihrer Schwester, nach - Mit der kleinen Hoffnung, sie hätte Nacht nicht gesehen. Denn so hätte sie keine Grund zur Befürchtung gehabt.

»Wer war der Kater gerade? Triffst du dich etwa mit anderen Clankatzen?«, miaute sie mit einen schiefgelegenen Kopf und zuckte fragend mit ihren Ohren. Rehpfote zuckte plötzlich, als nun klar wurde, dass sie doch Nacht sah und eine gewisse Wut fing an zu brodeln. 'Einmal war ich kurz davor einen eigenen Freund zu bekommen - Und sie muss immer dazwischen Funken!', kam ihr der Gedanke hoch.

Ohne bei klaren Sinnen zu sein, fing sie zu knurren, ihre Nackenhaare stellten sich auf. Plötzlich sprang Rehpfote ihre Schwester an und sorgte dafür, das Kristallpfote am Boden, unter ihr, lag. »Na und?! Du hast doch auch Freunde aus anderen Clans, ich mache nichts falsches!«, feuchte Rehpfote Kristallpfote an und ihre Krallen bohrten sich etwas in den Boden, als Warnung.

Kristallpfote erstarrte kurz vor Schreck, bis sie mit einem wütenden Ausdruck ihre Schwester ansah. »Du..! Ach beim SternenClan, mach was du willst! Ist mir doch egal!«, fauchte sie Rehpfote entgegen und stieß sie, mit ihren Hinterpfoten, von sich.

Rehpfote stolperte etwas nach hinten, nicht wahr haben wollen, das gerade ihre eigene Schwester sie wegschubste!

»Tu mir bitte den Gefallen und erzähle niemanden, das ich bei der Konferenz war. Bitte..«

Die Bitte von Nacht irrte in ihren Kopf rum, zusammen mit der Angst, wieder keine Freunde zu haben. Wieder die Außenseiterin zu sein, wieder die zu sein, die nur ihre Schwester hat - Die Unbeliebte, da alle nur Kristallpfote mögen.. Kristallpfote, Kristallpfote, Kristallpfote!

Es ist immer nur Kristallpfote! Warum kann sie nicht eigene Freunde haben? Warum muss nun anscheinend Kristallpfote ihr alles verderben?!

»Wenn du das irgendjemanden sagst, bist du nicht mehr meine Schwester! Hast du verstanden, Kristallpfote!?«, fauchte Rehpfote Kristallpfote noch zuletzt an, schaute sie mit den bösesten Blick an, den sie je kannte, eher sie in die Büsche verschwand, in Richtung nach Hause - Donnerclan.


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Wie das wohl enden wird?
Ob sie sich vertragen werden und wer genau ist Nacht?
Lest weiter damit ihr es erwärt.

Eure
- Sternenjunges

Sternentau - Das Schicksal verspricht mehr (Warrior Cats FanFiction)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt