Kapitel 7

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Der Unterricht war beendet und ich war schon fest davon überzeugt, den wahren Täter zu finden. Ethan sah das aber ein bisschen anders. Ich war gerade dabei, ihnen meinen Vorschlag zu erzählen, als Ethan plötzlich den Kopf schüttelte. Wir sahen ihn fragend an und er begann zu sprechen: ,,Machen was ihr wollt, es sein nur eine Frage der Zeit bis sie mich schmeißen von der Schule, wie schon einmal ... Ich gehen packen meine Sachen", sagte er und drehte sich um. Bryan reagierte als erster: ,,Ethan! Jetzt warte doch mal!" Ethan blieb stehen, drehte sich aber nicht um. ,,Komm schon!", sagte ich. ,,Wir finden raus wer es war! Rum sitzen und Trübsal blasen bringt niemandem was!" Bryan nickte, auch wenn Ethan es nicht sehen konnte. Für eine kurze Zeit, sagte er kein Wort, doch dann drehte er sich um und fing er an zu sprechen, lauter und aggressiver als vorher: ,,Ich haben den Sohn des Direktors angegriffen! Ihr glauben doch nicht ernsthaft, dass der das durchgehen lassen!" Ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte, aber Bryan wusste es anscheinend genau: ,,Hey, jetzt hör mir mal zu, okay? Glaubst du nicht, dass Herr Schwarz dich nicht schon längst hätte rufen lassen, wenn er das erfahren hätte? Ich glaube, Anton hat ausnahmsweise mal zu viel Angst um zu petzen!" Ethan sagte nichts mehr. ,,Bitte hilf uns!", sagte ich nun wieder. ,,Wir brauchen dich dafür!" Er sah mir kurz in die Augen und ich meinte etwas aufblitzen zu sehen. Dann nickte er. ,,Endlich!", sagte Bryan glücklich und boxte Ethan freundschaftlich auf den Oberarm. Ethan verzog kurz schmerzvoll das Gesicht, was Bryan nicht zu bemerken schien. ,,Wo fangen wir an?", fragte Bryan schließlich. ,,Ich denken wir sollten den Tatort durchsuchen!", schlug Ethan vor. ,,Schlechte Idee! Da ist gerade die Kriminalpolizei! Die würde nur denken, dass wir Beweise vernichten wollen!", bemerkte ich. Ethan blieb plötzlich stehen und schaute uns an. ,,Die Kriminalpolizei ist da?", fragte er. Ich nickte. War das ein Problem für ihn? ,,Alles okay?", fragte ich ihn. Er nickte still, dann fragte er: ,,Sollten wir vielleicht eine Zeugenaussage geben? Wir waren die einzigen, die dabei waren! Vielleicht hilft es ihnen ja..." Ich sah Bryan an, welcher nur mit den Schultern zuckte. ,,Kommt das nicht vielleicht ein bisschen komisch?", fragte er plötzlich. Wir sahen ihn fragend an. ,,Na ja, wir sind die einzigen die verdächtigt werden und auch die einzigen Zeugen..." Ich musste Bryan recht geben. Wer würde ihnen glauben? ,,Wir sollten es versuchen! Wenn es gute Polizisten sind, erkennen sie, ob wir lügen oder nicht!", meinte Ethan. ,,Und wenn es keine guten sind, reiten wir uns nur noch mehr hinein!", meinte Bryan zweifelnd. Ich musste ihm recht geben. ,,Wir sollten es versuchen!", meinte Ethan erneut. ,,Also gut", stimmte Bryan zu. Wir gingen in die Richtung der Polizisten, die nicht gerade erfreut über unseren Besuch aussahen. ,,Was macht ihr hier? Das ist ein Tatort!" sagte ein großer dunkelhaariger Polizist streng. ,,Wir würden gerne eine Zeugenaussage geben!", erklärte Bryan, bewundernswert ruhig. Der Beamte sah ihn einen Moment prüfend an, dann nickte er. ,,Folgt mir und tretet nicht in den abgesperrten Bereich!"
Ich folgte den beiden, bis wir am Ende des Korridors einen weiteren Polizisten erreichten. ,,Wen haben wir denn da?", fragte der Polizist interessiert. ,,Die beiden wollen eine Zeugenaussage geben!", erklärte der andere. Der Polizist sah kurz in die Akten in seiner Hand und zog dann eine Augenbraue nach oben. ,,Seit ihr nicht die Verdächtigen?" Bryan nickte, klärte den Polizisten jedoch gleich auf: ,,Deswegen wollen wir auch eine Aussage geben, um zu beweisen, dass wir es nicht waren!" Der Polizist dachte kurz nach, dann nickte er. ,,Also gut, ich werde euch einzeln befragen, um die Glaubwürdigkeit zu überprüfen.
Er nickte Ethan zu und deutete ihm damit an, zu ihm zu kommen. Während dem Ethan befragt wurde, stand der andere Polizist mit Bryan auf einer anderen Seite. Ethan erzählte, das Gleiche, was er mir auch erzählt hatte. Als Bryan an der Reihe war, erfuhr ich ein wenig mehr! ,,Warum habt ihr in der Nacht euer Zimmer verlassen?", fragte der Polizist. Bryan schwieg eine Weile und sah aus als würde er sich ein wenig schämen dann erzählte er wahrheitsgemäß: ,,Ich habe oft Albträume und fange im Schlaf an, zu schreien! Ethan hat mich geweckt und gefragt was los sei. Da Ethan neu hier ist, wusste er nichts von meinen Albträumen! Ich wollte nicht, dass Anton mit hört, also sind wir rausgegangen." Der Polizist schrieb alles mit. ,,Was ist dann geschehen?", fragte er. ,,Wir haben einen Schrei gehört und wollten sehen, ob wir helfen können, also sind wir in die Richtung, aus der der Schrei kam, gerannt. Ich war schneller als Ethan und konnte erkennen was vor sich ging! Da war eine Person, sie trug einen schwarzen Overall! Sie hatte eine Waffe in der einen Hand und etwas was aussah wie ein Brief in der anderen! Auf dem Boden lag ein Mädchen, welches ich in der Dunkelheit nicht richtig erkennen konnte. Die Person hatte mich sofort entdeckt und begann mir hinterherzurennen. Ich rannte los und bemerkte wie Ethan in meine Richtung rannte. Ich versuchte ihm zu signalisieren, dass er umdrehen sollte, aber er verstand es nicht. Plötzlich blieb er stehen und ich konnte machen was ich wollte er bewegte sich nicht. Erst als er die Person erblickte, löste er sich langsam aus der Starre. Wir rannten so schnell wir konnten zurück in unser Zimmer!"
Der Polizist schwieg eine Weile und schien zu überlegen. Dann fragte er: ,,Konntest du erkennen um welche Waffe es sich handelte?" Bryan schüttelte den Kopf. ,,Aber es kann kein Gewehr sein sonst hätten wir den Knall gehört!", meinte Bryan.
Der Polizist nickte. ,,Anton beschuldigt euch, dass ihr das Mädchen getötet habt, was sagst du dazu?" Bryans Blick verfinsterte sich. ,,Ich glaube, Anton will uns eins auswischen! Er hat unsere verängstigten Gesichter genau gesehen und die Schritte vor unserem Zimmer genau wie wir gehört, als wir schon drinnen waren!" Der Polizist nickte ein weiteres Mal dann sah er zu mir und fragte: ,,Wolltest du auch eine Aussage machen?" Ich schüttelte den Kopf. Der Polizist winkte Ethan zu sich und sagte dann: ,,Eure Aussagen stimmen überein und sind sehr glaubwürdig, dennoch werde ich sie noch einmal überprüfen! Danke für eure Hilfe!"

THE MIRROR (Abgeschlossen)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt