Aus Bryans Sicht:
Ich saß in Lucys Zimmer und wartet ungeduldig auf sie. Ich hatte im ganzen Zimmer Kerzen aufgestellt und hatte ihre Lieblings Musik leise angemacht. Ich hielt ihre blauen Lieblings Lilien in meinen Händen und sah erwartungsvoll auf die Tür. Die Türklinke wurde vorsichtig hinuntergedrückt. Ich stand schnell auf. Hinein trat meine bezaubernde Freundin. ,,Hey meine Krasavitsa!», sagte ich und überreichte ihr die Blumen. ,,Danke!», sagte sie und lächelte mich an. ,,Wow du hast dich ja echt ins Zeug gelegt!“, meinte sie bewundernd. Sie schloss die Tür und wir setzten uns auf die Kissen auf dem Boden. ,,Wie lief es heute? Habt ihr schon was neues herausbekommen?“, fragte ich sie. ,,Ja, also wir haben zwei von ihnen gesehen. Einer der beiden war Anton!“, antwortete sie. ,,Anton? Das hätte ich mir auch denken können", meinte ich nur. ,,Und was ist mit deinem Fuß passiert?“, fragte ich sie verwundert, als ich den Verband entdeckte. ,,Es kam zu einer Verfolgungsjagd mit dem Mörder. Er hat ein paar mal auf uns geschossen! Ich bin ausgerutscht und hab mir den Knöchel verstaucht. Ethan hat mich beim Weiterrennen gestützt", gab sie zu. ,,Der Mörder hat auf euch geschossen?“, rief ich vielleicht ein wenig zu laut aus. ,,Ja, aber uns ist ja nichts passiert!“, versuchte sie mich zu beruhigen! ,,Und ich war nicht da, um euch zu beschützen!“, klagte ich mich selbst an. ,,Du kannst doch nichts dafür!“, sagte sie beschwichtigend. ,,Wenn dir etwas zugestoßen wäre..", murmelte ich verzweifelt. ,,Mir ist aber nichts zugestoßen!“ ,,Versprich mir, dass du dich nie wieder so in Gefahr bringst!“ Ich sah sie an. Sie sah mich an. ,,Okay", hauchte sie. Dann legte sie ihre weichen Lippen auf meine und küsste mich. Ich schloss die Augen und erwiderte den Kuss. Mir wurde gleichzeitig warm und kalt und ich wünschte mir, dass dieser Moment nie vergehen würde. Doch in diesem Moment wurde die Tür aufgerissen. Wir lösten uns automatisch schnell voneinander und starrten zur Tür. Es war Ethan! Ich war mir nicht sicher, ob ich es richtig deutete, aber es sah aus, als würde in ihm etwas zerbrechen. ,,Was machst du hier?“, fragte Lucy ihn. Er wandte den Blick ab. ,,Ich haben gehört eine Schuss und dann eine Schrei!“, sagte er leise. Ich stand auf. ,,Und dann gehst du alleine raus? Bist du verrückt?“, schimpfte ich. ,,Ich wollten gucken, ob es ihr gehen gut", meinte er nur. ,,Sollen wir nachsehen?“, überlegte Lucy. ,,Damit uns einer findet und beschuldigt oder was? Nein danke!“, stritt ich ab. Mit einem Mal stand Hanna neben Ethan. ,,Habt ihr das auch gehört?“, fragte sie beunruhigt. Ethan nickte. ,,Ey im Ernst? Sie ist mindestens elf Zimmer weiter entfernt und sie hört es und wir nicht oder was?“, beschwerte ich mich. Ethan zuckte nur mit den Schultern. ,,Vielleicht macht Liebe ja nicht nur blind, sondern auch taub!", meinte Hanna belustigt. ,,Haha! Sehr witzig! Also ihr könnt sagen was ihr wollt, ich schau jetzt nach!“, beschloss sie. ,,Aber nicht alleine! Ich komme mit!“, sagte ich entschlossen. Schließlich kamen alle mit. Ethan lief vorne und führte uns in die Richtung, aus der er den Schrei gehört hatte. Irgendwann kamen wir in der Mensa an. ,,Hier brennt Licht!“, flüsterte Hanna nervös. Es war alles still! Kein Geräusch war zu hören, außer das Prasseln des Regens gegen die Scheiben. Ich griff nach Lucys Hand, sie drückte sie. Ethan sah mich an, dann sagte er: ,,Ich gehen, ihr warten hier!“, flüsterte er entschlossen. Ich wollte etwas sagen, doch er hob die Hand und ging Richtung Tresen. Er sah sich eine Weile um und betrat dann Herr Freds Büro. Davor blieb er wie angewurzelt stehen und schlug die Hände vor den Mund. ,,Oh my Goodness!“, nuschelte er. Ich rannte sofort zu ihm. Der Mörder hatte wieder zugeschlagen! Lucy und Hanna folgten uns. Hanna sah aus, als würde sich ihr Magen umdrehen! Auf einmal lief Ethan näher heran und beugte sich vor. ,,Ethan, was machst du da?“, fragte Hanna verwirrt. Er antwortete nicht, stattdessen hob er einen Zettel vom Boden auf. ,,Ihr seid die nächsten!“, las er vor. ,,Meint ihr er hat hier auf uns gewartet?“, quietschte Hanna beunruhigt. ,,Was macht ihr denn hier?“, grollte eine tiefe Stimme hinter ihnen. Wir zuckten alle zusammen. Der Hausmeister stand hinter uns! ,,Das Gleiche könnten wir sie auch fragen!“, provozierte ich ihn. Er sah mich mit einem eiskalten Blick an. Dann ging er an mir vorbei und sah sich den Toten an. ,,Hm... wart ihr das?“, fragte er ohne jegliches Mitleid in der Stimme. ,,Nein!“, rief Lucy empört aus. ,,Na dann, ab mit euch auf euer Zimmer!“, rief er. Wir erwiderten nichts mehr daraufhin, sondern liefen misstrauisch an ihm vorbei. Er sah uns lange hinterher. Als wir oben vor unseren Zimmern angekommen waren, sagte Hanna: ,,Also Leute, ich weiß ja nicht was ihr denkt, aber dieser Typ ist doch nicht ganz sauber ey!“ Wir nickten zustimmend. Da hatte sie definitiv recht!
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THE MIRROR (Abgeschlossen)
Mistero / ThrillerEthan ist neu in Bremen auf einem Internat. Als er dann Bryan und Lucy kennenlernt verändert sich alles. Sie werden schnell Freunde und bemerken seltsame Dinge. Es beginnt alles mit einem Mord! Doch das soll nicht der letzte sein! Die Freunde versu...
