Daisuga - Don't hurt yourself! (Teil 1)

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Sugawara hatte kein Bedürfnis am heutigen Morgen aufzustehen und zur Schule zu gehen. Zwar freute er sich immer darauf sein Team zu sehen, oder wie er sie nannte, seine Kinder, und natürlich auch seinen Freund Daichi, aber seit einigen Monaten quälten Suga fiese Gedanken. Er selbst hatte nämlich das Gefühl, nicht genug zu sein. Dass Daichi ihn irgendwann verlassen würde weil er eben so war wie er war.  Dass er nicht gut genug für Daichi wäre. Diese Gedanken ließen ihn nicht mehr los, sodass Suga irgendwann den einfachen, wenn auch, wie er fand, feigen Weg gewählt hatte: Er hatte zur Klinge gegriffen. Er wusste zwar, dass das was er tat nicht gut war und er damit aufhören sollte, aber er steckte einfach schon zu tief drin.

Ein erneutes Klingeln seines Weckers riss Suga nun aus seinen Gedanken und seufzend erhob er sich nun doch, um sich irgendwelche Sachen aus seinem Schrank zu nehmen und damit ins Bad zu gehen. So stieg er erst in die Dusche, bevor er sich, nackt wie er war, vor den Spiegel stellte und sich selbst betrachtete. Seinen Körper, besonders seine Arme und seine Beine, zierten unzählige Narben und auch frische Verletzungen. Die hat Suga sich erst am vergangen Abend zugefügt, nachdem er vom Training gekommen war. Und da er kein Stammspieler mehr war, und er sich schon vor allen anderen umzog, bekam auch niemand etwas davon mit.

,,Das war ein super Training Leute!", hatte Coach Ukai sie gelobt und Suga seufzte lautlos. Wie jedes Mal seit Beginn seines 3. Schuljahres durfte er auch heute wieder nicht spielen. Denn er war von seinem Platz als Zuspieler durch Tobio Kageyama, einem Erstklässler, verdrängt worden. Zwar hatte Suga immer gesagt ihm würde das nichts ausmachen und er würde sich für Kageyama freuen... Doch stimmte das Erste davon definitiv nicht. Es machte Suga etwas aus. Immerhin war das seine letzte Chance mit seinem besten Freund Asahi und seinem Freund Daichi gemeinsam Volleyball zu spielen bevor die Zukunft sie voneinander trennen würde. Doch leider konnte er selbst nichts daran ändern, und so gab er nach Außen hin weiterhin den Anschein ab, dass ihn all das nicht wirklich kümmerte. Doch tief im Inneren war er gebrochen.

Mit einem tiefen Seufzen zog Suga sich zuerst seine Unterwäsche an und verband dann seine Arme neu, an welchen sich die neuen Wunden befanden, bevor er sich die Schuluniform anzog, da er doch tatsächlich das Richtige aus dem Schrank gegriffen hatte. Als er angezogen war betrachtete er sich im Spiegel, machte noch seine Haare und putzte sich die Zähne bevor er ein Lächeln aufsetzte und nach unten ging, seine Tasche über die Schulter geworfen. ,,Morgen Mum! Wir sehen uns heute Abend, ich bin spät dran!", rief Suga in die Küche und verließ kurz darauf auch schon das Haus. Er war zwar wirklich spät dran, aber Suga aß in letzter Zeit immer weniger da er einfach keinen Appetit fand. Und abends nach dem Training war er einfach zu müde etwas zu essen, sodass seine täglichen Mahlzeiten lediglich aus seiner Schulmahlzeit bestand. Vor seiner Tür traf er schließlich, wie jeden anderen Morgen auch, auf Daichi. ,,Hey Daichi!", sagte Suga grinsend. Ein Grinsen, welches wie so oft seit Monaten nur aufgesetzt war. Denn eigentlich fühlte Suga sich hundeelend und wollte zurück in sein Bett.


Daichi stand, wie auch sonst seit 3 Jahren, vor Sugas Haustür und wartete dort auf den Silberhaarigen. Auch wenn Suga versuchte es zu verstecken bemerkte Daichi, dass ihn etwas bedrückte. Immerhin waren die beiden beste Freunde und seit nun mehr 2 Jahren ein Paar. Dennoch spielte er mit und lächelte ebenfalls als Suga sein Haus verließ. ,,Hey", begrüßte er seinen Freund mit sanfter Stimme und drückte ihm sanft einen Kuss auf die Lippen, bevor er seine Hand nahm. Anfangs hatte Daichi ihre Beziehung noch geheim halten wollen, doch inzwischen störte es ihn nicht mehr was andere dachten oder sagten. Und ihr Team freute sich sehr für die zwei - immerhin waren sie auch eine Familie.

Auf dem Weg zur Schule sagten sie beide nichts, aber weder Daichi noch Suga empfand das als schlimm. Die Stille war eher angenehm. Doch irgendwann räusperte sich Daichi. ,,Wie wäre es, wenn wir heute nach dem Training mit allen zusammen etwas essen gehen?", fragte er und sah kurz zu Suga runter. ,,Ich weiß nicht, ich muss noch meiner Mutter helfen", wich sein Freund aus und Daichi hob seine Augenbraue. Und wieder wich Suga aus, so wie schon seit längerer Zeit in den letzten Monate. Doch beließ es Daichi erstmal dabei, da sie in der Schule angekommen waren und so gingen die zwei in die Klasse, wo sie auch auf Asahi trafen.


Der Unterricht dauerte eine halbe Ewigkeit, wie Suga empfand. In der Mittagspause hatten die drei Drittklässler gemeinsam gegessen, wobei auch noch Nishinoya zu ihnen gestoßen war da er und Asahi ein Paar waren. Und so kam es, dass der Libero während des Mittagessens auf dem Schoß seines Freundes gesessen hatte, was diesem im ersten Moment peinlich gewesen war. Tanaka war, wie Noya erzählt hatte, bei Ennoshita geblieben da die beiden - überraschenderweise - seit einiger Zeit nun auch ein Paar waren. So hatte jeder in ihrem Volleyballteam nun einen Partner - und war somit in einer homosexuellen Beziehung. Sogar Kiyoko und Yachi, welche ebenfalls eine Beziehung miteinander hatten. 

Nun stand allerdings Training an und Suga ging, unter dem Vorwand nochmal auf Toilette zu müssen, schonmal vor wo er sich dann schnell im Clubraum umzog bevor die anderen kamen. Gut, so konnte niemand die Narben und Verbände des Silberhaarigen sehen.

Daichi fand es immer merkwürdiger, dass Suga sich jedes Mal von ihnen abseilte und sie ihn wenig später im Clubraum fanden, bereits umgezogen. So beschloss Daichi Suga zu folgen, kam jedoch zu spät da der Silberhaarige bereits umgezogen war. Verdammt... Na gut, vielleicht später. Wenig später kamen auch schon die anderen und zogen sich um. ,,Kageyamaaaa!", rief Hinata und der Zuspieler brummte, bevor er seinen festen Freund ansah. ,,Was ist denn, Boke?" Hinata grinste nur und küsste Kageyama, was diesen grinsen ließ. Tsukishima schnaubte. ,,Widerlich." - ,,Tsukki!", kam es sofort von Yamaguchi. ,,Du bist doch auch nicht be-" Der Große hielt seinem Freund den Mund zu und Daichi musste ebenfalls grinsen. Ach ja, Tsukishima...  Nun wanderte sein Blick aber zu Suga, welcher bereits in die Halle ging. Seufzend wartete Daichi noch auf die anderen, bevor sie dem Zuspieler folgten.


Wie immer stand Sugawara am Rand und sah sich von dort aus das Trainingsspiel an, was sie heute gegen die Date Tech hatten. Alles verlief gut - bis Kageyama einen Ball vollends ins Gesicht bekam. Es wurde gepfiffen und Suga zuckte zusammen als er eine Hand auf seiner Schulter spürte. ,,Sugawara, du gehst für Kageyama rein", sagte Coach Ukai. Suga schluckte. Verdammt... So konnte er seine Verbände nicht weiter verstecken. Jedoch nickte er leicht und zog seine Jacke langsam und mit zitternden Händen aus, bevor er sie beiseite legte und langsam das Spielfeld betrat. Dabei spürte er die ganzen Blicke auf sich.

Mist, das war natürlich ungünstig dass Kageyama sich ausgerechnet jetzt verletzte. Ukai nahm ihn somit vom Feld und tauschte ihn gegen Sugawara ein. Normalerweise dachte Daichi, dass dieser sich dafür freuen würde. Doch sah sein Freund aus als würde er sich jeden Moment übergeben. Und als er seine Jacke auszog war Daichi auch sofort bewusst wieso. Suga trug an beiden Unterarmen Verbände. Eine böse Vorahnung beschlich ihn und er beschloss, seinen Freund nach dem Training darauf anzusprechen. ,,Suga! Geht's dir gut?", fragte Hinata den Zuspieler sofort. ,,Deine Arme..." Suga grinste. ,,Ach das. Ja, alles gut. Ich bin nur blöd gefallen." Daichi hob eine Augenbraue. Suga und tollpatschig? Das passte nicht. Jedoch sagte er nichts weiter und widmete sich wieder dem Spiel.

Genau das hatte Suga vermeiden wollen: Die Fragen. Doch nun konnte er es nicht mehr ändern und nachdem er Hinatas Frage beantwortet hatte ging das Spiel weiter und er widmete sich diesem.


Trotz der Tatsache, dass Sugawara ein wenig neben der Spur waren gewannen sie das Trainingsspiel gegen Date Tech. So verabschiedeten sie sich und während die Coaches noch miteinander sprachen, und auch die Spieler der Karasuno mit denen der Date Tech, trank Suga einen Schluck aus seiner Flasche. ,,Suga... Können wir reden?", hörte er dann jedoch Daichis Stimme und nickte. ,,Klar. Was gibt's?" Er folgte ihm also nach draußen, wo sie hinter der Turnhalle einen ruhigen Platz fanden. Daichi schien zu überlegen was er sagte, bevor er sich räusperte und zu Suga sah. ,,Suga... Was ist das an deinen Armen?"


So, das war Teil 1.

Ich muss sagen ich bin nicht so ganz zufrieden damit, aber ich wollte unbedingt mal wieder schreiben da die Klausurenphase beginnt und ich erst wieder in 2 Wochen richtig Zeit habe. Also kann ich nicht sagen, wann Teil 2 kommt.

Wie immer sind Anregungen etc. gerne erwünscht!

Haikyuu!! OneShotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt