Chapter 1 (Tara)

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Als ich hörte, wie mein Wecker mich aus meinen Träumen riss, sprang ich sofort auf, normalerweise würde ich noch mindestens 3-mal auf die Schlummer Taste drücken und weiter schlafen, doch heute nicht!
Ich freue mich wie ein kleines Kind darauf heute mit meinen Freundinnen zum See zufahren.
Es war schon fast wie eine Tradition, jeden Sommeranfang, wenn es das erste Mal über 30 Grad waren gingen wir zum See in unserer Stadt, zum Schwimmen-das Beste daran? Heute ist der erste Ferientag.

Ich wusste das es kein Sinn hatte jetzt noch duschen zugehen, weswegen ich mir sofort alle Strandsachen schnappte und die Treppen runterrannte. „Ruhig Schatz, du fällst noch hin", rief meine Mum mir zu, doch ich war viel zu beschäftigt alle Treppenstufen zutreffen.
„Jaja", murmelte ich und ging sofort in die Küche und schnappte mir einen Apfel und setze mich zu meinen Eltern an den Esstisch.
„Deiner Aufregung nach entnehme ich das es heute zum See geht?", fragte mein Vater ohne den Blick von der Zeitung zu lösen. Ich grinste kurz, auch wenn ich wusste das mein Vater es nicht mitbekommt.
„Ja, Sophie holt mich in 20 Minuten ab."

Sophie ist meine beste Freundin, sie ist ein Jahr älter als ich, zur Feier des Tages hatte sie vor eine Woche ihren Führerschein bestanden und holte mich deswegen auch mit dem Auto ab. Wie beide lernten uns vor 2 Jahren kennen als sie neu auf unsere Schule kam. Die Chemie zwischen uns stimmte sofort, jetzt können wir kaum eine Woche ohne einander leben. Am See würden wir dann Lynn und Spencer treffen.
Während ich meinen Apfel aß, versank ich in Gedanken über den heutigen Tag, aber ich wusste das es toll werden würde.

„Musst du nicht langsam los?", fragte meine Mama und zog mich damit aus meinen Gedanken.
„Scheiße" nuschelt ich, mein blick schwankt zur Uhr. Als ich sah das Sophie in 3 min da sein wollte rannte ich schneller als ich wollt hoch und zog mir meinen schwarzen Bikini an, darüber zog ich einen roten kurzen aber lockeren Rock an mit einem weißen Crop top. Normalerweise wäre mir das zu freizügig aber bei dem Warmen wetter war es genau das richtige. Ich schaute nochmal schnell in den Spiegel und machte meinen langen, glatten braunen Haare zusammen zu einem Dutt.

Ich verabschiedete mich noch schnell bei meinen Eltern und stürmte aus dem Haus. Mit Enttäuschung stellte ich fest das Sophie noch gar nicht dar ist.
Nach knapp 5 Minuten hörte ich ein Auto auf unsere Einfahrt rollen, anhand des langsamen Tempos und dem ruckeln stellte ich fest, dass es sich hierbei nur um Sophie handeln könnte. Lachend schüttelte ich meinen Kopf und stieg in das Rost rote Auto ein. Sophie begrüßte mich mit einer Umarmung, schaltet den Motor wieder ein und dreht das Radio auf.

Wir redeten die Fahrt über kaum, sangen nur laut stark zu den verschiedensten Lieder. „ All I wanne be, yeah, all I ever wanne be, yeah, yeah Is somebody to you!" sangen wir beide ohne einen einzigen Ton zutreffen, ich muss gestehen wir waren beide fürchterliche Sängerinnen, allerdings machte uns das nicht viel aus, Hauptsache wir haben Spaß.

Nach 20 Minuten sind wir endlich am See angekommen, wo wir nun die anderen Treffen wollte.
Vom weiten hörte ich Lynn und Spencer schon rufen und winken. Mir war es ein wenig unangenehm da uns jetzt alle anschauten. Ich versuchte die Blicke der Menschen zu ignorieren und ging stattdessen im schnellen Schritt zu Lynn und Spencer hin.

Ich bin zwar schon öfters an diesem See gewesen, trotzdem war ich jedes Mal von diesem Ausblick überwältigt. Das Wasser war leicht grün wenngleich auch klar. Man konnte zu jedem Zeitpunkte auf den Grund schauen. Der See ist umgeben von Wäldern und Bergen. Doch das Beste an diesem See war, dass es hier nicht so voll war. Hier waren lediglich ein paar Gruppen von Jugendlichen und ein paar Familien- mehr nicht.

Wir breiteten unsere Handtücher aus, zogen unsere Klamotten aus und beschlossen und erstmal ein wenig zu sonnen bevor wir ins Wasser gingen. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt bis wir nun endlich ins Wasser gingen.
„Wartet ich komme jetzt gleich nach, ich gehe noch schnell auf die Toilette", rief ich den anderen zu während sie schon fast am Wasser angekommen sind. Ich sah, wie sie nickten und drehte mich. Zum Glück waren am See Toiletten, es waren vielleicht nicht die saubersten allerdings besser als nichts. Als ich aus der Toilettenkabine rauskam, sah ich durch die offen stehenden Tür wie die anderen Mädels schon im Wasser waren, ich seifte meine Hände in Rekord Zeit ein und ließ das viel zu kalte Wasser, aus dem Wasserhahn, die Seife herunterspülen. Mein Blick wendete sich wieder zu den anderen, die schon weit im See drin standen. Ich schnappte mir mein Handy von der Ablage, welches ich eben dahin gelegt habe und rannte raus.

Auf einmal spürte ich einen Schmerz und fiel auf den harten Boden. Das kann doch nicht war sein, wer stellt sich den so blöd vor eine Tür wo Menschen rauskommen? „Pass doch auf!" hörte ich eine wütende Stimme die anscheinend von dem Jungen kam, mit dem zusammen geprallt bin. Ich richtete mich gerade auf, nahm einen tiefen Luftzug und breite mich darauf vor jeden dieses Arschloch zu schießen. Doch bei seinem Anblick blieb mir die Luft im Hals strecken.
Er war groß circa 1,83 m groß, sein Oberkörper war komplett mit Tattoos überzogen. Normalerweise mochte ich keine Tattoos aber ihm standen sie sehr gut, generell muss ich zugeben er sieht gut aus -gut aber auch sehr angsteinflößend. Muskulös allerdings nicht zu muskulös, seine Augen waren wunderschön blau schon fast grau... „Ist irgendwas?".
Ich hatte ihn wohl zulange angestarrt, ich merkte wie mein Kopf warm wurde als mein Körper von Peinlichkeit überzogen wurde.
„Sorry...", murmelte ich und merkte, dass die Worte viel leiser aus mir rauskamen als ich es geplant hatte.
Gott warum war ich nur so peinlich.
Ich schüttelte leicht meinen Kopf und drehte mich um, damit ich so schnell wie möglich aus dieser peinlichen Situation rauskommen konnte. Schnell machte ich mich auf den weg zu den anderen als sich eine Hand um mein Handgelenk legte. „Was soll das?", fragte ich aufgewühlt und merkte wie mir die Angst zum Kopf stieg, als ich sah, dass mich der Typ von gerade festhielt. Das Metall seines Armbands streifte meine Hand. Seine Blicke war starr auf meine gerichtet. Er trug schwarzen Eyeliner um seine Augen, was war er? Ein Punk?
„Du hast was verloren" sein blick war immer noch auf meinen gerichtet während er mir mein Handy in die Hand legte.
Ich muss es wohl beim Aufprall verloren haben. Ich konnte seinem Gesicht ein spöttisches Lächeln entnehmen als er seinen Griff lockerte, sich umdrehte und ging. Verwirrt schaute ich ihm hinterher, doch er drehte sich nochmal um: „Ich war so frei und habe meine Nummer eingespeichert". Als wäre es selbstverständlich dreht er sich wieder um und ging zu einer Gruppe Typen zurück.

„Was war das den?" ich drehte mich um und sah Sophie die ungeduldig hinter mir stand. Hoffentlich hat sie nichts mitbekommen.
„Nicht. Das war nichts, komm wir gehen zu dem anderen ins Wasser." Ich versuchte schnell von dem Thema abzulenken. Um Ehrlich zu sein war es mir unangenehm. Ich ließ mich normalerweise nicht so schnell einschüchtern. Ich bin vielleicht auch nicht die offenste Person aber sowas würde ich mir normalerweise nicht gefallen lassen. Der Typ hatte etwas Mysteriöses an sich was mir eine Heiden Angst ein jagte mich aber auch wiederum faszinierte.

Der restliche Tag ging wie im Flug vorbei, wir waren noch einige male im Wasser, hörten Musik und redeten über alles Mögliche. Eben ganz normaler Teenager Kram.
„Fuck, ist es schon so spät? Ich hatte ganz vergessen, dass ich meinem Bruder noch Nachhilfe geben sollte,"panisch sprang Sophie auf und packte ihre Sachen zusammen, ich tat es ihr gleich da ich mit ihr wieder nach Hause fahren wollte.

Wir verabschiedeten uns noch schnell von den anderen und gingen zum Auto. Ich stieg ein und packte meine Sachen auf den Rücksitz als ich mein Handy kurz leise klingeln hörte. Ich suchte es in meine Sachen und lehnte mich wieder zurück in den Sitz als ich es gefunden hatte.

Absender: Typ vom See
„Schade, dass du so schnell gehen musstest!"

Für wen hielt sich der Typ eigentlich ich meine, wer Speichert eigentlich einfach seine Nummer in ein fremdes Handy ein und woher wusste er das ich gegangen bin?
Er muss mich beobachtet haben.

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Vielen Dank fürs Lesen!:)
Votet und kommentiert gerne:)
Habt noch einen schönen Tag/Abend!

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