Zwei Wochen später
Es wäre eine Lüge, wenn ich behaupten würde, dass sich seit dem Kuss nichts verändert hatte.
Denn mir wurde ganz plötzlich bewusst wie viel Charme dieser Kerl eigentlich besaß, ohne, dass er selbst etwas davon bemerkte.
Jede kleinste Berührung löste ein ungewöhnliches Schamgefühl in mir aus und wenn sich unsere Blicke trafen, fiel es mir neuerdings schwer den Blickkontakt mit ihm standzuhalten.
Wir arbeiteten an unserem Spiel, während Jungkook das Programm seines Vaters überarbeitete, um versteckte Botschaften entschlüsseln zu können. Außerdem musste er sich um seinen Rang bei Overwatch kümmern.
Er hatte so viel um die Ohren und schaffte es trotzdem nicht aus der Ruhe zu kommen. Jungkook war einfach unglaublich.
"Wir haben uns für einen Namen entschieden", ließ uns Teamleiter Kim während unserer Konferenz wissen.
Es war nicht einfach für mich sich zu konzentrieren, da Jaehyun und Jungkook nebeneinander vor mir am Tisch saßen.
Meine Augen flogen von dem einen zum anderen und es machte es auch nicht gerade einfacher, dass Jungkook in einem Anzug und gemachten Haaren so unfassbar gut aussah.
"Da es um die Bereinigung von verlorenen Seelen geht wird das Spiel »Purgatory«, also Fegefeuer heißen."
Es war der Name, den Namjoon und Jungkook vorgeschlagen hatten. Ich spähte heimlich zu Namjoon herüber, welcher momentan nur mit Teamleiter Kim oder Jungkook sprach.
Er versuchte zwar sich nichts anmerken zu lassen, doch mir war aufgefallen wie ausgelaugt er wirkte. Irgendwas musste los sein, doch er wollte einfach nicht mit uns reden.
Da es Freitag war verabredeten Jungkook und ich für Morgen zum arbeiten, damit wir heute den Nachmittag für uns hatten.
Es dämmerte bereits, als ich mit Minsoo vor dem Fernseher saß und die Mochis vernichteten, die unser Vater uns vom Markt mitgebracht hatte.
Wir sahen uns die Schöne und das Biest in der Live-Action Version von Disney an, als mein Handy klingelte.
Ich klopfte meine Hände von der Maisstärke ab, bevor ich den Anruf entgegen nahm. Minsoo sah mich neugierig an.
"Hey, Hoseok! Was gibt's?"
"Hi! Sag mal .... ich störe dich doch hoffentlich nicht bei irgendwas wichtigem?", fragte er mich.
"Nein, nein. Brauchst du etwas?"
"Naja, ich würde es ein wenig anders ausdrücken. Ein 'gewisser Jemand' braucht dich.", er lachte schadenfroh.
"Was meinst du?" Auf meiner Stirn bildeten sich tiefe Furchen.
"Jungkook geht's überhaupt nicht gut. Er hat mich eben angerufen und mich gefragt, ob ich ihm Medizin vorbeibringen kann, weil er wohl hohes Fieber hat", erzählte mir Hoseok ruhig.
"W-was?!", entkam es mir erschrocken. "Aber vorhin ging es ihm doch noch gut!"
"Ich glaube er ist einfach überlastet. Er tendiert manchmal dazu es zu übertreiben... Also? Kann ich auf dich zählen?"
"Natürlich werde ich zu ihm gehen", antwortete ich. "Aber du hast doch ganz bestimmt irgendwelche Hintergedanken dabei, nicht wahr?"
Minsoos Augen leuchteten und ein verschmitzt Grinsen umspielte ihre Mundwinkel, weswegen ich nur die Augen verdrehte.
"Er ist mein bester Freund, Minah. Ich würde mich ja um ihn kümmern, aber ich weiß eben, dass du das vieeel besser kannst, als ich." Er klang ziemlich belustigt.
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valiant • j.jk
FanfictionChoi Minah ist die Tochter eines ehemaligen Kampfsportlers und gehört zu den Mädchen, die bestens in der Lage sind sich zu verteidigen. Diese Tatsache versucht sie jedoch vor allem vor ihrem heimlichen Schwarm Jaehyun geheim zu halten. Sie tut alles...
