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Am nächsten Morgen dauerte es definitiv Stunden, bis ich Jimin vom Sofa bekam.
Nicht weil er stock besoffen war, sondern weil er einfach, gerade raus, kein Bock hatte.

"Warum schaust du so beschämt? Als ich das gleiche damals bei Taehyung gemacht habe, war es für dich amüsant" stellte ich Jimin die Frage und bog in eine Seitenstraße.
"Ja. Weil ich mir auch Sorgen um Taehyung gemacht habe. Er machte nichtmal den anschein als würde es ihn interessieren-"
"Okay Stopp... Heißt das, du warst nicht stockbesoffen? Du hast alles mitbekommen?"
Jimin lächelte irgendwie leicht.
"Ja. Schon lustig mhm?" Sah er aus dem Fenster und ich sah in kurzen Abständen zu ihm.
"Warum hast du ihn dann nicht von dir gedrückt oder so?"
Um ehrlich zu sein, war das eine Dumme Frage.
Ich machte ihm auch direkt weis, dass er es nicht beantworten musste.
Anscheinend lag ich doch richtig, mit meiner Vermutung.

"Also war es gewollt, dass ich euch gesehen habe und vorallem, dass du mich so angesehen hast, als ihr gegangen seid?"
Jimin lachte und beugte sich zur Rückbank, um sich die Flasche Wasser zu nehmen, die er musterte, bevor er daraus trank.
"Das werden wir wohl nie erfahren" nuschelte er, bevor er sich den Mund trocken wischte und die Flasche nach hinten schmiss.
Ich fühlte mich unwohl.
Vielleicht war auch nicht ich derjenige, der sich unwohl fühlte, sondern der jüngere neben mir.
Wir fuhren in die Auffahrt, des Hauses seiner Eltern.
"Ah da bist du ja Jimin. Komm rein! Wir haben die alten Fotos deiner Konfirmation gefunden. Lass sie uns doch mal anschauen. Komm doch mit Yoongi" stand Frau Park direkt im Flur.
Jimin lief zögernd hinein ins Wohnzimmer.
"Ach schau mal, wie süß dein Bruder dort ausschaut" freute sie sich und setzte sich neben ihren Ehemann.
"Jimin, du siehst da ganz schön breit aus und inzwischen wirds auch immer mehr, du solltest mal mehr Sport treiben mhm?" Lachte Mr. Park, als er aufs nächste Foto schaltete.
"Ja Appa... Tut mir leid, ich werde mehr drauf achten. Ich bin müde. Ich bin oben" stand er langsam auf und ging.

Also müde war er definitiv nicht.
So viel wie der gepennt hat.
Ich entschuldigte mich kurz und lief ebenfalls hinauf.
Jedoch blieb die Tür erst verschlossen.
Kurz überlegte ich, ob es richtig war, jetzt dort hinein zu gehen oder ob ich es sein lassen sollte.
Das erste erschien mir dann doch sinnvoller lol
Leise öffnete ich die Tür und sah Jimin, wie er an seinem Schreibtisch saß und in das kleine, gelbe Buch schrieb, welches ich ihm gab, als ich ging.

Das was Menschen anspornt ist Hass.
Hass und Angst.

Ich las diese paar Worte vor, die er aufschrieb.
"Ich wusste nicht, dass du so tiefgründige Dinge dort hinein schreibst" stand ich mit verschränkten Armen hinter ihm.
"Was willst du hier?"
-
"Du wirkst nicht wirklich positiv"
-
"Was hat das jetzt mit dir zutun?"

Hmm...
Mir ist deine Mentale Gesundheit wichtig?
Es ist mein Job?
Ich möchte nicht, dass du dich unwohl fühlst?
1, 2 oder 3?
Letzte Chance vorbei.

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508 Words

》𝘠𝘰𝘶𝘳 𝘉𝘳𝘰𝘵𝘩𝘦𝘳 - 𝘔𝘺 𝘓𝘰𝘷𝘦𝘳《	{🅜.🅨🅖 🅟.🅙🅜} Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt