Kapitel 5 - der Brief

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„Hermine!", sagte Mrs. Granger sanft und rüttelte dabei leicht ihre Tochter, „Du musst aufstehen! Es ist Samstag und dein Vater und ich wollen bevor wir nachher Einkaufen fahren gemeinsam mit dir frühstücken"

Hermine öffnete nun langsam ihre Augen und drehte sich leicht genervt zu ihrer Mutter um.

„Ich habe Ferien, Mum!", nörgelte sie, „Ich möchte ausschlafen!"

Damit drehte sie sich wieder um und schloss erneut die Augen.

Mrs. Granger schien dies aber anders zu sehen, weshalb sie zum Rollladen ging und diesen hoch lies.

„Du stehst jetzt auf, junges Fräulein", bestimmte sie klang aber dennoch nicht böse, „Ich weiß, dass es für dich zurzeit sehr schwer ist! Alle deine Freunde und Klassenkameraden wurden auf einer weiterführenden Schule angenommen und nur du nicht! Klar ist das blöd! Ich habe immer noch keine Ahnung wie das passieren konnte, aber dein Vater und ich werden das schon regeln! Du hast ja dennoch eine Schulpflicht! Aber du kannst nicht deine ganzen Sommerferien im Bett verbringen und schmollen!"

Damit ging Jean Richtung Tür und drehte sich nur nochmal kurz um bevor sie wieder nach unten ging um den Tisch zu decken.

„Du kommst also jetzt runter!", wiederholte sie.

Hermine maulte kurz nochmal, stand dann aber tatsächlich auf.

Ihre Mutter hatte ja recht. Sie wusste, dass sie bestimmt irgendwo eine Schule finden würden. Mussten sie ja! Aber Hermine war dennoch enttäuscht, dass diese nicht die gleiche seien würde, wie die ihrer besten Freundinnen. Sie kam sich so dumm und seltsam vor.

Bevor sie wieder eine Heulattacke bekommen würde ging sie ins Badezimmer, um vor dem Frühstück noch schnell auf die Toilette zu gehen.

Danach lief sie ebenfalls nach unten und half ihrer Mutter.

Sie stellte den Brotkorb auf den Tisch im Esszimmer und ging dann wieder zurück in die Küche um die Teller und Messer zu holen.

Mrs. Granger presste währenddessen frischen Orangensaft und drückte sich und ihrem Mann einen Kaffee.

„Wann ist Dad denn losgefahren, um Brötchen zu holen?", fragte Hermine als sie gerade die Servierten rausholte. Sie legte diese zu den ganzen Marmeladengläsern und dem Nutella Glas auf das Tablett, welches sie gleich zum Tisch tragen würde.

„Vor ungefähr 10min", antwortete ihre Mutter.

Kurz nachdem Hermine und ihre Mutter fertig waren und Mrs. Granger sogar noch einen Strauß frische Blumen aus dem Garten auf den Tisch gestellt hatte, ging die Haustür auf und Mr. Granger kam beladen mit einer mittelgroßen Brötchentüte herein.

Hermine eilte zu ihrem Vater, nahm ihm alles ab und lief zurück zum Brotkorb, um die Brötchen hineinzuschütten.

Mr. Granger zog schnell seine Schuhe aus und setzte sich dann auch zu den beiden anderen an den Frühstückstisch.

„Und? Gut geschlafen?", fragte Peter seine Tochter, nachdem er einen Schluck von seinem Kaffee genommen hatte.

„Joa, ging so", antwortete diese.

Die Familie unterhielt sich noch weiter über den Tag und Mrs. Granger schrieb eine Einkaufsliste.

„Brauchst du irgendetwas, Hermine?", erkundigte sie sich.

„Eine Zusage einer guten Schule!", dachte Hermine sich und verfiel fast schon wieder in Selbstmitleid.

„Äh, Nein!", gab sie schnell als Antwort auf die Frage ihrer Mutter.

Hermines life before HogwartsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt