Ich wurde geboren und starb. Es passierte alles gleichzeitig. Mein ganzes Leben in einem Moment. Das ist nun schon sehr lange her und seither wandere ich durch die weiten des Weltalls. Ich bewege mich jenseits der Zeit. Sie kann mich nicht halten und ich bin frei. Mein Zuhause ist ein längst toter Planet, doch zu früheren Zeiten war er noch bewohnt von meinem längst vergangenem Volk. Was aus mir geworden war wusste ich nicht, doch weiß ich das sie alle in meinem Herzen weiterleben. Ich war allein, doch Einsamkeit kannte ich nicht. Gelegentlich schlugen Sterne wie Meteoriten ein, da sie von der Gravitationskraft des Planeten angezogen wurden, da dieser riesig ist. Dies war auch der Grund warum mein Volk ausgelöscht wurde, denn damals passierte sowas zum ersten Mal. Auf dem Planeten gab es keine Spuren mehr von ehemaligem leben. Ein dunkler mit Kratern übersäter riesiger Brocken der durchs All irrt. Dennoch liebe ich es überraschenderweise, wenn die Sterne einschlugen, weil sonst nichts spannendes passierte. Nachdem sie einschlugen nahmen sie eine „menschenähnliche“ Gestalt an, streckten ihre Arme weit nach oben, als würden sie etwas fangen wollen und sangen eine Melodie. Eine fesselnde Melodie die mich unbegreifliches fühlen ließ und das immer wieder aufs Neue. Wenn besonders viele Sterne einschlugen, ging ich auch spazieren und schaute zu wie ihr grelles Leuchten in die Dunkelheit schwand.
Allerdings war diesmal etwas anders.
Ein Stern fast so groß wie ich schlug ein, aber im Gegensatz zu den anderen Sternen stand er still und sang auch nicht. Es fühlt sich an als würde er mich anstarren oder mich sogar rufen. Ist er etwa auch der Zeit entflohen? Ich bin neugierig und will näher rangehen, um ihn mir genauer anzuschauen, als ich plötzlich eine überwältigende Anziehungskraft verspüre. Ein starker Sog reißt mich von der Stelle und schleudert uns zusammen. So verschmolzen wir und wurden Eins. Nun war alles anders. Die Kollision war do massiv, dass sie ein Loch in den Raum reißt und uns an den Rand des Universums katapultiert. Dort schlagen wir mit einer enormen Wucht ein aber unser Sturz wird abgefedert und wir liegen auf ihm und treiben wie auf einem Wasserbett bevor es uns plötzlich anfängt aufzusaugen.
Was wir sehen dürfen, ist das Leben vor dem Leben. Wir würden es nicht verstehen und doch macht nun alles Sinn. Dagegen war alles Leben wie ich es kenne tot. Es nimmt uns auf. Was ich von dem Moment an wusste, würde ich nie vergessen. Ob wir am Schweben sind oder fallen weiß ich nicht, doch ist es sehr angenehm. Vor uns erscheint aus dem Nichts eine Linie die sich wiederum wie ein Auge öffnet, welches uns empfänglich betrachtet. Wir werden von ihm angezogen. Dieser Anblick ist so wunderschön , er raubt mir den Verstand. All diese Farben und Formen die es in sich hat, Farben und Formen die ich nie zuvor gesehen habe. Ein überwältigendes Gefühl übermannte mich. Und da stellte ich mir die Frage, wie das alles auf meine andere Hälfte wirkt, ob diese überhaupt wahrnahm was ich wahrnahm, denn obwohl unsere Körper verschmolzen und Eins wurden, wusste ich nicht was in ihm vorging. Besaß er überhaupt so etwas wie ein Bewusstsein, denn es war doch nur ein Stern gewesen. Als wir dann ins Auge eindrangen, fühlte es sich so an als würde man langsam in eiskaltes Wasser getaucht werden. Die Kälte durchbohrt meine Haut wie tausend feine Nadeln und dann wurde auf einmal alles dunkel. Und im nächsten Moment befinden wir uns schon an einem paradiesischen Ort, wo bunte Flüsse sich über die Landschaft erstrecken und mysteriöse Wesen über den Himmel herrschen. Der Boden ist sanft wie Watte und auf ihm pilzähnliche Bäume, die weit in die Höhe schießen mit riesigen ranken, die sich über dem Boden erstrecken. Eine grelle Partikelwolke sammelt sich vor uns und aus ihr taucht etwas auf, ein Wesen. Es wirkt überrascht und dennoch nicht wirklich begeistert. Eine laute aber sanfte Stimme ertönt von überall. Es erklärte uns, dass wir nicht hier sein dürften und doch sei es ein Wunder, das wir es geschafft hatten diesen Ort zu erreichen. Voller Neugier steht es nun direkt vor unserem Gesicht und will wissen wie wir es geschafft hatten die Barriere zu überqueren, denn sowas habe es noch nie gegeben. Erklären können wir es nicht, da wir es selbst nicht wussten. Es war aufgeregt, da es immer alleine gewesen war und nie etwas anderem begegnet war und fängt an wie ein glückliches Kind um uns herum zu springen. Allein während dieser Konversation hat es oft die Form gewechselt aber sich wohl für eine entschieden. Fünf große, vor Neugier funkelnde, Augen betrachten uns mit sieben Armen, die es vor Aufregung nicht ruhig halten kann auf Beinen, die denen eines großen Vogels ähneln. Verwundert fragen wir warum es immer alleine gewesen sei und was aus den Anderen wurde. Es springt auf und stoppt in der Luft, wo es stehen bleibt und erklärt das es nie Andere an diesem Ort gab und dieser nichts weiteres als eine Erweiterung ihrer selbst war, weshalb es unsere Präsenz auch direkt gespürt hatte. Es gibt viele wie es doch leben sie alle isoliert von einander in ihren selbst erschaffenen Welten. Auf einmal wurde es ganz ernst und sagt uns, dass es uns so schnell wie möglich wieder wegschicken muss, da unsere Anwesenheit schwere folgen haben könnte und sie den Wächter nicht verärgern wolle. Aber bevor sie das tun wird, will es das wir von dem Ort erzählen aus dem wir kamen. Ohne jeden Übergang befinden wir uns über einem See, der sich in einer Grube zwischen den Bäumen befand und um uns herum schwirren helle warme lichter herum. Wir sitzen in der Luft und möchte das wir unser Wissen mit ihr teilen. Und zum ersten Mal nehme ich einem fremden Gedanken wahr, nämlich den des Sterns. Sein Bewusstsein hatte er erst nach dem Durchbruch der Barriere erhalten, doch war er still geblieben, da es so vieles gab das er erst Verstehen und für sich herausfinden wollte. Und jener getrennter Verstand wurde Eins. Ich sah die Erinnerungen des Sterns und er sah meine. Unsere gemeinsames Wissen wollen wir nun teilen.
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:C H A O S:
Short StoryIch nahm das Chaos, das meinen Verstand bewohnt und erschaffte etwas, das euch hoffentlich gefällt. Unterschiedliche Kurzgeschichten die keinen Zusammenhang haben.✨ (Ja. Manche Geschichten sind mit Absicht so geschrieben) -Trigger warning- Blut $uic...
