Taehyung POV:
Nachdem ich mich wieder in mein Bett verkrümelt habe schließe ich meine Augen und lasse meine Gedanken kreisen. Irgendwas ist doch los, sonst würde sich Kookie nicht so von mir distanzieren.
Lange hält die angenehme Stelle jedoch nicht und meine Tür wird leise geöffnet. Da ich jetzt echt keine Lust habe mit irgendjemanden zu sprechen lasse ich meine Augen geschlossen und verharre in meine Position auf der Seite.
Leise Schritte sind zu hören und kurz darauf merke ich wie meine Matratze sich vor mir senkt. Ein Finger streicht mir über die Stirn und beseitigt so meine Haare, die mir in die Stirn gefallen waren. Ein ganz leises Seufzen ist zu vernehmen und die Person auf meiner Bettkante schaut mich wahrscheinlich weiterhin an.
"Ach Tae."
Jungkook?
"Was stellst du bloß mit mir an?"
Seine zarte Stimme hallt nur schwach im Zimmer wieder. Anscheinend denkt er wohl, dass ich schlafe. Doch länger kann ich mir keine Gedanken um das gesprochene machen, denn im nächsten Augenblick legt sich Jungkook halb auf mich drauf, was mir ein brummen entlockt, ganz einfach, weil ich es nicht erwartet hatte.
"Ich will das nicht und doch sind sie da. Kann es nicht so sein wie vor zwei Jahren? Als wir einfach nur Freunde waren?"
Was redet der Junge denn? Wir sind doch Freunde!
Leises Schluchzen ist zu hören und ich merke wie einzelne Tropfen auf meine Schulter fallen. Doch ich kann mich einfach nicht rühren. Zu sehr bin ich von seinen Worten aus der Bahn geworfen worden.
Was hat das zu bedeuten? Geht er mir deshalb aus dem Weg? Ist es für ihn mehr als Freundschaft?
Langsam wird die Position, in der ich mich befinde ungemütlich und ich drehe mich mit samt der Person über mir einmal auf den Rücken. Somit liegt Kookie nun gänzlich auf mir und ich schlinge nun endlich meine Arme um ihn.
"Jungkookie was ist den los?"
Langsam öffne ich meine Augen und blicke ihn von oben her an. Er muss ja nicht wissen, dass ich jedes Wort mitgehört habe.
"Ach nichts."
Er will sich aufstemmen, doch das lasse ich nicht zu. Ich packe ihn nochmal an der Taille und ziehe ihn neben mich. Seine Beine liegen über meinen Oberschenkeln und sein restlicher Körper liegt zu mir gedreht. Meinen Kopf habe ich nun zu seinem Gesicht gedreht.
"Jungkook, wegen nichts weint jemand nicht!"
Ich schaue ihm einfach nur in die Augen, zu was anderem bin ich auch gar nicht in der Lage.
"Taehyung, lass mich los. Es ist wirklich nichts!"
Seine Stimme hat auf einmal einen sehr grellen Nachdruck bekommen, was mir absolut nicht gefällt.
Ich starre ihn einfach an.
War er schon immer so? So aufbrausend mit einer Note Verzweiflung?
Ich lasse ihn jedoch nicht los, ich festige meinen Griff eher noch etwas um ihn herum.
Es ist still im Zimmer, bestimmt liegen wir schon seit fünf Minuten einfach nur da und starren uns an. Doch keiner will den Blickkontakt brechen. Langsam fangen meine Augen an sein Gesicht zu mustern, nach Anzeichen zu suchen, die mir etwas verraten könnten. Doch Fehlanzeige. Mir fällt seine kleine Narbe, auf seiner linken Wange, auf. Sein Muttermal unter seiner Unterlippe. So hab ich zwar kennen gelernt, allerdings fallen diese Merkmale mir erst jetzt so richtig ins Auge.
Es weiß es mag sich komisch anhören, aber der jüngere ist mir schon am Anfang ins Auge gestochen. Verwirrend und dumm ich weiß, aber er war immer da. In schlechten sowie in guten Zeiten. Doch das wird mir erst jetzt so richtig bewusst.
"Tae, sag was. Du machst mir Angst!"
Ich löse mich aus meiner Starre und blicke ihm nun wieder in die Augen. Dunkler Bernstein.
"Kookie, sei bitte ehrlich. Hat dein jetziges Verhalten etwas mit mir zu tun?"
Sanft verlassen diese Worte meine Lippen. Ich beobachte ihn und kurz weiten sich seine Pupillen.
"I-Ich wüsste nicht warum?"
Er stottert. Ich schaue ihn misstrauisch an.
"Raus mit der Sprache Junkook!"
So langsam reicht es mir.
Plötzlich richtet sich der Jüngste auf und springt vom Bett. Ich schaue nur doof und setzte mich auf. Meine schlechte Laune von vorhin ist nun wieder präsent und ich stelle mich also direkt vor den Jüngeren.
"Was willst du von mir hören Taehyung? Huh? Verdammt nochmal es ist nicht leicht und du machst es mir auch nicht unbedingt leichter. Ja verdammt. Du hast damit etwas zu tun, allerdings nicht im Schlechten Sinn."
Mein Gegenüber hat seine Stimme erhoben und ist etwas lauter geworden, auch bilden sich kleine Tränen in seinen Augenwinkeln.
"Dann sag es mir! Ich kann mein Verhalten doch nur ändern, wenn man mit mir spricht!"
Ich bin sauer. Sauer auf mich, dass ich es nicht schon früher gemerkt habe und auch sauer, weil Jungkook es mir nicht gesagt hat.
"Früher konnten wir uns alles sagen, wirklich alles. Aber seit dem wir aus dem Urlaub zurück gekommen sind benimmst du dich ganz anders. So als wenn du mich auf Distanz halten willst!"
Ich weiß nicht mehr weiter, meine Stimme überschlägt sich schon fast. Auch Jungkook blickt mich entsetzt an, doch kommt mir noch einen kleinen Schritt näher.
"Ach scheiß drauf!"
Und dann passiert es. Ich spüre wie sich etwas weiches an meine Lippen schmiegt und ich werde an meinem Nacken leicht nach unten gezogen. Meine Augen sind weit aufgerissen und ich stehe hier wie ein verschreckter Ziegenbock und kann mich nicht bewegen. Erst als sich mein Gegenüber wieder lösen will, schlinge ich meine Arme um seinen Oberkörper und erwidere denn Kuss. Es fühlt sich einfach richtig an.
Als wir uns voneinander lösen vergrabe ich mein Gesicht in seiner Halsbeuge und drücke ihn noch enger an mich.
"Deshalb also."
Bei mir scheint nun der Groschen endgültig gefallen zu sein.
"Ja deshalb."
Jungkook hat ebenso seine Arme um mich gelegt.
"Tae, ich habe mich in dich verliebt. Und im Urlaub ist es mir erst richtig bewusst geworden. Ich wollte dich auf Abstand halten, weil ich gedacht habe du würdest mich dafür verurteilen."
Ich kann die Erleichterung in seiner Stimme deutlich hören.
"Kookie, ich kann im Moment noch nicht das gleiche erwidern. Aber ich kann dir sagen, dass du mir sehr wichtig bist. Mehr als Freundschaft."
Leicht löse ich mich von ihm und wir schauen uns in die Augen, ich erkenne klar Trauer darin. Ich hebe meine Hand und drücke mit meinen Fingern sein Kinn zu mir. Natürlich vorsichtig. Leicht legen sich meine Lippen auf seine Stirn.
"Lass es uns versuchen. Ich meine was soll schon passieren?"
Ganz überzeugt schein Jungkook nicht zu sein, doch er nickt leicht.
Und so kommt es, dass wir nun zusammen in meinem Bett liegen. Eng umschlungen und kuschelnd.
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Taekook Action ;)
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When you see me!
FanfictionPausiert (01.09.2024) Jimin, ein kleiner Hybrid der nichts anderes kennt außer die Flucht. Sein ganzes Leben lang musste Jimin vor seinem gewalttätigen und perversen Besitzer davon laufen und sucht verzweifelt einen Platz wo er bleiben kann. Er den...
