Eleventh Chapter: Save me

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Taehyung stand in dem kleinen Supermarkt und durchstöberte die Gänge. Rette mich. Das waren die Worte diese Nacht gewesen. Er wiederholte sie Silbe für Silbe im Kopf, damit ihm auch keine einzige Entfiel. Er hatte sie bereits aufgeschrieben. Rette mich. Die letzten zwei Nächte waren grausam kalt und schlaflos gewesen nur kurze Träume und immer wieder das aufblitzen der roten Augen, hatte ihn in den unruhigen Schlaf geritten. Ich hole dich. Die Worte der Nacht davor. Ich hole dich und Rette mich.

Der Klang der Stimme wollte ihm einfach nicht im Gedächtnis bleiben und so hielt er sich nun starr an den Worten fest. Es war keine Frage mehr, ob er nun von Jungkook, wie er ihn nun doch provisorisch nannte, träumte oder nicht. Im Traum sah er nicht viel der Gestalt, aber er wusste, dass es der geflügelte Teufel war. Taehyung hatte vor kurzem die Steinbock Hörner angefangen, ein schwerer Akt, da er die Statue nicht wirklich und das obwohl sie auf einem Brett mit Rollen stand, drehen konnte. Die Rollen waren so gebaut, daß sie fest standen und lediglich das drehen erleichterten.

Rette mich. Er wechselte den Gang und bog in die Abteilung für Farbe ein, die es glücklicherweise hier gab. Er suchte nach einem dunklem leuchtenden Rot, wie in seinen Träumen. Er entschied sich für ein Granatapfelrot. Er wollte immerhin nicht zu viel Farbe mit einbringen. Ich hole dich. Taehyung rieb sich über die schmerzende Stirn, die durch den fehlenden Schlaf ausgelöst wurde. Er war tatsächlich vor einer Stunde Jimin über den Weg gelaufen. Zwei Monate hatte dieser gesagt würde er hier in Daegu bleiben. Zwei Monate. Taehyung war es gewesen, der seine Schritte beschleunigt hatte und keinen einzigen Blick zurück geworfen hatte. Er konnte nicht mehr unterscheiden ob ihn nun das Gefühl von Jimins Blick oder der des Gargoyels getroffen hatte.

Rette mich. "Dann sag mir wie.", murmelte Taehyung mehr zu sich selbst, während er nun ergeben zur Kasse trottete. Müde war die Untertreibung des Jahrhunderts, denn die wenigen Stunden, die er seine Augen geschlossen hielt, plagten ihn Alpträume einer anderen Klasse. Jedes Mal wenn er aufwachte, hatte er das Gefühl dass ihm Schlaf genommen, Energie genommen, anstatt gegeben wurde. Zeitgleich wurde in ihm das Verlangen die Skulptur, den Burgwächter oder auch Jungkook, so schnell wie möglich fertig zu bekommen. Es war als würde ihn eine unsichtbare Kraft halten und führen, die ihm zuflüsterte. Ob es die selbe Stimme wie aus seinen Träumen war, konnte er nicht sagen.

'Jeon Jeongguk bitte sag mir wie.'

Gargoyels | Taekook Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt