9. How to save a life

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9. How to save a life

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Völlige Dunkelheit. Ich will mich mit meinen Händen an der Wand entlangtasten, doch da dringt die Stimme meines Entführers verzerrt aus einem Lautsprecher: "Spiel Nummer eins. Ich habe dir einen Freund mitgebracht!"

Ein Scheinwerfer wird eingeschaltet, dessen Lichtkegel geradewegs auf meinen geliebten Hund gerichtet ist.
"Andy!", stosse ich beinahe schluchzend aus und will den freudig bellenden Vierbeiner umarmen, doch plötzlich muss ich feststellen, dass quer durch den Raum eine durchsichtige Plastikwand gezogen ist.
Andy winselt auf der anderen Seite der Wand, kratzt mit den Pfoten am Plastik, sodass ich Angst bekomme, dass er sich verletzen könnte.
"Andy, sitz!", rufe ich ihm deshalb zu und er folgt brav meinem Befehl. Treu starrt mich das Tier an und legt seinen Kopf etwas schief.

"Goldherz, rechts von dir ist ein Fenster. Öffne es und hol' raus, was du darin findest!", werde ich wiederum herumkommandiert.
Mit zögernden Schritten gehe ich auf das Fensterchen zu, öffne es, greife hinein und halte plötzlich einen kleinen Zettel in der Hand. Vorsichtig falte ich ihn auseinander und lese bestürzt dessen Inhalt.

Am anderen Ende des Raumes findest du eine kleine Klappe in der Plastikwand. Füttere deinen Mistköter mit dem Rattengift daneben, damit er endlich Ruhe gibt und ich dich nicht mit ihm teilen muss.

"Nein! Du verrückter Perversling, das werde ich ganz sicher nicht tun!", kreische ich los, "Bitte, ich werde alles machen, was du willst, das schwöre ich bei Gott, aber TU MIR DAS NICHT AN!!!"

"Oh du wirst das ganz sicher machen, meine Geliebte. Du willst doch nicht schon so jung sterben, oder?"
Verzweifelt suche ich nach einem Argument oder einen Weg, meinen unsichtbaren Entführer zu besänftigen.
"Du hast doch selbst gesagt, dass die Mühe nicht umsonst sein soll und du mich noch nicht töten willst!"
"Glaubst du wirklich, dass ich dann nicht einfach eine andere suchen würde? Willst du der Grund sein, weshalb ich nochmals eine Frau entführen müsste, ist es das, was du willst?"

Resigniert schüttle ich den Kopf, trotte zur Klappe und streichle meinen Hund, der mir brav dorthin gefolgt ist. Natürlich weiterhin auf seiner Seite der Plastikwand.
"Du hast das nicht verdient, Andy," flüstere ich mit Tränen in den Augen, greife in den Beutel mit dem Rattengift und halte Andy meine Hand unter die Schnauze. Beschwörend sehe ich ihm in die Augen, will ihm so klar machen, dass er mir dieses Mal auf gar keinen Fall aus der Hand fressen soll, doch alles Beten und Starren nützt nichts; das Rattengift verschwindet ruckzuck in seinem Rachen.

Wenige Minuten später beginnt das Tier zu schwanken, es torkelt in eine Ecke und schliesst langsam die Augen, während weisser Schaum aus seiner Schnauze tritt.

"Das hast du sehr gut gemacht, mein Schatz," erklingt es plötzlich hinter mir und ich werde als "Belohnung" für den Tiermord sanft von hinten umarmt.

She's mine #rosegold18Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt