Miss Welsh fuhr mit ihrem Unterricht fort und ich begutachtete meine neuen Klassenkameraden.
In der vordersten Reihe saßen vier Mädchen und zwei Jungs. Die Mädchen sahen alle ziemlich unauffällig und schüchtern aus. Zumindest was das äußere anbelangte. Die beiden Jungen redeten ununterbrochen miteinander was nicht sehr zur guten Laune der Lehrerin beitrug. Beide waren eher schlaksig und mit braunen Haaren ausgestattet. In der zweiten Reihe saßen das sympathisch wirkende Mädchen, zwei weitere Jungs, Thierry und ich. Die beiden Jungen waren groß und relativ gut gebaut. Nicht aufgepumpt aber sehr gut definierte Muskeln. Der eine hatte schwarze Haare, der andere hingegen war blond. Ich musste zugeben, dass beide nicht gerade unattraktiv waren ich persönlich würde aber den blonden bevorzugen. Als ich meinen Blick über die Arme des blonden wandern ließ entdeckte ich halb unter mehreren Armbändern versteckt wieder so ein auffälliges Tattoo welches gewisse Ähnlichkeiten mit dem Tatto von Mister Burch hatte. Auch der schwarz haarige hatte so ein Tattoo aber mit einem anderen Zeichen. Ich stempelte die Tattoos als buddhistische Zeichen ab, wie ich es schon bei Mister Burch getan hatte. Beide Jungs hatten eine merkwürdige, mysteriöse Aura...
In der vorletzten Reihe saßen wieder eher uninteressante Personen. Ein dunkelhaariges Mädchen fiel mir nur durch ihren Kleidungsstil auf. Sie trug überwiegend schwarz hatte aber um Hüfte, Oberarme und Taille bunte Tücher wie Gürtel gewickelt.
Die letzte Reihe bestand nur aus Mädchen und zwar aus dem Typ Mädchen mit denen ich wenig zu tun haben wollte. Sie trugen extra knappe Röcke und Hotpants, alles von teuren Marken versteht sich, Ausschnitte weiter als das Ozonloch (kleine Übertreibung) und trugen mehr Make-Up als Klamotten. Sie kicherten die ganze Stunde und ich konnte sie die ganze Stunde lästern hören. Unter anderem auch über meine Wenigkeit.
Als Thierry bemerkte wie ich begann mich zu verkrampfen, aufgrund eines bissigen Kommentares der Mädchen über eine Antwort auf eine Frage der Lehrerin, legte er seine Hand auf meinen Arm und flüsterte: " Nimm sie nicht so ernst. Es sind dumme Zicken, die sich durch nichts als Make-Up auszeichnen. Ignoriere sie einfach!" Ich lächelte ihn an und nickte.
