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Ich weiß noch genau wo sich der Friedhof befindet, Mom war dort immer mit mir gewesen. Kaum habe ich das Bike geparkt und den Motor ausgeschalten, steige ich ab und schaue mich um. Der Friedhof ist nicht sonderlich groß, aber ich habe keine Lust hier Stunden zu Suchen, also entscheide ich mich dazu zur Friedhofsverwaltung zu gehen. "Guten Tag.", sind meine ersten Worte als ich den kleinen Raum betrete. Eine ältere Dame schaut mich lächelnd an. "Was kann ich für dich tun Liebes?" "Ich habe vor kurzem Erfahren, das meine Tante hier vor Jahren beerdigt wurde und würde gerne wissen, wo genau sie liegt." "Oh, das tut mir sehr leid, wie hieß sie denn?", fragt sie und tippt auf ihrem Computer rum. 

"Ann-Marie Corado." Sie schaut auf und ich erkenne Trauer in ihren Augen. Ich weiß das jeder hier meine Mom kannte und liebte. "Ich bringe sie hin." Sie steht auf und läuft vor, ich folge ihr und schaue mich um. "Wieso kommen sie jetzt erst und vor allem wusste ich gar nicht das sie eine Nichte hatte!", sagt sie und ich schaue sie skeptisch an. "Nun sie ist nicht ganz meine Tante, meine Mutter und sie sind zusammen aufgewachsen. Ich habe erst vor kurzem von ihrem Tod erfahren, da ich bei meinen Großeltern lebte.", log ich die alte Frau an. "Dann sind sie Lucys Tochter?", fragt sie und schaut zu mir. Ich nicke nur und schaue nach vorn. 

Sie bleibt stehen und auf dem Grab an dem wir stehen, steht sowohl der Name meiner Mutter, als auch meiner. "Dankeschön.", gebe ich leise von mir und schaue sie an. "Gern, Hope." Ich schaue sie verdattert an. "Woher wissen sie das?", panisch schaue ich sie an. Wer ist sie? "Denkst du nicht ich erkenne meine eigene Enkeltochter nicht? Lucy hatte nie eine Tochter und du bist das Ebenbild deiner Mutter!", sagt sie traurig. Tränen steigen in meine Augen, als ich sie erkenne, meine Oma. Ich sinke in ihre Arme und weine, ich habe an diesem einen Tag das letzte Mal Tränen verloren, aber jetzt meine Oma nach Jahren vor mir stehen zu haben, das bricht mich erneut. "Ich sage es keinem, aber du musst mir eins versprechen. Sag wer du bist und bring den Mörder deiner Mutter zur Strecke."

Ich höre so viel Hass in ihrer Stimme, diesen Hass den ich jetzt schon Jahre in mir spüre. "Ich verspreche es, aber gib mir Zeit. Hier hat sich so viel verändert und ich weiß nicht wer gut und wer böse ist. Ich möchte nicht das es jemand weiß der möglicherweise mit dem Mörder befreundet ist." "Ich verstehe das, aber ich sage niemandem etwas. Aber bevor ich es vergesse, Gemma, Juice und auch Jax, waren und sind sehr oft hier. Gemma, jede Woche und sie bringt immer frische Blumen mit, heute müsste sie wieder kommen. Juice und Jax kommen immer zu deinem Geburtstag und deinem Todestag und bringen Blumen mit. Oft kommt Jax auch einfach so und sitzt zwei bis drei Stunden einfach hier und schaut auf deinen Namen." Ich schaue erschrocken zu ihr und erneut kommen Tränen, welche  über meine Wange laufen. 

"Danke Oma!", sage ich lächelnd und schaue sie an. Sie lächelt zurück und geht dann wieder. Ich bin noch etwas hier, bis sich jemand hinter mir räuspert. Erschrocken drehe ich mich rum und schaue Gemma in die Augen. "Prue, was suchst du hier?", fragt sie und ihr Blick ist undefinierbar. Er macht mir fast Angst. Wenn ich jetzt lüge, wird sie darauf kommen, was tu ich jetzt? Ich seufze und schaue sie an. "Lass uns darüber wo anders reden Tante G!", sage ich und schaue sie an, ich habe sie früher immer so genannt. 

Two Sides (Sons of Anarchy)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt