Lyanna Malfoy, Die Zwillingsschwester von Draco Malfoy.
Äußerlich gesehen sind sie beinahe identisch, aber von der Persönlichkeit komplett verschieden.
Eine Malfoy, die versucht ihr Schicksal zu umgehen und dabei mehr als einmal die Regeln bricht...
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„Das war knapp." Lache ich laut zu Hermine und Luna. „Sei still sonnst hören die uns noch!"
Ermahnt mich Hermine während wir mit schnellen Schritten durch Hogwarts laufen.
Es ist schon längst Ruhezeit, aber wir waren heute länger im Raum der Wünsche.
Der Raum der Wünsche, das ist jetzt unser versteckter Ort zum üben. Eigentlich ziemlich gut, aber Umbridge verdächtigt uns schon.
Aber bis jetzt konnten wir gut damit durchgehen.
Ich hebe schultbewusst meine Arme auch wenn sie es nur von der Seite sieht. „Schnell!"
Ohne es wirklich zu realisieren schubst uns Hermine in eine dunkle Ecke und bleiben stehen. Erst jetzt höre ich ein Geräusch.
Um genau zu sein höre ich die Absätze von niemand anderem als Professor Umbridge an uns vorbeilaufen. Gefolgt von einem leichten summen läuft sie den Gang weiter entlang.
Ich gucke nach links und stoße mit dem Kopf an eine Person. Ich gebe ein leises „Entschuldigung" von mir und bemerke wem ich gerade viel zu nahe bin.
Luna, ihre hellen silbernen, schimmernen Augen gucken tief in meine blauen Augen.
Wir sind uns so nahe, ich habe mich eng an die Wand gestellt während sie genau zwischen meinen Beinen steht.
Dieses Gefühl in meinen Magen. Was ist das? Dieses Kribbeln, ich habe ein Verlangen. Ein Verlangen sie zu...
Bitte was!?!
Nein! Bin ich wahnsinnig geworden!!?! Warum denke ich an sowas!?!
Durch die Dunkelheit kann ich kaum ihre Emotionen sehen, aber anhand ihres unregelmäßigen Atems kann ich erkennen das sie auch überrascht zu sein scheint.
Was geschieht hier!?! Das ist nicht normal!
„Die Luft ist rein." Die Stimme von Hermine versetzt mich wieder in die Realität zurück.
Ich schüttel meinen Kopf und quetsche mich schnell aus dem viel zu engem Versteck raus und schnappe tief nach Luft.
Was um alles in der Welt war das?
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Ich konnte kaum ein Auge zudrücken. Die ganze Zeit muss ich an Luna denken. Wie nah sie mir war, ich konnte ihr Parfüm riechen.
Vanille, natürlich zart riechene Vanille. Es hat irgendwie gepasst. Als könnte ich das immernoch riechen.
Als wäre es nun an meiner Kleidung. Ich konnte ihren Atem auf meiner Haut spüren. Ein angenehmes kribbeln durchfährt meinen Körper.
Ich schließe meine Augen und habe sie wieder vor mir. Ich lege meine Hände auf mein Gesicht und schreie in mein Kissen. „Was ist los mit mir?!?!"
Ich schreie vor Schreck und Schmerz nochmal auf, als ich wieder den unfassbaren Schmerz an meinen linken Arm spüre. Nicht schon wieder.
Ich steige aus mein Bett und Krempel meine Ärmel hoch und drehe den Wasserhahn im Bad auf. Ich halte mein Arm ins kalte Wasser und spüre wie es sich langsam beruhigt.
Schweißtropfen Tropfen auf dem Boden und Ich lehne mich erschöpft ans Waschbecken und schließe die Augen.
Nach kurzer Zeit lässt der Schmerz nach und ich drehe den Hahn wieder zu.
Es brennt immer noch etwas, aber zum Glück fühlt es sich nichtmehr so an als würde ich in Flammen aufgehen.
Kalte Tränen laufen meinen Wangen runter als ich mit meinem Ellbogen über meine Stirn wische um den Schweiß abzubekommen.
Was ist nur los mit mir?
Ich setzte mich auf den Boden und lehne mich an die Wand. Ich höre ein klopfen und eine Stimme, mit der ich eigentlich nicht gerechnet hätte.
„Lya bist du wach?"Draco, von allen hätte ich meinen Zwillingsbruder am wenigsten erwartet.
Ich antworte nicht, zu sehr bin ich beschäftigt meine Atmung zu kontrollieren. Warum ist er eigentlich noch wach? Wie viel Uhr ist es überhaupt?
Das nächste was ich höre ist, das sich die Tür leise öffnet und mich ein blonder Junge mit seinem weißen Nachthemd und Hose entgegen kommt. Er hat übrigens die gleichen Schlaf Kleidung wie ich an.
„Lya? Hey Lya?" Er guckt mich kurz verwirrt an und zu meinem Arm den ich umfasst habe, ehe er mit zügigen Tempo ins Bad kommt und sich langsam zu mir hinkniet.
Ich gebe nur ein leises murren von mir und will aufstehen hätte er mich nicht beruhigend in seine Arme genommen.
Er zieht mich behutsam an seine Brust und ich Kralle mich leicht in sein Hemd. Ich kneife meine Augen zu als er mir beruhigend über mein Haar streicht.
„Shhh, alles gut ich bin da. " Redet er beruhigend auf mich ein, was mich wirklich etwas entspannt.
Hinter seiner Fassade ist mein Bruder sehr rücksichtsvoll, vorallem mir gegenüber. Es gab mal eine Zeit, wo wir unzertrennlich waren.
Selbst wenn ich mich in der Nähe von seinen Lakaiin früher unsicher und komisch gefühlt habe, haben wir uns trotzdem gegenseitig beschützt.
Wir sind zwar verschieden, aber immernoch Geschwister. Es ist alles ziemlich verwirrend. Ich weiß es selbst nichtmehr.
„Es tut mir so leid Dray" „Entschuldige dich nicht Lya, es ist meine Schuld, ich hätte nicht so aufdringlich sein sollen.
Warum bist du noch wach?" Ich löse mich aus unserer Umarmung und gucke ihn müde und erschöpft an.
„Ich konnte nicht schlafen. " Sagte ich nur, selbst wenn ich wusste das er mir es nicht ganz abkaufen würde. Zumindest ist es die halbe Wahrheit.
„Ich muss dir was sagen." Neugierig gucke ich zu ihn und wische meine Tränen weg.
„Bellatrix Lestrange ist aus Askaban geflohen." Ich weite ungläubig meine Augen und stehe langsam auf, was mir Draco gleich tut. „Tante.. Bellatrix, soll geflohen sein?" Er nickt nur auf meine Frage.
„Glaubst du es war-" „Ganz bestimmt, das kann nur er gewesen sein." Er Unterbricht mich und blinzelt seine Tränen weg.
„Ich hoffe nur..." Ich unterbrach mich selbst und schüttel schnell meinen Kopf.
„Lass uns versuchen zu schlafen. Mal sehen was der morgige Tag mit sich bringt." Ich gebe ihm ein leichtes Lächeln und klopfe ihn auf die Schulter.
„Äh ja, das ist besser so. Kommst du klar?" Fragt er nochmal nach und guckt kurz zum Mal was ich schnell verdecke, damit er den eigentlichen Zustand nicht sieht.
„Ja, alles gut." Nicke ich und fahre mir über meine schweißgebadeten Haare.
„Wir sehen uns." Er verabschiedet sich und schließt wieder die Tür.
„Wie lange werden wir noch so weitermachenkönnen?" Frage ich zu mir selbst.
Ich gucke nochmal in den Spiegel. Ich hole aus dem anderen Raum Verbandszeug und fange an vorsichtig meinen Arm ein zu wickeln.
Als ich fertig war gehe ich wieder ins Bett, selbst wenn ich mir sicher bin das ich kein Auge zu kriegen werde.