27. Kapitel

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Vorgestern Abend ist eigentlich nichts mehr wichtiges passiert. Zac und ich haben uns im Auto angeschwiegen und danach habe ich mich sofort Bettfertig gemacht und bin eingeschlafen.

Heute nach der Schule sollte es direkt zum Arzt gehen. Wir haben gestern noch in der Pause diskutiert, natürlich so, dass es keiner mit bekam, zu welchen Arzt wir den eigentlich wollten. Letztendlich haben wir uns für einen ganz normalen Hausarzt entschieden. Und jetzt standen wir auf dem Parkplatz der Schule und ich verabschiedete mich von Kevin, als wäre alles normal, aber eigentlich gehe ich gleich zu einem Arzt, weil ich denke, dass er nicht ganz klar im Kopf ist.

Werde ich dardurch eine schlechte Freundinn?
Oh gott! Ich denke, dass ich dadurch eine schlechte Freundin werde, obwohl ich ihn schon mehrfach betrogen hatte. Das macht mich zu der schlimmsten Freundin, die es auf diesem gottverdammten Planeten gibt!

Ich seuftzte frustriert und lehnte wiedereinmal meinen Kopf an die kühle Fensterscheibe, um mich zu beruhigen.

Und dann fielen mir wieder die Drohbriefe ein, von denen mir Leon erzählt hatte. Sollte ich ihnen davon erzählen? Ich denke schon.. Also tat ich das und das stimmte alle nicht wirklich besser.
"Aber er hat doch garkeine Beweise, dass es Kevin sein könnte.", protestierte Caro. "Ich weiß, ich weiß. Aber was wäre wenn? Es ist das komplete Gegenteil von Kevin's Art und es hat ungefähr dann angefangen, als das mit ihm losging. Ach, ich weiß auch nicht.." Caro brummte nur etwas verstörenes und auch die anderen gaben keinen Kommentar dazu ab. Naja, was sollte man auch großartig dazu sagen?

Ein paar Minuten später standen wir also vor der Arzt Praxis und Caro und ich stiegen aus, bevor die Jungs einen Parkplatz suchten.

Ich drehte mich noch kurz zurück, um nach den Jungs zusehen, als Caro mich schon am der Hand zog. "Komm", murmelte sie und schleifte mich mit. Ich nickte und folgte ihr ins Gebäude. Wir gingen direkt auf die Rezeption zu.

Wir saßen jetzt schon gefühlte Stunden im Wartezimmer und nichts tat sich.
Ich seuftze dann erleichtert, als wir aufgerufen wurden und in ein Raum gehen konnten. Er war komplet weiß und es hingen zwei, drei Bilder an der Wand. Ich hasste Ärzte..

Caro und ich ließen uns auf die zwei Stühle sinken, die dort standen. Ein paar Minuten später kam auch der Arzt rein und gesellte sich zu uns. "Also?", fragte der Arzt und sah uns auffordernt an, nachdem er uns zur Bergrüßung die Hand geschüttelt hatte. Ich sah Caro an und sie nickte, als bestätigung, dass ich anfangen sollte.

Ich fing dann also an zu erzählen.
Wie mir und uns allen aufgefallen ist, dass Kevin sich anders wie sonst benahm. Wie ich im Internet nachgesehen habe und alles weitere.. Zum Schluss erwähnte ich noch zögernt die Drohbriefe, sagte aber noch dazu, dass wir uns nicht sicher waren.

Der Arzt sah abwechselnt von mir zu Caro und kratzte sich überlegent am Kinn. "Gibt es irgendeine Möglichkeit Kevin hier her zubringen? Oder gar in eine Psychatrie, um ihn gernauer zu untersuchen, ob euer Verdacht stimmt." Ich sah Caro an und zuckte mit den Schultern. "Ich denke schon, dass wir das hinbekommen. Wir werden uns dann wieder melden", meinte Caro an den Arzt gewant. "In Ordnung", erwiederte dieser und lächelte uns höfflich an. "Dann bis bald", verabschiedete er sich und wir schüttelten ihm nacheinander die Hand.

Er wollte gerade den Raum verlassen, als ich ihn aufhielt. "Ähm, eine Frage hätte ich da noch" "Aber natürlich. Was gibt's denn?" "Ich- ähm. Muss Kevin, wenn wir rechtbehalten, dass er an dieser Krankheit leidet, in eine Psychatrie? Und wenn, wie lange?", sprach ich die Fragen aus, die mir schon die ganze Zeit auf der Zunge brannten. "Wir müssten erstmal herrausfinden, wie weit die Krankheit bei ihm fortgeschritten ist. Und dann könnten wir weiter besprechen, in welche Klinik er soll und wie lange es am besten wäre. Aber das ergibt sich meistens erst in der Psychatrie, wie lange der Patient dort bleibt, weil jeder anders auf die Terapie reagiert. Wären damit ihre Fragen beantwortet?", erklärte mir der Arzt, der sich anscheind etwas auskannte. "Ja, vielen dank." Und somit verließen wir das Zimmer und kurz darauf auch die Parxis.
Nächster Plan: Wie bekommen wir Kevin zum Arzt zubekommen, oder gar in eine Psychatrie?

Good girls love bad boysGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt