Chapter 15: Time to go

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Die Nacht verging und der Morgen brach an.

3/3 Praktikumstagen

"Ach hab ich gut geschlafen..", sagte ich und streckte mich erst einmal, dann stand ich auf und ging zum Bad und von dort aus zur Küche, in der Dan und Phil schon fleißig das Frühstück vorbereiteten. "Good morning, you two", sagte ich mit einem breiten Lächeln feststellend, dass all dies tatsächlich kein Traum mehr war. Es passierte wirklich. "Good morning! I hope you had a great night and slept well :) ", sagte Dan. "Good morning! How was your night?", fragte Phil. "It was really good! I had so many wonderful dreams!" "That's great!", Phil schien sich zu freuen. "Oh and by the way.. I found this at the entrance of the house. Could this be your map?", sagte Dan plötzlich und zeigte mir die besagte Karte. "Oh yes it is! Thank you! I must have lost it there." "In this case we can bring you home after breakfast", schlug Dan vor. "Ok but I need to go to work.. could you bring me to the café? It is also marked on the map." "We sure can!", sagte Phil und wir Frühstückten gemeinsam. Danach machten wir uns auf den Weg. Ich verabschiedete mich noch von der alten Dame und sah traurig dem Haus hinterher.. Das war wohl das letzte Mal, dass ich dieses Haus betreten würde. Morgen früh geht bereits mein Flug zurück nach Deutschland und es ist eher unwahrscheinlich, dass ich in nächster Zeit noch einmal nach London kommen würde. Dieser Ausflug hatte meine Eltern viel Geld gekostet und selbst wenn ich noch einmal hier her kommen würde, hätten Dan und Phil mich bestimmt schon wieder vergessen...

Wir gingen zur U-Bahn Station und fuhren bis zum Café. In der U-Bahn saß ich ganz still und traurig, versuchte mir dies jedoch nicht anmerken zu lassen. Ich wollte den Beiden keine Sorgen bereiten. Am Café angekommen, gerade noch so pünktlich, kam Laila auch gleich angerannt und fiel mir um den Hals. "Da bist du ja! Deine Tante und dein Onkel haben sich solche Sorgen gemacht, sie haben sogar hier angerufen und gefragt, ob wir was wüssten und wir haben uns auch voll die Sorgen gemacht. Schließlich wusst ich ja auch nicht, ob du die Beiden noch eingeholt hattest und...", nun erkannte sie, dass Dan und Phil hinter mir waren und fing an zu lächeln, "aber so wie's aussieht, haben wir uns grundlos Sorgen um dich gemacht, du schienst ja in bester Gesellschaft gewesen zu sein ;) " Nun begrüßte Laila auch Dan und Phil. Wir erzählten ihr was passiert ist und schnell schienen sich alle gut miteinander zu verstehen.Nach einiger Zeit kam die Chefin aus dem Café: "What are you waiting for? I can't serve all these guests alone!" Sie schien mich bereits gesehen zu haben und ersparte sich daher die "Wo warst du" und "Geht es dir den auch gut" Konversation. Ich verabschiedete mich von Dan und Phil mit einem Winken, ich hätte sie so gern umarmt, aber mir fehlte einfach der Mut dazu... Sie winkten zurück und ich ging ins Café. Laila blieb noch einen kurzen Moment bei den Beiden, kam dann aber auch hinterher. "Deine Uniform hängt im Raum hinter der Küche, frisch gewaschen natürlich", sagte sie. "Danke."

Der Arbeitstag ging länger als gedacht und wirklich bei der Sache war ich nun wirklich auch nicht. Ich musste die Ganze Zeit nur an Dan und Phil denken, an die Zeit bei ihnen und daran, dass ich sie doch einfach hätte umarmen sollen, schließlich werde ich sie nun vielleicht nie wieder sehen und nie wieder die Chance dazu bekommen... Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich dann endlich nach Hause gehen. Ich wollte mich gerade in Bewegung setzen als Laila plötzlich hinter mir her rief: "Hey... hier, das ist für dich, von unserem Café. Als Dank für deine gute Arbeit hier und damit du uns nicht so schnell vergisst." Sie überreichte mir ein Päckchen. "Aww danke, Laila!" "Kein Problem und wie gesagt, es ist auch von der Chefin. Ach ja und.. hast du was dagegen, wenn wir Nummern und Skype Namen tauschen? Ich weiß, dass dein Telefon hier nicht funktioniert, aber wenn du wieder in Deutschland bist könnten wir so in Kontakt bleiben." "Gerne!" Wir tauschten beides aus und verabschiedeten uns mit einer Umarmung. Nun machte ich mich auf den Weg nach Hause. Onkel und Tantchen machten sich bestimmt schon Sorgen.

Zu Hause angekommen war es wie erwartet. Beide vielen mir um den Hals, sie sagten sie seien krank vor Sorge gewesen und fragten wo ich gesteckt hatte. "Äh.. das ist eine lange Geschichte, aber die ist auch nicht so wichtig... Ich hatte mich im Grunde einfach nur verlaufen, aber jetzt bin ich ja wieder da", ich versuchte ihnen nichts über Dan und Phil erzählen zu müssen. "Ja zu Glück bist du wieder da... aber leider fliegst du morgen ja schon wieder nach Hause.", stellte Tantchen fest. "Ja.. ich weiß..", sagte ich traurig. "Na jetzt komm doch erst einmal rein und iss etwas. Es ist mehr als genug da!", sagte mein Onkel und wir gingen zum Esstisch. Er hatte nicht gelogen, der gesamte Tisch war voll mit Essen! "Oha wie soll ich denn so viel schaffen?!" "Iss einfach so viel, wie du magst", sagte Tantchen. Ich schlang mir den Bauch voll und ging dann nach oben um mich bettfertig zu machen (duschen, Schlafanzug anziehen, Zähneputzen,... das Übliche eben) "Schlaft gut!", rief ich die Treppe hinunter und ging dann in mein Zimmer. "Du auch Liebes, bis morgen!", hörte ich die Beiden noch rufen.

Ich hockte mich auf mein Bett, vor mir das Geschenk des Cafés. Ich öffnete es langsam und fand eine Uniform des Cafés mit einem beigelegten Brief vor. Auf dem Briefumschlag stand eine Nachricht: "Erst am Flughafen öffnen, dort wartet eine Überraschung auf dich ;) " Ich packte die Sachen auf meinen Koffer und legte mich schlafen. Es viel mir wirklich schwer einzuschlafen, da ich wusste, dass es morgen früh wieder nach Deutschland geht. Ich wollte nicht weg, ich wollte bei Dan und Phil bleiben und bei Laila und bei all den anderen. Natürlich vermisste ich meine Familie und die wenigen, aber treuen Freunde in Deutschland, aber trotzdem... Egal was ich tun würde, morgen müsste ich so oder so zurück fliegen.. ich hatte keine Wahl. Ich schloss meine Augen und nach einiger Zeit schlief ich mit Tränen in den Augen ein.


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So langsam aber sicher neigt sich die Geschichte dem Ende zu... Es wird vermutlich nur noch ein weiteres Chapter geben. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie ihr es finden werdet. Bis zum nächsten Mal! 

A real day in the life of Dan and PhilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt