Nachdem wir auch weitere vier Stunden überstanden hatten, saßen Marie und ich in der Cafeteria, so wie der Großteil der Schüler.
Ich schaufelte mein Essen in mich hinein, während Marie nur lustlos in ihrem herumstocherte.
"Hast du keinen Hunger oder was ist mit dir los?", fragte ich meine Freundin.
"Nene, alles supi!", antwortete sie mir wenig überzeugend.
"Genau! Und meine Mama ist gerade Oma geworden! Verarschen kann ich mich alleine, also raus mit der Sprache!", forderte ich sie auf.
"Ich will gerade echt nicht drüber reden, okay? Wenn sich das ändert, bist du die erste Person die's erfährt, versprochen!", erklärte sie.
Skeptisch sah ich sie von der Seite an.
"Na wenn du meinst.", sagte ich.
Während des Essens warf ich Marie immer wieder skeptische Seitenblicke zu.
Nachdem ich ungefähr die Hälfte meines Essensberges verspeist hatte, standen wir auf um unsere Essensreste weg zu bringen und uns noch nach draußen zu setzten und den Rest unserer Pause zu genießen, bevor wir beide noch eine Doppelstunde Unterricht überstehen mussten.
Ich lief voraus und versuchte mich durch die herumstehenden Schüler zu schlängeln, ohne irgendwen anzurempeln.
Nachdem ich meinen Slalom ganz gut hinter mich gebracht hatte, wurde ich plötzlich an der Schulter angerempelt, sodass mir mein Tablett mitsamt den Essensresten aus der Hand rutschte.
Mit einem lauten Krachen landete mein Tablett auf dem Boden.
Durch das Geräusch meines Tablettes, richteten sich die Augen aller Schüler auf mich.
Zuerst blickte ich langsam an mir runter, nur um zu entdecken, dass sich meine gesamten Essensreste auf meiner weißen Bluse wiedergefunden hatte.
Anschließend drehte ich mich langsam um und blickte in eiskalte, schokobraune Augen.
"Geht's noch? Du hast mich angerempelt und jetzt hab ich mein ganzes Essen auf meiner Bluse! Vielleicht guckst du das nächste mal besser wo du lang gehst!", schnauzte ich Alex an, der direkt vor mir stand und folglich der Verursacher der Katastrophe auf meiner Bluse war.
In der Cafeteria herrschte nach meiner Ansprache absolute Stille. Niemand traute sich etwas zu sagen, da alle Angst hatten etwas wichtiges zu verpassen.
Es war so ruhig, dass man eine Stecknadeln hätte fallen hören.
"Hast du gerade zu mir gesagt, dass ich dich angerempelt habe?", fragte mich Alex ungläubig, ganz so, als hätte ich ihm erzählt, dass meine Mutter seine Großmutter sei.
"Ich bitte dich, es haben ja wohl alle gesehen, dass du mich angerempelt hast und mir deswegen mein ganzes Essen auf meine Bluse gefallen ist.", sprach ich das für mich offensichtliche aus.
Ich spürte wie die Augen der gesamten Schülerschaft auf mir lagen und hörte wie einige Schüler scharf die Luft einsogen.
Was denn? Es stimmte doch!
"Ich kann ja nichts dafür, wenn du in meinem Weg stehst und dann auch noch dein Essen fallen lässt, malapata!", grinste er mir provozierend ins Gesicht.
DU LIEST GERADE
A Badboy and other Problems
RomanceMia ist ein sechzehnjähriges, normales Mädchen. Die führt ein eigentlich ganz normales Leben. Ihre drei super nervigen Brüder, die ihre Nerven regelmäßig überstrapazieren, ihre verrückte, beste Freundin, die in ihrem Leben herumwirbelt und eine spa...
