Ein unglaublich schrilles Klingeln riss mich aus meinem Traum.
Mit einem Grummeln tastete ich auf meinem Nachttisch nach dem Übeltäter des Klingelns. Das Monster namens Wecker.
Mit einem herzzerreißenden Seufzen drehte ich mich auf die andere Seite meines Bettes.
Gestern Abend war definitiv zu ereignisreich.
Mit einem erneutem seufzen, schwang ich meine Beine über die Bettkante und rappelte mich aus meinem Bett.
Ich nahm die Sachen von gestern Abend, die über einen Stuhl gelegt waren, und stapfte ins Badezimmer.
Ich drückte die Türklinke runter, doch die Tür blieb verschlossen.
"Besetzt!", rief Jason fröhlich zu mir raus.
"Hau rein Jason, hier müssen noch mehr Leute außer dir ins Bad!", rief ich zurück.
Da Jason vermutlich noch länger brauchen würde stapfte ich, nachdem ich meine Klamotten wieder in mein Zimmer geschmissen hatte, nach unten in die Küche um schonmal zu Frühstücken.
"Morgen Schätzchen! Gut geschlafen?", würde ich von meinem gut gelaunten Vater begrüßt.
"Morgen Dad! Gut ja, aber zu wenig", gab ich zu und rieb mir die Augen.
"Müsli oder Brot?", fragte Dad, als er von seiner Zeitung hochschaute.
"Müsli.", entschied ich und machte mir auch eins.
Während ich verträumt in mein Müsli starrte kam Logan die Treppe runter. Natürlich mit perfekt gestylten Haaren und schon fertig für die Schule.
"Morgen!", begrüßte er uns und setzte sich zu uns an den Küchentisch um zu frühstücken.
"Morgen!", murmelten Dad und ich.
"Wir fahren in 45 Minuten zur Schule.", informierte mich Logan.
"Okay, ich bin pünktlich!", gab ich ihm Bescheid und ging von der Küche aus wieder nach oben um zu schauen ob Jason im Bad fertig war.
Auf dem Flur kam mir Nick entgegen.
"Heute nicht verschlafen?", spöttisch grinste er mich an.
"Ne heute mal nicht. Aber du siehst aus als hättest du ein Date mit dem Boden gehabt.", kommentierte ich sein demoliertes Gesicht.
Ich hörte wir Nick auf der Treppe lachte.
Mit einem Klicken öffnete sich nun die Badezimmertür aus der ein gestylter Jason kam.
"Du kannst jetzt ins Bad.", sagte er, während er auf sein Handy blickte.
~*~
Nachdem ich mich zu Hause für die Schule fertig gemacht hatte, waren wir früh losgefahren und dementsprechend auch zu früh an der Schule.
Meine Brüder verabschiedeten sich von mir und machten sich auf den Weg zu ihren Freunden.
Vereinzelt standen schon kleine Gruppen an Schülern auf dem Schulhof rum.
Marie stand auch schon an einen Baum gelehnt da, während sie wie hypnotisiert auf ihr Handy starrte.
"Was gibt's denn da so interessantes?", fragte ich sie, während ich ihr entgegen grinste.
"Nichts.", sagte sie und blickte mir mit einem Lächeln entgegen.
Wir redeten über Gott und die Welt, als sich nach einiger Zeit auch Valentia zu uns gesellte.
"Na ihr?", begrüßte uns die spanische Schönheit.
"Na du?", grüßten Marie und ich sie zurück.
"Habt ihr zwei heute schon was vor?", fragte uns Valentia und blickte uns mit ihren braunen Augen erwartungsvoll an.
"Ich leider schon.",antwortete Marie zerknirscht.
"Ich auch, tut mir echt leid.", musste auch ich Valentia absagen.
"Aber wie wär's mit Donnerstag?", fragte ich.
"Klingt gut!", antwortet Valentia grinsend.
Anschließend tauschten wir unsere Handynummern, sodass wir drei leichter in Kontakt bleiben könnten.
Nach ein paar Minuten, in denen wir uns noch unterhalten hatten, klingelte es zur ersten Stunde, was alle umstehenden Schüler dazu veranlasste sich ins Gebäude zu bewegen.
Here we go again!
~*~
Nach vier meiner Meinung nach todlangweiligen Unterrichtsstunden trafen Valentia, Marie und ich uns an dem Baum, an dem wir uns auch heute morgen unterhalten hatten.
Wir setzten uns in das mittlerweile trockenen Gras und plauderten über die vergangenen Unterrichtsstunden.
Marie war gerade dabei uns zu erzählen, wie ein Mädchen aus ihrem Kunstkurs sich vor dem ganzen Kurs blamiert hatte, als ein Stimmengewirr meine Aufmerksamkeit erregte.
Ich ließ meinen Blick über den Schulhof gleiten, auf der Suche nach der Ursache für das Gemurmel, das sich um uns herum gebildet hatte.
Einige Meter von uns entfernt entdeckte ich meine Brüder und ihre Clique. Gegenüber von ihnen standen Alex und seine Gefolgschaft.
Die Mienen meiner Brüder waren versteinert und spiegelten ihren Ärger wieder. Alex Haltung ähnelte der meiner Brüder und auch er blickte ihnen herausfordernd in die Augen.
Valentia, die die Auseinandersetzung auch erkannt hatte, erhob sich langsam von ihrem Platz und ging auf die Gruppe zu.
Ich folgte ihrem Beispiel. Wir kamen den Jungs immer näher.
"Wegen dir Arsch seh ich aus als hätte ich den Boden geknutscht.", knurrte Nick Alex entgegen.
"Glaub mir, ich hab deinem Gesicht einen Gefallen getan.", entgegnete Alex daraufhin.
Nick's Miene veränderte sich. Er war wütend. Sehr wütend.
Ich trat zwischen die beiden sich anstarrenden Jungs.
"Beruhigt euch wieder, klar?", versuchte ich die Situation zu entschärfen.
Nick's Miene entspannte sich wieder und er trat einen Schritt zurück. Anschließend noch einen, sodass er Alex aus der Ferne beobachtete.
Auch Alex löste seinen angespannten Kiefer und nahm seinen kalten Blick von meinem Bruder.
"Du bist mir definitiv zu vorlaut.", drohte er mir.
Er starrte meine Brüder noch einmal an, blickte mir anschließend mit seinen kalten, braunen Augen entgegen und drehte sich dann um und verschwand mit seinen Freunden.
Valentia stand immer noch am Rand des Geschehens und beobachtete wie sich die Szene auflöste.
Auch meine Brüder drehten sich um und gingen, nachdem Jason mich angelächelt hatte, um mir zu signalisieren, das alles okay war.
"Ja, du gefällst mir von Tag zu Tag besser!", stellte Valentia mit einem Grinsen fest, als ich wieder auf sie zuging.
Die Augen der Schüler folgten uns, als wir wieder zu Marie gingen.
"Hast du gerade DEN Alex in die Knie gezwungen?", fragte sie geschockt.
"Coole Aktion oder?", pflichtete Valentia ihr bei.
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Das war's für heute😊
Ich hoffe es hat euch gefallen, lasst ein paar Kommentare da, das würde mich super freuen🙈
Knutscher, limettensurfer😘
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A Badboy and other Problems
RomansaMia ist ein sechzehnjähriges, normales Mädchen. Die führt ein eigentlich ganz normales Leben. Ihre drei super nervigen Brüder, die ihre Nerven regelmäßig überstrapazieren, ihre verrückte, beste Freundin, die in ihrem Leben herumwirbelt und eine spa...
