5.) Die Suche beginnt

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Tobias

In schnellen Schritten bewegte ich mich in die Richtung meines Zimmers. Lauki, der Zwerg, hinkte etwas hinterher, aber hielt noch mit. Ich hatte absolut keine Zeit um auf ihn zu warten ich musste sofort in mein Zimmer und herausfinden was Artur meinte.
Ja, er ist nicht mehr ganz bei Sinnen, aber er konnte doch nicht so unrecht haben? Irgendetwas muss ihn ja dazu gebracht haben so auszuflippen.
Von der Ferne sah ich schon meine Zimmertüre. Wie auch alle anderen Türen war sie aus Eichenholz mit einen vergoldeten Schild drauf.

Tobias|Magier

,stand in schwarzen Lettern da.
Ich zückte meinem Zauberstab und zielte auf meine Tür. "Aperuerit ianuam introibo"
Mit einem großen Schwung öffnete sich die Tür und ließ ein paar Blätter umherwehen.
Ich beschleunigte meinen Schritt noch mehr. Lauki musste jetzt schon rennen, um mit mir auf gleicher Höhe zu sein.

Sofort stürmte ich durch die Tür und mussterte mein Bücherregal.
Mir war selbst nicht klar was ich suchen sollte, aber ich schaute trotzdem alle Bücher an in der Hoffnung eins zu finden, dass mir konkrete Informationen gab.
Suche den Mut, der durch Verrat verloren ging.
Nein, der Vers hilft mir nicht weiter.......

Inzwischen hielt Lauki keuchend an der Tür. Zwergenbeine sind nicht gerade die Schnellsten.
Im Wald, der Lüge und Wahrheit verschleiert und herzeigt.
Damit kann ich schon mehr anfangen.
Ich sah den tonnenschweren Atlas an der rechten Seite des Regals. Um den Atlas nicht aufheben zu müssen, hob ich meinen Zauberstab, richtete ihn auf den Atlas und schweifte dann zu meinem Schreibtisch.
Motus.
Das schwere Buch erhob sich aus dem Regal und schwebte langsam zu meinem Tisch, wo es sich dann hinplumsen ließ.

Ich hielt weiterhin Ausschau in meinem Regal. Lauki kam langsam näher, hüpfte auf einen Sessel und blätterte etwas gedankenverloren im Atlas herum.
Wieso spricht er nicht? Er ist doch sonst immer so fröhlich? Keine Zeit darüber nachzudenken.
Ein Wald.........
In der rechten unteren Ecke fand ich ein altes verdrecktes Buch mit moosgrünen Einband. Ich ging, nahm es raus und schaute es an.
Spirituelle Wälder, dass ich das noch einmal gebrauchen würde.....
Schnell warf ich es Richtung Tisch.
Knapp flog es an Lauki vorbei und traf den Bücherstapel mit meinen Studienbücher. Der Lexikon mit Lichtsprüchen fiel scheppernd auf den Boden.
"Oh sorry", murmelte ich und suchte weiter.
Im Stein am Fluss, der keine Ruhe kennt. Warte, hatte ich nicht einmal ein Buch über alle Flüsse?
Ich suchte und suchte mit meinen Augen das gesamte Bücherregal ab.

Währenddessen drehte sich Lauki und und schaute mir zu. Ich konnte seinen Blick an meinem Rücken spüren, nur wusste ich nicht was das für ein Blick war.
Er wollte etwas sagen. Das bemerkte ich. Wahrscheinlich suchte er sich die richtigen Wörter zusammen.
Leise fragte er mich: "Du glaubst was der König geredet hat?"
Ich hob eine Augenbraue. Als ob an diesen Worten nichts wahr sind. So etwas sagte er doch wohl kaum ohne Grund.
Bevor ich ihm sagen konnte was ich gerade dachte, meinte er entschlossen: "Ich will mit"
Er will mit? Zur Suche? Junge......wir wissen nicht einmal was genau wir suchen sollen. Genauso wenig wissen wie wo es liegt.......
Aber wenn ich ihn nicht mitnehme würde er es dem gesamten Palast erzählen. Und dann wird es mir verboten sein mitzukommen.......
"Ja gut.........", sagte ich ihm zu, "aber du musst schon etwas mithelfen!"
Lauki lächelte leicht. "Hier", sagte er und deutete auf das Buch unter dem Regal. Es was das übrr die Flüsse.
Jetzt erinnerte ich mich. Ich habe es in die Ecke gegeben, damit es nicht so wackelte.

Schnell nahm ich blind ein anderes Buch aus dem Regal.
Die Geschichte, der Geschichten aller Geschichten, der Geschichte von Wollgarn.
Was zu HÖLLE!? Was macht so ein Buch in meinem Regal?! VERSCHWINDE!

"Permuto positiones!", befahl ich und schwenkte meinen Zauberstab zwischen den Büchern hin und her. Die Umrisse beider glühten und alsbald hatte ich das richtige Buch in der Hand. Das andere wird wohl für immer dort unten bleiben.

Mit dem Buch ging ich zum Tisch, wo der Zwerg schon die Bücher aufgeschlagen hat.
">Der Wald, der Lüge und Wahrheit verschleiert und herzeigt.< Und >Im Stein am Fluss, der keine Ruhe kennt< heißt es.", sagte Lauki und zeigte auf das Waldbuch. "Im Buch wird über vier Wälder berichtet, die diese Eigenschaft zeigen, aber nur durch zwei fließen Flüsse. Der Wald, der Illusionen gleich hier im Westen und der Wald, der Geister im Süden."
Dabei deutete er auf die zwei Wälder.
Ich schlug das Buch in meiner Hand auf und suchte nach diesen zwei Flüssen.

Der erste war leicht gefunden.
"Der Styx, gelesen Stüx, fließt durch den Wald der Geister und liegt im Südwesten. Er ist der Fluss, der verlorenen Hoffnungen, wo alle Verstorbenen ihre größten unerfüllten Wünsche hineinlegen. Dadurch sammeln sich abertausende Geister in dem Wald. Dort, wo der Geisterwald aufhört, teilt sich der Styx in Odysas, dem Fluss des Wissens und Destitutia, dem Fluss der Enttäuschung. Der Legende nach...............blablablabla das ist wahrscheinlich nicht der Richtige." Der Zwerg stimmte mir zu. Ich blätterte weiter. Wald der Illusionen..........ah da!

"Fortius fließt durch den Wald der Illusionen und ist der Fluss der Kraft", las ich.
Ich musste schmunzeln. Das war definitiv der Fluss, der keine Ruhe kennt. Ich las weiter vor: "Er liegt in Nordwesten in der Nähe der Königsstadt Audacion." Ja ich wohne ja dort. " Seine Strömung ist unglaublich schnell und stark. Früher haben die Ahnen der Königsstadt aus dem Fluss die Kraft für ihre Kriege geschöpft. Jedoch besiedelte eine Hexe den Wald und nutzte diese Kraft für sich." Ich runzelte die Stirn. Davon wusste ich nichts.

"Der Wald der Illusionen, auch genannt Silva Illusio, ist das Werk einer Hexe, die den Fluss Fortius benutzt, um diese Illusionen zu erschaffen. Er ist einer der tödlichsten aller Wälder. Die, die davon zurückkehrten haben meist ein Trauma und schwerwiegende Depressionen gefolgt von schieren Wahnsinn", las Lauki vom Buch der Wälder vor.
Er konnte nicht gut vorlesen. Er machte komische Pausen, hebt und senkt die Stimme unpassend und atmete bei den Pausen hörbar ein. Aber wenigsten konnte man verstehen was er sagte.
Er schaute mich an. "Artur........", sagte er und ich wusste sofort was das zu bedeuten hatte. Artur musste auch dort gewesen sein. Das ist auch der Grund für sein Verhalten. Aber was hat er dort getan? Was ist dort passiert?
Der Mut, der durch Verrat verloren ging.
Dort musste etwas vorgefallen sein......etwas Schlimmes.

Wir nickten uns an. Niemand durfte davon erfahren. Wir kannten also unser Ziel. Silva Illusio am Fortius. Das wird eine schwierige Reise, also mussten wir uns vorbereiten.

Die nächsten zwei Tage machten wir uns bereit für die Reise. Dem König nochmal zu fragen war unmöglich, da er nach dem letzten Vorfall wieder zur Behandlung geschickt wurde. Also mussten wir alles still und heimlich planen.

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Heute war es soweit. Wir machten uns auf zum Wald. In unseren Rucksäcken hatten wir nur die nötigsten Sachen eingepackt.
Nach wenigen Stunden standen wir nun da. Bei der Grenze zum Silva Illusio. Die Bäume dort waren viel dunkler und ließen kaum Sonnenlicht hindurch. Aber wir mussten hier durch.

Als wir die Grenze überschritten hatten, schlossen sich die Pflanzen rasant zusammen und versperrten uns den Weg zurück.
"Ihr seid gefangen........", flüsterte eine weibliche Stimme.
Ja, das sehe ich auch.

Force of the rainbowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt