Chapter 25 ~ Weihnachtsfest

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Heiligabend steht quasi vor der Tür, doch von Entspannung keine Spur. In wenigen Stunden geht unser Flug nach Irland und etliche Dinge sind wie so oft nicht eingepackt. Typisches Chaos im Hause Horan/Huston.

„Niall, wo ist die Mütze mit den Eulen?", höre ich Zoe von oben fragen, während ich in der Küche gerade eine Flasche mit Saft für Amy auffülle.

„Ich weiß nicht welche du meinst.", entgegne ich. „Die eine, die sie in der Kita letztens anhatte." Ich denke scharf nach. Amy hat mittlerweile zehntausende von Mützen, die sich kaum unterscheiden lassen.

„Kann sein, dass sie im Bad noch liegt.", fällt es mir ein.

„Warum lag sie im Bad?", fragt Zoe, als sie samt Mütze die Treppe hinunter kommt.

„Wir haben Hände gewaschen und sie dort ausgezogen.", grinse ich. Zoe verdreht die Augen.

„Daddy, Daddy. Schnee.", ruft Amy und ich höre sie mit dem Füßen auf dem Parket stampfen.

Im Wohnzimmer angekommen, entdecke ich sie an der Fensterscheibe, wie sie in den Garten hinaus schaut und Flocke, ihren Eisbären in den Händen hält.

„Schön nicht?", lächele ich und knie mich neben sie. „Schlitten fahren.", ruft sie freudig aus. „Nein Schatz, dafür ist der Schnee noch nicht hoch genug. Aber vielleicht ist es ja bei Grandma besser. Wir fliegen nämlich heute zu ihr."

„Granny.", klatscht sie sich in die Hände und lässt dabei ihr Kuscheltier fallen. „Theo auch da?", fragt sie. „Ja, Theo wird auch da sein.", lache ich.

„Amy, komm anziehen.", Zoe erscheint im Eingang der Stube. „Niall bringst du die Koffer bitte runter und stellst den Buggy bereit?", bittet sie. „Klar."

Ein paar Stunden später sind wir auf dem Weg zum Flughafen. Endlich. So ein eigenes Haus zu haben scheint ja irgendwie doch nicht so einfach zu sein, wie anfangs gedacht.

Man muss auf etliche Dinge achten, ob alles aus ist, alle Stecker, die nicht benötigt werden gezogen worden sind usw.

Amy hatte vorhin, als ich den Weihnachtsbaum aus gemacht hatte, den Schock fürs Leben bekommen, weil sie dachte, dass der Baum kaputt war. Was folgte war das große Weinen, bis ich den Baum wieder anmachte und erklärte, dass er noch ganz war.

Erst als Zoe mit Amy das Haus verlassen hatte, hatte ich ihn wieder den Stecker gezogen.

Sollten wir wieder nach Hause kommen, wird Amy wahrscheinlich erneut denken, dass der Baum kaputt sei. Kinder können manchmal wirklich anstrengend sein. Dennoch würde ich Amy nicht mehr in meinem Leben vermissen wollen.

„Wo ist der Baum?", fragt Amy auch noch zu allem Überfluss im Taxi. „Schätzchen den Baum können wir nicht mit nehmen.", erklärt ihr Zoe. „Möchte aber.", sagt sie und die großen, blauen Augen scheinen sich gleich wieder mit Tränen zu füllen.

„Keine Sorge Amy, Grandma hat auch einen Baum. Einen noch viel größeren. Okay?", versuche ich das Glück.

Die Tränen kullern zwar bereits und die Mundwinkel hängen nach unten, aber kein Ton ist zu hören, außer einem Schniefen. Schließlich nickt sie.

„Glaub mir Granny ihr Baum wird dir noch mehr gefallen als unserer.", sage ich noch mal und ein kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht.

Während Zoe kurz darauf Amy aus einem Buch vorliest, stellt sich heraus, dass unser Taxifahrer der Vater eines Fans ist und deswegen mir seine halbe Lebensgeschichte auftischt.

Auch wenn es irgendwie süß und lustig ist, wenn man sich kaputt und müde fühlt, ist ein Roman das letzte was man sich anhören möchte.

Nachdem ich noch dem Mann ein Autogramm für die Tochter mit gegeben habe, machen wir uns auf den Weg ins Innere des Flughafens.

Plötzlich VaterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt