Heyy Leute!!
Hier ist das 5. Kapitel.
Hoffe es gefällt euch. :)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ich wachte mitten in der Nacht durch ein Scheppern auf. Es kam von unten. Eigentlich wollte ich am liebsten die Augen wieder schließen und weiterschlafen, doch meine Neugier gewann gegen die Müdigkeit und ich stand ungeschickt vom Bett auf.
Blinzelt probierte ich mich in meinem eigenen Zimmer zu orientieren, was mir jedoch kläglich misslang, denn im Dunklen sah einfach alles ganz anders aus.
Das ich das Normalmaß für Tollpatschigkeit um Weiten überstieg, half mir ohne Zweifel ungemein das Zimmer ohne Verletzungen zu verlassen.
Nach ein paar Konfrontationen mit meinen Möbeln, zwei Stühle und einem Beistelltisch, um präzise zu sein, stand ich nun mit einem pochenden Zeh vor der Tür und überlegte, ob ich runtergehen sollte, um nachzuschauen, wer da unten war.
Meine Neugier und mein gesunder Verstand standen sich gegenüber.
Doch ich wusste die Antwort schon längst. Neugier kann zwar gut sein, wir alle kommen mit einem ungemeinen Wissensdrang auf die Welt. Aber sie kann auch zu deiner größten Schwäche werden, denn manchmal ist es besser unwissend zu sein.
Kurz Zeit später schlich ich auf leisen Sohlen die Stiegen hinunter. Bei jedem Schritt erinnert mich mein pochender Zeh an meine kurz zuvor stattgefundenen Begegnungen und ich musste mir mein stöhnen unterdrücken.
Bevor ich überhaupt das Wohnzimmer erreicht hatte, konnte ich schon Licht unter dem Türspalt durchscheinen sehen. Der Schein des Lichtes war schwach, doch er war deutlich erkennbar. Zögerlich ging ich näher heran und konnte ein Gemurmel hören. Es klang merkwürdig, trotzdem konnte ich die Stimme Mel zuordnen. Ich schnappte erleichtert nach Luft. Es handelte sich um keinen Einbrecher oder Mörder.
Doch die Erleichterung hielt nicht lange an, denn die Stimme und Tonlage, mit der sie sprach klang komisch. Sie hatte einen grusligen Unterton und die Sprache war undefinierbar. Es klang nach einer Mischung aus Latein und irgendeiner mir unbekannten Sprache. Im meiner Bauchgegend machte sich ein mulmiges Gefühl breit. Ich zwang mich dennoch weiter zu horchen, denn ich musste endlich herausfinden, was hier vor sich ging. Ich versuchte so leise wie möglich zu atmen und näherte mich langsam der Tür.
Noch 5 Schritte. Was führte Mel im Schilde? Was werde ich herausfinden?
Noch 4 Schritte. Sollte ich es wirklich machen?
Noch 3 Schritte. Das komische Gefühl wuchs.
Noch 2 Schritte. Ich begann zu zweifeln, ob ich das Richtige tat.
Noch 1 Schritt. Jetzt gab es kein Zurück mehr.
Ich hielt gerade die Türschnalle in der Hand und wollte sie niederdrücken, als es plötzlich dunkel wurde und die Stimme verstummte. Ruhe umhüllte mich und eine Gänsehaut breitete sich auf meinem Arm aus. Ich strich mir unbewusst über meinen Arm und fragte mich, was plötzlich passiert war. Ein Schauer durchzog mich und ich wäre am liebsten nach oben gerannt, doch das durfte ich nicht. Ich brauchte Antworten. Und zwar jetzt.
Zögerlich nahm ich den Türknauf in die Hand und machte sie auf. Ich war mir nicht sicher, was ich erwartet hatte zu sehen, aber definitiv nicht das, was ich vorfand. Denn vor mir erstreckte sich unser Wohnzimmer. Es war leer und dunkel.
Keine Mel.
Kein Licht.
Nichts, außer ein Wohnzimmer bei Nacht.
DU LIEST GERADE
Turning tables
ParanormalStell dir vor, du kommst eines Tages nach Hause und dein ganzes Leben verändert sich von den einen auf den anderen Augenblick. Alles, was dir vertraut ist, ändert sich in etwas Neues, Unbekanntes. Du musst alles aufgeben, nur um dir anderswo ein n...
