"Jungs! Kommt runter!", rief ich als der Tisch gedeckt war.
Im nächsten Moment rannten fünf große Männer an mir vorbei und setzten sich an den Tisch.
Eigentlich waren sie immer zu viert da, aber jetzt gab es ja noch Jaxon in der Truppe.
Außer Jaxon gehörten zu der Truppe mein Bruder Dima, Ryan, Sahin und Mike.
"Es riecht nach Pelmeni!", meinte Mike und hatte wie immer dieses funkeln in den Augen, wenn ich die Pelmeni auf einem Teller in den Raum brachte.
Er liebte sie mehr als alles andere.
"Jaxon du musst das probieren!", sagte Mike und legte sich als erstes was auf den Teller.
Pelmeni waren sowas wie Maultaschen nur eben mit Hackfleisch.
Ich legte Jaxon auch was auf den Teller und verteilte es an alle Jungs.
Schließlich auch mir und setzte mich selber an den Tisch.
"Okay Jaxon", fing ich an "Pelmeni schmecken besser wenn du sowas wie Ketchup dazu isst, Schmand, irgendeine scharfe Soße oder Mayonnaise wobei Dima die einzige Person glaub ich ist, die Pelmeni mit Mayonnaise isst."
"Mit was isst du es?" Fragte Jaxon und mich ruhig.
"Ich verschmische Ketchup mit Schmand."
Dima verdrehte die Augen. "Du bist auch die einzige, die das so isst."
Ich streckte ihm die Zunge raus und wandte mich wieder Jaxon zu.
"Ketchup und Schmand?", fragte Jaxon nach und zog eine Augenbraue in die Höhe.
"Ja, hier. Probier mal", ich hielt ihm mein Teller hin, vondem er dann ziemlich unsicher aß.
Alle sahen ihn gespannt an und als er fertig war, nickte er. "Geil."
Stolz quieke ich auf und klatschte mir in die Hände.
Nachdem alle was gegessen haben, stand ich als erste stumm auf und nahm alle Teller um sie in die Küche zu bringen.
Als alle Jungs wieder hoch wollten, gingen sie nochmal zu mir hin, drückten mir einen Kuss auf die Wange und hauchten ein 'Danke' in mein Ohr.
Naja, fast jeder machte das, nur eben Jaxon nicht.
Er nickte einfach dankbar und verschwand auch oben.
Ich spülte alles ab und ging hoch in mein zimmer, als ich hörte, wie die Jungs alle lachten nur Dima immer irgendwas fluchte.
Ich stand auf und ging in Dimas Zimmer.
Die Jungs waren überall verteilt und Dima und Jaxon spielten Need for Speed.
Dima verlor gerade tatsächlich gegen Jaxon.
Dima war eigentlich der Gewinner!
"Dima verlierst du etwa?", fragte ich erstaunt und setzte mich neben ihn.
"Ja keine Ahnung, mein Controller ist irgendwie kaputt."
"Jajajaja", sagte dazu Jaxon.
"Dein Kopf ist auch irgendwie kaputt."
Jaxon bewegte sich mit, wenn er mit dem Auto nach links oder rechts fahren musste.
Alle sahen gespannt zu, wie Jaxon gegen Dima gewann, denn das war wirklich was erstaunliches.
Niemand gewann gegen Dima!
"Ey princesa, komm her," meinte Mike weshalb ich aufstand und zu ihm hin ging.
Ich setzte mich auf seinen Schoß und sah zu, wie Dima verlor.
Mike hatte seine Arme um mich gelegt, aber es machte mir nichts aus.
Mike war mein zweiter Bruder.
Für ihn war ich seine 'freundschaftliche Ehefrau'.
Seine Worte, nicht meine!
"Gewonnen!", rief Jaxon und sprang auf.
"Tja bitches, jetzt ist Jaxon da", er strich sich stolz über seine Schulter und ließ sich wieder aufs Bett fallen.
"Ich fick dich noch in alle Öffnungen, Jaxon." Mein Bruder stützte sich mit den Ellbogen auf den knien ab und hatte sein Gesicht in den Händen vergruben.
"Muss kurz pissen, wo ist die Toilette?", fragte Jaxon und stand wieder auf.
"Gleich raus, rechts". Mein Bruder war wieder in seinem Spiel versunken weshalb ich seufzend Aufstand.
"Ich zeigs dir, komm".
Er folgte mir raus und ich ging den Gang entlang, bis hin zu der Badezimmer Tür.
Meine Hände begannen aus unerfindlichen gründen an zu schwitzen weshalb ich sie unauffällig an meinen Hosen abwischte.
"Hier ist es, viel Spaß."
What. The. Hell?
Hab ich gerade wirklich 'Viel Spaß' gesagt?
"Was?", fragte Jaxon verwirrt weshalb ich mir unsicher auf die Unterlippe biss.
"Tut mir leid, ich.. das.. vergiss es", ich winkte ab und verschwand schnell in meinem zimmer.
Ging es peinlicher?
Viel Spaß auf dem Klo? Mein ernst?
Konnte ich gleich sagen 'Viel Erfolg beim entleeren deiner Blase.'
Scheiße man, was denkt er jetzt?
Ich legte mich im Bett auf den Bauch und vergrub mein Gesicht im Kissen, nur um dort rumzuschreien.
Nach einer Weile ging plötzlich die Tür auf und ich war sofort wieder auf den Beinen.
Jaxon.
"Oh, hab dein zimmer mit dem von Dima verwechselt."
Er machte keine Anstalten zu gehen sondern sah sich eher um.
"Schick hast du es hier", sagte er dann und ging zu meinem Schminktisch.
"Kondome?", er hielt ein kleines viereckiges Päckchen hoch, das ich eigentlich in einer leeren Puder Dose aufbewahrt hatte.
Ich und mein Ex waren eben einmal kurz davor, aber Dima hatte ihn rausgeworfen.
Früher war ich deshalb wütend, heute froh, denn eigentlich hatte er hinter meinem Rücken mit irgendeiner anderen rumgevögelt.
Mein Ex hatte eben dafür ein Kondom besorgt und ich habe ihn für den Notfall auch einfach da gelassen.
Man weis ja nie.
"Wie hast du das gefunden?", ich ging zu ihm hin und wollte das Päckchen aus seinen Händen nehmen, jedoch hielt er es einfach hoch.
"Ich werde dem Kondom nichts antun", sagte er und sah sich das Päckchen genauer an. Ich spürte förmlich, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg. Das war verdammt unangenehm.
"Banane? Widerlich." Er sah das Kondom mit dem Bananen Geschmack widerlich an während ich die Augen verdrehte.
"Ich mag das auch nicht, hat mein Ex damals besorgt."
"War er wenigstens gut?"
"Was meinst du?"
"War dein Ex beim ficken gut?", er legte das Kondom zurück und sah mich mir hochgezogener Augenbraue an.
"Wir hatten keinen", nuschelte ich, da ich nicht wirklich wusste, ob ich mich schämen sollte oder nicht.
Er sah an mir runter und erst jetzt bemerkte ich, wie nah wir und gerade eigentlich wirklich waren.
Seine Augen beharrten auf meinen brüsten, bevor sie wieder hoch zu meinen Augen gingen.
Meine Stimme war völlig verschwunden und meine Beine schienen überhaupt nicht zu existieren.
Seine braunen Augen durchbohrten meine blauen und schienen ziemlich vertieft zu sein.
"Süße Nase hast du", sagte er dann aber, fing an zu grinsen und verschwand.
What. The. Hell?
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Drive
Teen FictionDiana Akilov ist 16 Jahre, klein, schüchtern und wohl die, mit der schönsten Seele weit und breit. So beschreibt sie ihr großer Bruder Dima Akilov. Er ist 19, lebt gerne sein leben, liebt Autos und vor allem seine kleine Schwester. Er ist ein Bekann...
