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Uuuund da bin ich wieder... Habt ihr mich vermisst? Ja? Nein? Whatever... Die Schule hat wieder angefangen und mein Worddokument mit dem Titel Cold Flame merkt das... Sad, but true... (METALLICA!! *-*) Gestern Abend hab ich aber trotzdem geschrieben... Bin noch nicht ganz fertig, aber wen juckts... ^^

And now...kräit bik söaprais...

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Jeremy hob mit starrem Blick den Arm. Dann Andrew. Und schließlich Luke.

Ich biss mir auf die Lippe, um die aufkommenden Tränen zu unterdrücken. Jeremy. Lisa würde sich freuen. Wobei...würde sie das? Wäre sie wirklich froh, jemanden als Freundin zu haben, von der sie sich nicht sicher war, ob sie ihr trauen konnte? Klar, konnte sie. Aber würde sie das wissen, wenn sie erfahren würde, wer - beziehungsweise was - ich war?

Und auch Andrew hielt zu mir. Kam nicht oft vor. Und Luke.

Sein Blick dabei, als hätte er soeben erfahren, dass gleich jemand sterben würde, ließ mich noch fester auf meine Lippe beißen und ich glaubte, einen metallischen Geschmack im Mund zu schmecken. Widerlich. Aber das war mir so egal wie die Namen der Kinder von irgendwelchen Boybandmitgliedern.

Und fast hätte ich über das empörte Gesicht meiner Mathelehrerin lachen müssen, als sie sah, dass Luke den Arm hob. Fast. Und fast hätte der Eisberg vor über hundert Jahren die Titanic verfehlt. Aber eben nur fast.

„Wer ist dagegen?"

Die drei Jungen ließen ihren Arm wieder sinken. Dafür hoben die beiden verfeindeten Lehrerinnen fast synchron ihre. Sie waren einer Meinung. Das erste Mal, seit ich sie kannte. Dass ich das noch erleben würde. Diese Ironie. Diese verdammte Ironie, die mich mein gesamtes Leben lang zu verfolgen schien. Wann suchte sie sich denn endlich ein neues Opfer?

Lucy, Ethan und Emma waren ebenfalls dagegen. Lucy war mir klar gewesen. Natürlich. Und Ethan war mir egal. Nur Emma. Das saß.

Ich warf ihr einen traurigen Blick zu, den sie mit einem enttäuschten Kopfschütteln quittierte. Doch nicht nur das Kopfschütteln war das, was so wehtat, sondern der verächtliche Blick. Derselbe Blick, den Lucy immer aufsetzte, wenn sie mich sah. Seit der Sache beim Schultreffen.

Warum war ich mitgekommen, verdammt? Warum? Richtig, weil Nickileinchen mich so freundlich darum gebeten hatte. Um meine Freunde zu schützen. Und trotzdem hatte ich den Deal abgelehnt. Denn was nützte es mir, wenn ich meine Freunde schützen wollte, wenn ich dann gegen sie arbeitete? Das war nicht der Sinn von Schützen. Und erst jetzt verstand ich meine Entscheidung für das klare ‚Nein' wirklich eindeutig.

Auch Andrew schüttelte nur enttäuscht den Kopf in Emmas Richtung.

Aber es war ihre Entscheidung. Und vielleicht würde ich dasselbe tun, wenn ich in ihrer Situation wäre. Vielleicht würde ich sogar Andrew und Jeremy überhaupt nicht verstehen können. Ich wusste es nicht.

Selene und Mr. Newman enthielten sich. Zeus enthielt sich.

Ich hätte ihr wirklich alles zugetraut, selbst, dass sie sich auf den Schulhof stellte und schrie, dass sie auf Hugh Jackman stand, aber nicht das. Niemals, dass sie nicht dagegen war, dass ich von der Schule ging.

Ich warf ich ein kurzes, schwaches, aber dankbares Lächeln zu, was Zeus nur mit einem Nicken erwiderte.

„Tja, Lily. Du weißt, was das bedeutet", verkündete Mr. Newman leise und seltsam traurig und sah mich mit einem fast entschuldigenden Blick an.

Cold Flame (III)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt