Sing me to Sleep|Alan Walker

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Es Klopft an der Tür. Einmal, zweimal.
Ich antworte nicht, weiß das die Tür verschlossen ist.
Der jenige klopft wieder und wieder reagiere ich nicht.
Niemand kann zu mir herrein.
Nach einiger Zeit geht die Person wieder und die Stille legt sich wieder mit der Dunkelheit über mich.

Ich muss wieder zu Atem kommen.
Die letzten Stunden, Tage waren zu viel.
Ich hätte nie gedacht,dass es möglich wäre, jemanden zu sehr zu lieben.

Es verfolgt mich schon fast.
Ich kann seine Stimme in meinen Gedanken hören, sehe sein Gesicht selbst bei verschlossenen Augen vor mir.

Ich höre wieder Schritte im Flur. Ganz nah.
Eine Illusion, als würde ich noch zu dieser Welt gehören.
Als hätte ich noch eine Wahl, was ich tun kann.
Als könnte ich zu dem jenigen gehören, zu dem ich gehören will.
Aber er hält mich so fest.
Und mein Herz will es auch.
Nur mein Kopf denkt noch, alles wäre ein Traum.
Als könnte ich noch irgendwas an der Wahrheit ändern.

Ich kann seinen Atem hören, erinnere mich an jedes einzelne Wort von seinen Lippen.

Er ist alles in meinem Kopf.
Wie eine verhasste und doch wunderschöne Melodie, die sich nie wieder abschütteln lässt.
Die einzige Möglichkeit wäre, eine andere Melodie zu finden.
Aber sein Lied ist zu laut, lässt mich nicht los. Ich kann nicht mehr weghören.
Es ist zu meinem Lied geworden.

Es ist schwer einzuschlafen.
Die Dunkelheit und die Stille sind über mir, bedecken mich wie ein Bett.
Aber das Schlaflied.
Das Schlaflied ist zu laut.

Meine Gedanken bringen eine Flut von Erinnerungen und Bildern mit sich.
Diese Erinnerung sind ein Lied.
Mein Schlaflied.
Jede Nacht.

Doch es ist einfach zu schön.
Es lenkt mich ab, ich will nicht weghören. Keine einzige Sekunde davon vergeuden.

Aber eine Entscheidung hat die Melodie mir gebracht.

Ich weiß, dass ich mich nicht mehr wehren sollte.
Ich habe keine Chance, sollte einfach glücklich werden.
Mich meinem Schicksal annähern.
Ich weiß, ich würde alles für ihn tun.

Wieder unterbricht etwas die Stille. Mein Handy Vibriert, unterbricht mein schnelles Atmen.

Ich werfe einen Blick zur Seite, blicke Richtung des Displays.
Des einzigen Lichtes in meiner Dunkelheit.
Ich sehe seinen Namen, wie könnte es anders sein.

Mein Herz macht einen Satz.
Ich habe wieder Hoffnung.

Vielleicht kann mich der jenige, der mich schon in diese Dunkelheit gestoßen hat, auch einfach wieder herraus ziehen.

Ich nehme das Gespräch an.

"Hey" begrüße ich die Person am anderen Ende der Leitung müde "Was gibt's ?"

"Schläfst du auch noch nicht?" fragt er.
Ich lache trocken.
Nein natürlich nicht.

Ich antworte ihm nicht, stelle die Gegendruck  "Warum schläfst du nicht?"

"Ich musste immer an..." Er stockt kurz "...an dich denken"

"Na dann" antworte ich mit einem leichten lächeln "Dann ist ja gut das du angerufen hast. Aber was habe ich denn gemacht, dass du an mich denkst ?"

"Du bist da. Immer." antwortet er "Wenn ich an dich denke, dann geht es mir wieder gut.
Du gibst mir die Kraft, aus der Dunkelheit wieder ans Licht zu kommen.
Ich glaube..."

Ich unterbreche ihn "...Ich liebe dich!"
Eine kurze Stille.
"Ja" sagt er "Ich liebe dich! "

Wir schweigen beide.
"Kannst du mir einen Gefallen tun?" frage ich dann.

"Klar" antwortet er "Was denn?"

"Sing für mich" antworte ich "Sing mir ein Schlaflied ."

Araflo-OneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt