Kapitel 3: Erstes Mal

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Stiles PoV:

"Dad...M-Mir geht es nicht so gut, kann ich heute Zuhause bleiben?", ich sah meinen Vater flehend an und machte die größten Kinderaugen, die ich drauf hatte. Er seufzte bloß und legte seine Hand auf meine Stirn, was genau das war, was ich gewollt hatte. Schnell erhöhte ich meine Körpertemperatur und hustete gekünstelt. Besorgt sah mich Dad an und betrachtete mich noch Mal:"Dann Mal schnell zurück ins Bett mit dir! Ich kann mich heute auch krank melden, wenn du w-""NEIN!", mein Dad sah auf und ich hustete noch einmal, um die unangenehme Stimmung zu überspielen:"Ich meine: Nein, du kannst ruhig Arbeiten. Ich habe nur einen kleinen Virus, nichts schlimmeres."

Er nickte, doch man konnte erkennen, dass es ihm immer noch unangenehm zu sein schien, mich alleine Zuhause zu lassen. Vielleicht hatte ich es etwas mit der Hitze übertrieben... Ich kehrte in mein Zimmer zurück und wartete, bis ich das vertraute Klicken des Schlosses hörte und blockierte meine Zimmertür. Schnell zog ich mein Smartphone aus der Tasche und wählte Deatons Nummer:"Hey, Doc? Mein Vater hat mir abgekauft, dass ich krank bin. Was soll ich jetzt machen?" Ein schreckliches Konzert von Hundegebell und Katzengejammer mit einer Priese Vogelgeschrei gemixt kam als erste Antwort.

"In Ordnung Stiles, dann komm jetzt-" "Bitte nicht in den Shop! Die Vögel können mich nicht leiden und ich sie nicht. Man könnte sagen, wir kriegen uns häufig in die Federn." Und es war wieder still am anderen Ende der Leitung. "Ich werde jetzt einfach Mal diesen schlechten Witz ignorieren. Und dir ist schon klar, dass du nun mehr mit diesen Tieren gemeinsam hast, als mit Menschen. Ich meine, auf eine guten Weise. Ich meine- Wie dem auch sei, die Tiere lieben dich mehr als zuvor! Kann es sein, dass du eher Angst hast, die anderen hier anzutreffen?"

Ich schluckte:"Nein! Die anderen sind bloß... Sie haben es selbst gesehen wie Scott auf mich reagiert hat! Wie soll das ablaufen, wenn wir heute das erste Mal mit den Tropfen anfangen? Dieses Rudel ist nicht dafür bekannt, gut auf irgendeine Art von Eindringlingen auf ihr Territorium zu reagieren!" Er seufzte und ich hörte das Schnurren einer Katze:"Stiles, du bist ein Teil diesed Rudels." Ich konnte nicht mehr an mich halten und lachte:"Deaton, sie scheinen Derek eine Weile nicht mehr besucht zu haben! Ich bin Teil des Rudels wenn Jackson seine Heterosexualität aufgibt! Wenn Allison wieder zum Leben erwacht! Wenn Derek seinen Onkel gesteht, dass er ihn lieb hat!"

Die Tiere schienen jetzt komplett auszurasten:"Stiles, bitte komm wieder runter, die Tiere werden schon ganz unruhig! Ich verstehe dich, also treffen wir uns im verlassenen Warenhaus. Oder hast du Angst, dass Derek dort aufkreuzt?" Ich stöhnte und warf mir meine Jacke über, bevor ich meinen Raum öffnete:"Bitte Deaton, ich versuche gerade so wenig wie nötig über die Möglichkeiten nachzudenken, dass ich Derek irgendwo über den Weg laufe!" Ich startete meinen Jeep und fuhr aus der Einfahrt:"Ich fahre jetzt los, wann können sie ungefähr da sein?" Es raschelte am anderen Ende der Leitung:"Ich bin in ein paar Minuten da." Er legte auf und ich starrte auf den Bildschirm meines Navis, bevor mir die Zeitanzeige ins Auge fiel.

"40 Minuten?! Ach komm schon, wie konnte Deaton da so schnell hinkommen?! Verdammte Druiden..."

*Zeitsprung: 15 Minuten später*

Ich rannte durch den restlichen Teil des Waldes, bevor ich endlich an der verlassenen Metallhütte ankam und mit erstaunen stelle ich fest, dass ich nicht als erstes vor Erschöpfung zusammenbrach. Also hat es doch Vorteile nicht normal zu sein! Als ob das je irgendwer angezweifelt hätte. Deaton stand schon im inneren des Gebäudes und sah mich erstaunt an, als ich zu ihm rannte:"Stiles, schon da? Ich dachte du wohntest weiter entfernt von diesem Teil der Stadt!"

Ich lachte und fuhr mir dabei durch meine Haare:"Jaa, wissen Sie Deaton, es wäre eine 40 Minuten Fahrt gewesen und deshalb habe ich mich dazu entschieden abseits im Wald zu parken und bin den restlichen Weg geflogen. Und gefallen. Größtenteils abgestürzt..." Ich fuhr leicht über meine Oberarme, die mehrere Male mit Stämmen, Ästen und dem Boden kollidiert waren, doch es war noch nicht einmal das leiseste Gefühl Schmerzen zu verspüren. Verwirrt rollte ich meine Ärmel nach oben und suchte meine Haut nach den vertrauten blauen Flecken ab, doch außer den unzähligen Muttermalen war nicht die geringste Spur von Fremdeinwirkungen zu sehen.

"Stiles, alles in Ordnung?", immer noch abgelenkt sah ich auf zu Deaton, bevor ich den Hoodie wieder zurechtrückte:"Ja...", ich räusperte mich, "ich dachte bloß, dass ich in Biologie und vom Leben gelernt hätte, dass selbst wenn ich nur mit dem Auto fahre es blaue Flecken gibt. Also warum ist heute nichts passiert?" Kurz war es still, bevor ich stöhnte und mich auf den Boden fallen ließ:"Sagen Sie nichts, ich weiß die Antwort sowieso schon!" Ich starrte deprimiert an die Metalldecke, als plötzlich Deatons Kopf in meinem Sichtfeld auftauchte:"Stiles, willst du jetzt noch lange hier rumliegen oder können wir mit der Einführung beginnen, ich habe eine Praxis, die auf mich wartet!"

Ich richtete mich auf und Deaton holte die Glasampulle hervor, bevor er mir einen kleinen Becher gab und etwas über die Hälfte mit einer dunklen Flüßigkeit füllte. Misstrauisch beäugte ich das dickflüssige Zeug, als der Druide es mir hinhielt:"Trink." Ich nahm es ihm zögerlich ab und roch daran. Es war geruchlos:"Kriege ich dafür etwas Süßes danach?" Er lächelte kalt und sah mich durchdringend an:"Natürlich Stiles, aber dann impfe ich dich damit!" Sofort setzte ich an und trank das ganze in einem Schluck aus. Als es meinen Rachen herunter ran presste ich die Lippen fest zusammen und sah den Doktor flehend an:"Haben sie wenigstens etwas zum runterspülen?"

Er schüttelte seinen Kopf und deutete mir an aufzustehen:"Nein, sonst würde es zu einer chemischen Reaktion kommen und der eigentliche Grund wäre nicht erfüllt! Nebenwirkungen können übrigens Schwindel, Kopfschmerzen, Verwandlungen der Flügel, starke Gefühlschwankungen, Wachsen von Hörnern, wechselnd der Augenfarbe und Verlust des Sarkasmuses sein!" Ich schwieg für eine Weile, während ich den schmunzelden Tierarzt musterte.

"Wissen Sie, ihre letzte Bemerkung lässt mich vermuten, dass Sie das alles nicht ernst meinten, aber ich kann nicht genau einschätzen, wie weit ihr Verständnis von Ironie geht..." Ich brach ab, als sich ein enormer Druck in meinem Körper ausbreitete und schrie vor Schmerz auf, bevor es plötzlich wieder aufhörte und im nächsten Moment eine Reihe von Geräuschen ertönten. Verwirrt öffnete ich meine Augen und sah das Chaos um mich herum an:"War das...ich?"

Deaton seufzte und schien seine Sachen zusammenzupacken:"Nein Stiles, ein anderer Dämon tauchte plötzlich auf und hat das getan, bevor er wieder verschwunden ist. Wie dem auch sei, du weißt jetzt, wie viel du benutzen musst, also kannst du das von nun auch alleine machen. Die Flüssigkeit wird von nun an keine weiteren Kräfte auslösen, sondern deine Entwicklung beeinflussen. Sieh es wie eine Hormontherapie an. Sollte irgendwann einfach ein Name auf deinem Unterarm auftauchen, sag mir Bescheid!"

Er ging Richtung Ausgang und drehte sich noch einmal um:"Ach ja und Stiles? Pass in der Schule auf, dass niemand davon etwas mitbekommt. Und guck Zuhause mal in den Spiegel." Das letzte Kommentar bereitete mir Sorgen und ich nickte kurz, bevor auch ich das verlassene Gebäude verließ und meine Flügel wieder materialisierte. Vielleicht hatte ich ja langsam den Dreh raus beim fliegen... Wem mache ich eigentlich was vor, ich würde mich auf weitere Bruchlandungen einstellen müssen.

*20 Minuten später*

"EIN WEITERES TATOO?!"

Ich habe gerade mal geguckt, wann ich zuletzt diese Geschichte geupdatet hatte. Ich weiß, ich bin eine furchtbare Person. Eine andere Sache, irgendjemand hier ein Fan von Johnlock? Ich habe mir gestern ein paar Storys davon durchgelesen und ich liebe dieses Ship irgendwie jetzt schon. Und Destiel. Was ich damit sagen will ist, haltet mich auf, oder ich fange an noch mehr Storys wie diese hier zu schreiben!!!

Total Normal (Teen Wolf)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt