Kapitel 8

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Mein Kopf tut weh. Ich liege in meinem Nest und denke nach.
Ich und Geißel...sind Brüder? Woher weiß er das?
Ich gleite langsam in einen Traum.

Ich öffne meine Augen und sehe Rußpelz vor mir stehen. Sie miaut:"Was hast du geträumt?" Ich schaue sie verwirrt an. Da fällt mir ein, das ich mich nicht mehr an ihn erinnern kann. "Ich weiß es nicht mehr.... Aber woher weißt du das ich geträumt habe?" Rußpelz schaut mich belustigt an. "Du hast im Schlaf geredet". Ich frage:"Und was habe ich gesagt?" Die Heilerin Überlegt, dann antwortet sie:"Du hast über Geißel geredet und das er dein Bruder ist."
Ich bin immernoch verwirrt, doch mir kommen langsam die Erinnerungen an den Morgen zurück. Ohne mit den Schnurrhaaren zu zucken hat er mir gesagt, das er mein Bruder ist.
"Ich verstehe das nicht!", jaule ich fast. "Du solltest deine Gedanken ordnen und auf eine Patrouille gehen oder einen Spaziergang machen. Ich weiß genauso wenig über ihn wie du. Aber das er dein Bruder ist, hat mich genauso überrascht", miaut die Heilerin.
Ich nicke und tappe aus meinem Bau, gefolgt von Rußpelz. Anschließend gehe ich zu Graustreif und fage:"Könnte ich eine Grenz-Patrouille anführen?"
Mein Freund antwortet:
"Ich wollte gerade Borkenpelz bitten, eine an der FlussClangrenze anzuführen. Aber wenn du willst, kannst du das ja übernehmen." Ich willige ein und versammle ein paar Krieger um mich. Mit schnellen Schritten verlasse ich das Lager und schlüpfe durch den Ginstertunnel, gefolgt von Borkenpelz, Mausefell, Langschweif und Frostfell.
Wir tappen durch den Wald und eine warme Brise zaust mein Fell.
Als wir am Fluss angekommen sind, laufen wir flussabwärts Richtung Baumgeviert. Ich prüfe die Luft. FlussClan! Alarmierend hebe ich meinen Schwanz, damit die Patrouille stehen bleibt. Mittlerweile haben die Katzen auch den FlussClangeruch bemerkt und spitzen vorsichtig die Ohren. Seit dem Kampf ist der FlussClan aggressiv geworden.
Ein Rascheln zieht unsere Aufmerksamkeit auf die gegenüberliegende Seite des Flusses. Der Krieger Schwarzkralle tritt aus einem Ginsterbusch. Hinter ihm treten Schilfbart mit Moospfote und Feldzahn an das Flussufer. Die Krieger haben uns nicht bemerkt und setzen sich hin, um zu fischen. Dann beginnen Feldzahn und Schwarzkralle sich zu unterhalten. Angestrengt höre ich zu und schnappe ein paar Sätze auf.
"Ich habe vor ein paar Tagen Geißel im Wald des DonnerClans gesehen! Zusammen mit einer Jagtpatrouille". Feldzahn schaut den schwarzen Kater ungläubig an und miaut:"Was? Das geht doch gar nicht! Ich habe seine Leiche gesehen! Hast du vielleicht bloß einen Schüler gesehen?"
Schwarzkralle schüttelt den Kopf. "Diese eisblauen Augen werde ich nicht vergessen!"
Ich kann mich nicht zurückhalten und stürme aus dem Farn.
Laut jaule ich:"Das ist nicht wahr! Geißel ist tot und wird es bleiben! Beim DonnerClan ist er nicht!"
Die FlussClan Katzen gahren herum und schauen mich erschrocken an, springen aber sofort in Angriffsstellung.
"Was hat der DonnerClan vor? Hast du dich etwa mit diesem elenden BlutClan verbündet?" knurrt Feldzahn.
"N-Nein!" stammle ich.
"Falls Geißel lebt und er beim DonnerClan ist... Und ich ihn zu Gesicht bekomme, werde ich ihn umbringen! Er hat dem Wald genug angetan!"
"Geißel ist tot!", knurrt Langschweif, der hinter mich getreten ist. Auch der Rest der Patrouille hat sich zu uns gestellt.
"Ich habe gesehen, wie er seinen letzten Atemzug getan hat und ich kann euch versichern, der lebt nicht mehr!" Dann dreht sich der getigerte Kater um und verschwindet zwischen den Farnwedeln. Wir anderen folgen ihm und lassen  uns am Fuße des Eulenbaums nieder.
"Der FlussClan hat schon einen Verdacht das wir Geißel beherbergen! Feuerstern, wir müssen ihn vertreiben", miaut Frostfell.
Ich schüttle den Kopf. "Wenn der SternenClan ihn wirklich zu uns geschickt hat... Sollte ich vielleicht zum Mondstein reisen?"Es herrscht Stille, dann antwortet Mausefell:"Am besten bleibst du hier. Ohne dich könnte er leicht den DonnerClan hintergehen. Obwohl ich mir einbilde, dass er wirklich nichts böses will". "Wenn du das sagst Mausefell, kann ich es auch glauben. Und ich werde nicht zum Mondstein reisen, das währe wirklich zu riskant falls wir uns doch irren sollten", miaue ich und laufe wieder zurück zum Fluss.
"Wir müssen unsere Patrouille noch beenden. Am besten bevor die Sonne untergeht".
Wir laufen wieder flussaufwärts bis zum Baumgeviert und anschließend zurück zum Lager.
Ich bleibe stehen, als der Geruch von Kaninchen in meinen Nase dringt.
"Ich werde noch ein bisschen Jagen gehen. Geht ihr schon mal ins Lager zurück". Mit einem nicken verschwinden die vier Krieger in richtung Lager.
Ich mache mich auf den Weg, dieses Kaninchen zu finden. Schnell habe ich das fettes Kaninchen auf einer kleinen Lichtung gefunden und lasse mich ins Jagtkauern fallen. Ich schleiche so nah heran wie ich kann, dann springe ich. Das Kaninchen schreckt auf und versucht zu flüchten, doch ich renne ihm schnell hinterher und lasse mich auf dem Rücken des Kaninchens fallen. Ein Quicken ertönt, als ich ihm ins Genick beiße, dann liegt es still am Boden.
Ich hebe die fette Beute auf und gehe ins Lager zurück.
Als ich durch den Ginstertunnel schlüpfe und mein Kaninchen auf den Frischbeutehaufen legen will, bemerke ich den starken Blutgeruch in der Luft und wende mich schnell dem Lagereingang zu. Dort steht Dornenkralle blutgetränkt mit zerzaustem Fell. Der junge Krieger bricht zusammen, doch davor kann er noch schnell jaulen:
"Schnell! Geißel braucht Hilfe!"

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Ich hoffe das neue Kapitel gefällt euch. Feedback, Tipps und Ideen sind herzlich willkommen!

Sry dass so lange nichts kam und das Kapi nicht so lang ist.

Schönen Abend noch falls ihr das jetzt noch lest!

Geißels Rückkehr Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt