Kapitel 5

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Ich möchte dein Vertrauen gewinnen und, mich dem DonnerClan anschließen!"
Die Katzen auf der Lichtung jaulen entsetzt auf. Ich starre Geißel an. Seine einst so eiskalten, blauen Augen, sind nun warm und voller Hoffnung. Was ist mit ihm geschehen? Ich starre ihn vom Hochstein aus an. "Warum willst du dem DonnerClan wirklich beitreten?", frage ich den kleinen Kater. Dieser antwortet:" Ich... Bin dem SternenClan begegnet und... Sie sagten mir, ich sei für anderes bestimmt. Ich solle zu dir gehen, da du es verstehen würdest." Ich überlege. Da er den SternenClan erwähnt hatte, muss ich ihn aufnehmen, wenn es stimmen sollte, was er erzählt!
Aber ich will nicht die Entscheidungen des SternenClans in Frage stellen.
"Nun gut...", beginne ich." Wenn der SternenClan so entschieden hat. Ich gebe dir einen Mond, um dich zu beweisen. Währenddessen wirst du in die Clan-Regeln eingeweiht und musst dich an sie halten. Jeder muss dich wie ein Clanmitglied behandeln. Verletzt du Gesetz der Krieger, wirst du Verbannt. Sind alle damit einverstanden?" Erst ist alles still, doch dann ertönt ein leises, zustimmendes miauen aus ein paar Ecken. Mit einem Schwanzschnippen beende ich die Versammlung und die Katzen verstreuen sich. Ich springen vom Hochstein und laufe zu Geißel, der sitzen geblieben ist. Ich zische ihm zu:" Ich hoffe, das du nichts übles im schulde fühtst!" Der schwarze Kater schüttelt den Kopf, dann kommt Rußpelz angetrottet.
"Geißel, leg dich lieber hin, du brauchst noch Ruhe. Morgen sollte er noch nicht auf Patrouille gehen", fügt sie an mich gewandt zu. Geißel folgt ihr in den Heilerbau, ich trotte zu meinem. Ich winke Graustreif mit einem Schwanzschnippen zu mir und schlüpfe mit ihm durch den Brombeertunnel. Mit unterschlangenen Pfoten beginnt der Graue zu sprechen:"Ich mache mir Sorgen...". " Über Geißel? Mache ich mir auch", antworte ich. "Hast du bemerkt, wie sehr er sich verändert hat?" fügt Graustreif hinzu. Ich nicke. "Glaubst du er sagt die Wahrheit?" Diesmal schüttle ich meine Kopf und miaue:"Ich kann es nur hoffen. Aber was ich gerne wüsste ist, wie er es geschafft hat, meinen Angriff zu überleben. Der SternenClan kann so eine Wunde doch nicht heilen, sie war zu tief! Ich habe gesehen, wie er gestorben ist!"
Wir überlegen noch lange, kommen aber auf kein Ergebnis. Bald verlässt mein
Zweiter-Anführer den Bau. Auch ich stehe auf, putze mich und setzte mich auf den Hochstein. Ich sehe, wie Rußpelz gerade in ihrem Bau verschwinden und springe ihr hinterher. Auf der Lichtung des Heilerbaus sortiert sie gerade ihre Kräuter. "Ist Geißel hier?" frage ich. Ohne aufzusehen antwortet sie mir:"Nein, er ist beim Schmutzplatz". "Und... vertraust du ihm?" Sie schaut mich besorgt an und in ihren Augen ist Trauer zu sehen. "Ich muss ihm vertrauen" flüstert sie. "Warum genau hast du ihn geholfen?" frage ich nach. "Wie schon gesagt, es wäre gegen meine Pflichten als Heilerkatze und ich konnte ihn doch nicht vor meinen Pfoten sterben sehen" antwortet sie mir. Ich legen meinen Schwanz um ihre Schulter und miaue:"Wenn du ihm vertraust, kann ich das auch. Ich werde mich..." ich werde von einem gähnen unterbrochen. "Du bist jetzt heute schon so früh auf den Beinen und hast viele Patrouillen angeführt. Ich denke, du solltest dich hinlegen und schlafen", rät mir Rußpelz. "Und vielleicht solltest du auch etwas fressen. Ich höre dein Magenknurren". Ich senke den Kopf, verabschiede mich und gehe aus dem Heilerbau.
Vom Frischbeutehaufen nehme ich mir ein Eichhörnchen und verzehre es in meine Bau. Dann mache ich es mir in meinem Nest gemütlich und schlafe auch kurz darauf ein.

Durchdringender Fuchsgestank lässt mich aus meinen Schlaf erwachen. Langsam stehe ich auf und trete aus meinem Bau. Drei drahtige, schlanke Gestalten kommen durch den Eingang in die Schlucht geschlichen. Bewacht den heute keiner unser Lager? Hat Graustreif sich vertan? Ist jetzt auch egal!
Die glühend roten Pelze wagen sich immer weiter in das Lager.
"Füchse!" jaule ich. Die Krieger stürmen aus ihrem Bau und stürzen sich sofort auf die Eindringlinge. Auch ich springe hinunter und stürze mich auf den Rücken eines Fuchses. Dieser versucht mich abzuschütteln, doch Dornenkralle beißt ihm in einen seiner Hinterläufe, sodass er aufjault. Der Fuchs bäumt sich auf und ich verliere den halt. Als ich auf dem Boden aufkomme, presst dich meine ganze Luft aus meiner Lunge. Brombeerpfote zieht ihm mit den Krallen über die Schnauze, als der Fuchs sich umdreht und sich auf mich stürzen will. Blut befleckt den Boden der Lichtung und Kampfgeschrei erfüllt die Stille der Nacht. Der Fuchs stürzt sich auf den kleine Schüler und packt ihn am Genick. Der Kater wird hin und her geschüttelt, bis er durch Goldblüte unterbrochen wird, die dem Fuchs mit ihrem Kopf und aller Kraft in die Seite stößt.
Als ein schriller Schrei durch die Lichtung hallt, drehe ich mich um. Schockiert starre ich auf die Kinderstube, wo ein vierter Fuchs seinen massigen Kopf hineinsteckt. Ängstliches und kläglichen mauzen dringt heraus und erneut ertönt ein schriller Schrei.
Entsetzt jault Sandsturm auf.
"Nein!"

Geißels Rückkehr Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt