Viktor Pov.
Ich suchte gerade nach neuer Musik für meine Kür, als mir ein Video angezeigt wurde, was mich neugierig machte.
Evgenia Ziganshina Freestyle Skating?
Ich klickte es an und wartete, bis das Video geladen war. Das Video hatte schon 1,5 Millionen Aufrufe und eine Millionen Daumen nach oben.
Als das Video anfing schaute ich es mir ganz genau an, um zu erkennen ob es wirklich Evgenia war.
Und tatsächlich: sie war es. Ich hatte sie noch nie so laufen sehen. Sie fuhr ganz anderes als sonst. Sie sah so frei aus und glücklich, nicht gezwungen zum Eislaufen. Sie tanzte sehr sauber und stand alle Sprünge.
Als nächstes machte sie sich bereit einen Salchow zu springen. Ich schaute wie gebannt auf sie und wartete, bis sprang. Ich riss meine Augen auf und schaute perplex auf den Bildschirm.
Das kann nicht sein..... Das hat noch niemand geschafft!
Ich stoppte das Video und spulte zurück, um mir den Sprung nochmal anzusehen. Immer und immer wieder schaute ich es mir an.
In ihr steckte doch mehr als alle geglaubt hatten...
Ich musste etwas lächeln und schaute mir das Video bis zum Ende an. Dann schaute ich auf die Uhr und sah, dass es schon spät war und ich noch etwas schlafen wollte, damit ich für das morgige Training fit sein würde.Evgenia Pov.
Mein Wecker klingelte wie immer um 6:30 Uhr und holte mich aus meinen Träumen. Verschlafen stand ich auf und gähnte einmal herzhaft. Dann machte ich mich bereit für die Schule und zog meine Schuluniform an.
Ich ging auf die bekanntest Schule hier in Moskau.
Ich mochte meine Schule wirklich gerne und hatte auch gute Freunde dort, aber es gab auch genug eingebildete Zicken, die mir das Leben schwer machten.
Ich betrachtete mich noch einmal im Spiegel und ging dann runter in die Küche, um das Frühstück vorzubereiten.
Dort angekommen holte ich schonmal die Butter aus dem Kühlschrank, damit sie weicher wird und zog mir dann Schuhe und Jacke an. Auf dem Weg zum Becker schauten mich einige Leute komisch an, was mich aber nicht weiter störte. Als ich dem Becker sagen wollte, welche Brötchen ich haben wollte, kam er mir zuvor.
„Bist du nicht Evgenia Ziganshina?"
Etwas verwirrt schaute ich ihn an antwortete dann aber freundlich mit einem 'Ja'.
„Dürfte ich ein Autogramm für meine Tochter bekommen? Du bist sowas wie ein Vorbild für sie."
Verdutzt schaute ich ihn an.
„J-ja klar!" Ich grinste etwas überfordert und gab ihm dann ein Autogramm auf ein weißes Blatt, das er mir kurz davor gab.
Nachdem ich ich die Brötchen gekauft habe und wieder zu Hause war, bereitete ich das Frühstück vor und weckte meine Brüder. Meine Mutter schlief noch, da sie gestern noch für jemanden in eine Nachtschicht einspringen musste und bis früh in den Morgen arbeiten musste. Als wir alle fertig mit Frühstücken waren, war es Zeit meine Brüder in die Schule zu bringen. Also zogen wir uns an und gingen los. Irgendwann fragte Ivan neugierig: „ Warum schauen uns die Leute so komisch an Genia?"
Ich schaute mich etwas um und tatsächlich schauten mich die Leute wie heute morgen immer noch so an.
„Weiß nicht.", antwortete ich und zuckte mit den Schultern.
Als ich meine Brüder zur Schule gebracht hatte ging ich noch zu einem Kiosk, der neben unserer Schule war und kaufte mir einen Kaffee und eine Tafel Schokolade. Ich hatte noch eine halbe Stunde, bevor die Schule los ging also entschloss ich mich, in Ruhe fertig zu trinken und essen und dann in dieses Schlangenhaus zu gehen. Ich seufzte innerlich und hatte jetzt schon keine Lust mehr auf Schule.
In der Schule war ich durchschnittlich. Das hieß ich war nicht eine der Besten, aber auch nicht eine der Schlechtesten. Meine Noten schwankten zwischen 2, 3 und 4, aber damit war ich vollkommend zufrieden, da ich wahrscheinlich nach meiner tollen Eiskunstlaufkarriere als Trainerin weitermachen würde.
Langsam machte ich mich auf den Weg zu meiner Schule und schmiss noch schnell meinen Kaffeebecher weg. Dort angekommen ging ich durch das Tor, welches auf den Schulhof führte in Richtung Gebäudeeingang.
Gott sei mit mir...
Ich öffnete die Tür und ging die Treppen hoch, während ich auf den Boden sah, da ich nicht in die Gesichter meiner Mitschüler schauen wollte. Ich würde wahrscheinlich noch Augenkrebs von den ganzen überschminkten Mädchen bekommen. Ich ging weiter den Flur entlang und merkte plötzlich, dass alles still wurde. Verwirrt schaute ich mich etwas um und sah, dass mich jeder ansah und tuschelte. Einige mit Begeisterung andere mit Hass und Neid.
Okay..... Wie soll ich denn das jetzt verstehen? Bin ich über Nacht berühmt geworden?
Ich lief einfach weiter, ohne auf die anderen zu achten, bis ich vor meinem Klassensaal ankam. Dort kam meine andere beste Freundin auf mich zugesprungen und begrüßte mich.
„Hi Genia!"
„Hi Sash.", sagte ich und gähnte etwas, da ich irgendwie müde geworden war.
„Wie war der Wettbewerb?", fragte Sasha begeistert.
„Naja.... also die beste war ich nicht...", witzelte ich etwas.
„Ich hab mir alles angesehen! Und du warst soooo toll!", platzte es plötzlich aus ihr heraus.
„Schleim nicht.", sagte ich belustigt.
„Ich sag nur die Wahrheit."
Dann musste es wohl stimmen. Als ich Sasha kennenlernte, war sie ziemlich verschlossen aber auch sehr direkt, was vielen nicht passte und weswegen sie keine Freunde hatte. Sie erzählte keine Lügen und sagte immer was sie dachte. Aber ich fand sie interessant, weswegen ich immer und immer wieder versuchte, sie als meine Freundin zu gewinnen. Und siehe da: mit der Zeit öffnete sie sich mir gegenüber und wir wurden gute Freunde.
Sie blühte regelrecht auf, was mich irgendwie für sie freute, da sie jetzt mit allen aus meiner Klasse gut klar kam.
Das Reingehen der Schüler holte mich aus meinen Gedanken und ich ging auch in die Klasse. Wir hatten die ersten beiden Stunden Geschichte.
Wenigstens ein Fach, das ich mag....
Auf dem Weg zu meinem Platz ging ich an der, wie ich sie nannte "Ober-Zicke" Nina Obrastova vorbei, die mich nur hasserfüllt anschaute.
Was habe ich den jetzt schon wieder verbrochen?
An meinem Platz angekommen, setzte ich mich hin und der Unterricht fing an.
Der Schultag ging recht schnell um, aber eine Sache störte mich. Warum schauten mich alle immer noch so komisch an? Ich hatte mir vorgenommen, jemanden nach dem Unterricht zu fragen und wie auf Knopfdruck klingelte es. Ich ging in den Flur und sah eine kleine Gruppe Mädchen, die jünger als ich waren, tuschelnd immer wieder zu mir rüber sehen. Ich ging auf sie zu und sie wurden augenblicklich still.
„Dürfte ich fragen, warum ihr über mich redet?", fragte ich mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht, da ich sie ja nicht vertreiben wollte. Ein Mädchen trat etwas vor und antwortete dann schüchtern:
„A-also wir reden über dich wegen dem Video.... weißt du?"
„Welches Video?", fragte ich vorsichtig.
Welches Video ?!?!
„Das, in dem du den fünffachen Salchow springst..."
„Bitte was ?!?!" Ich erstarrte perplex vor den Mädchen und rannte nach gefühlter Ewigkeit plötzlich weg. Die Mädchen schauten mir noch fragend hinterher, aber das interessierte mich nicht mehr.
Oh nein, das konnte nicht wahr sein! Das durfte nicht wahr sein....
Ich rannte einfach aus der Schule direkt nach Hause. Als ich nach 10 Minuten angekommen war, zog ich schnell meine Jacke und meine Schuhe aus und ging in mein Zimmer. Ich nahm mein Handy in die Hand und fror ein.
Was zum?!?!?!
Ich hatte alleine schon 3000 Nachrichten auf Instagram und 6000 neue Follower. Auf Facebook war es noch schlimmer.
„W-wie konnte das passieren ?!?!" Ich stand wie angewurzelt in meinem Zimmer und konnte kein Ton mehr sagen.....
Das war Dashas Werk. Ganz sicher..... wie konnte sie nur?! Sie hat es doch versprochen.
Ich schaltete mein Handy komplett aus und ging geschockt runter in die Küche, um mir Essen zu machen.Viktor Pov.
Als ich in der Eishalle ankam, war irgendwas anders. Alle unterhielten sich und ich hörte den Namen Evgenia oft fallen, was in mir ein leichtes Lächeln auslöste. Ich zog gerade meine Schlittschuhe an, als Yakov auf mich zu kam.
„Vitja! Kannst du mir sagen, was heute hier los ist?!? Alle sprechen von irgendeiner Evgenia. Wer ist das und was ist an diesem Mädchen so besonders?", fragte er grimmig. Ich lachte etwas und holte dann mein Handy aus meiner Tasche. Ich öffnete das Video und spielte es ab. Yakov schaute wie gebannt auf den Bildschirm und war die ganze Zeit still.
Mal was neues, dass er nichts bemängelte...
Als der fünffache Salchow kam, schaute er erstmal eine Ewigkeit auf den Bildschirm und schaute mich dann ungläubig an.
„Wir brauchen dieses Mädchen!", waren seine letzten Worte, bevor er in seinem Büro verschwand.Hey Leute :)
Sorry das es so lange gedauert hat ein neues Kapitel hochzuladen aber ich hatte die letzten Tage viel zu tun:)
Einen großen Dank an LastScoutingLegion die meine Fehler korrigiert und mich berät :)
Schaut doch mal bei ihr vorbei denn sie hat zurzeit eine Yurio x Oc FF , die richtig niedlich ist :D
• ginichi •
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Lubov na I'du
Fanfiction~Textausschnitt~ „Ich hörte wie die Musik stoppt und nahm meine Endpose ein. Ich atmete unregelmäßig und war froh das es endlich vorbei war." Was aus ein paar Blicken entstehen kann...