Evgenia Pov.
Ich schaute auf die Uhr und sah das es erst 9:13 Uhr war.
Das heißt noch endlose zweieinhalb Stunden fahrt.
Warum müssen Wettbewerbe immer so weit weg sein?
Ich schaute aus dem Fenster und sah nichts als schneeweiße Felder.
Das hatte schon irgendwas an sich.
Nachdem ich weitere zehn Minuten aus dem Fenster starrte, nahm ich mein Handy und gab meine Pin ein.
Dann ging ich auf Instagram, um zu schauen ob es was neues gibt.
Ich scrollte immer weiter runter und likte das ein oder andere Bild, bis ich auf einmal eine Benachrichtigung bekam, dass ich einen neuen Follower habe.
Ich schaute nach und sah den Namen:
viktor_niki
Viktor also...
Ich ging auf seine Seite und schaute mir ein paar Bilder an.Gibt es ein Foto, wo er nicht gut aussieht ?!?! Aber wenn ich jetzt überall auf „gefällt-mir" klicke denkt er vielleicht ich sei ein Stalker...
Ich musste bei dem Gedanken etwas grinsen und drückte dann auf den Follow Button.
Warum bin ich ihm eigentlich nicht schon früher gefolgt?
Naja egal.Ich legte das Handy zurück in meine Tasche und lehnte mich ans Fenster.
Ich dachte über die letzen Tag nach und was alles passiert ist.
Das waren spannende vier Tage.
Dann kam mir meine Familie in den Sinn.
Ich hatte sie wirklich vermisst.
Auf Wettbewerben vermisste ich sie oft und freute mich dann immer, wenn ich nach Hause kam und sie endlich wieder sah.
In Gedanken an meine Familie versunken, merkte ich nicht, wie meine Trainerin sich neben mich setzte und mich mit ihren Blicken durchbohrte.
Als ich dann zur Seite schaute, erschrak ich mich noch mehr, als wenn Viktor sich wieder mal anschlich.„Seit wann sitzt du hier?", fragte ich etwas geschockt. „Du hast mich total erschrocken!"
„Hehe... Ich sitze hier schon 'ne halbe Ewigkeit und warte darauf, dass du reagierst", sagte sie belustigt.
„O-okay... was gibt's?"
„Naja, ich wollte dich mal was fragen..."
„Und das wäre?"
„Ich hab dich vorhin mit Viktor Nikiforov gesehen, wie ihr euch unterhalten habt und wollte wissen, woher ihr euch kennt. Weil, ich meine: Es ist Viktor Nikiforov!", sagte sie neugierig.
„ Achso..." Ich grinste etwas verlegen und antwortete dann: „Also das war so..."
Ich erzählte ihr die ganze Geschichte, natürlich ohne das tausend Mal rot werden und ohne das ganze Gestottere von mir, bis der Wagen anhielt und ich sah, dass wir in Moskau waren.
Meine Augen weiteten sich, als der Bus vor unserem Haus stehen blieb.
Ich spürte schon die Freude, meine Familie wieder zu sehen und nahm schnell mein Gepäck.
„Na dann bis Montag, Genia.", sagte meine Trainerin und lächelte mir nach.
„Bis Montag, Ana", verabschiedete ich mich noch schnell und rannte aus dem kleinen Bus hinaus in die Kälte.
Brrrrrr... S-s-o k-kalt...
Ich verzog mein Gesicht, ging schnell an den Eingang meines Hauses und klingelte.
Ich hörte, wie der Bus weg fuhr und winkte Ana nochmal, bevor sich die Tür öffnete und meine Mutter mich in den Arm nahm.„Hallo Schatz. Wie geht es dir ?"
„Gut und dir? Hab ich was verpasst ?"
„Mir geht es auch ganz gut und nein du hast nichts verpasst. Aber jetzt komm rein sonst wirst du noch krank."Somit trat ich in das mir bekannte Haus ein und roch den Geruch meines Lieblingsessens.
Ich grinste meine Mutter an und ging mir schnell die Hände waschen.
Als ich in die Küche kam, saß meine ganze Familie am Tisch.
Meine Mama, mein Papa, meine zwei kleinen Brüder Ivan und Dimitri, meine Tante und meine Oma.
Ich hätte in diesem Moment nicht glücklicher sein können und umarmte jeden einzeln.
„Und ihr zwei habt kein Ärger gemacht?", fragte ich meine Brüder streng.
Diese nickten nur brav und gaben mir einen Kuss.
Ich hatte die zwei wirklich lieb und würde sie immer beschützen, egal was kommt.
Als wir uns alle etwas beruhigt hatten, gab meine Mutter jedem ein Teller voll Pilmenie, ein russisches Gericht aus Teig und Fleisch, und wir fingen an zu essen.
Während des Essens erzählte ich viele Sachen, wie zum Beispiel, dass ich Viktor kennengelernt habe und noch andere Dinge.
Nach dem Essen half ich meiner Mutter noch beim Abspülen und ging dann in mein Zimmer.
Dort angekommen warf ich mich erschöpft in mein Bett und kuschelte mich in die Bettdecke.
Ich schaute mich in meinem Zimmer um und betrachtete alle Poster von berühmten Eiskunstläuferinnen.
Meine Lieblingsläuferin war Yulia Lipnitskaya, aber leider hat sie aufgehört.
Sie war wirklich talentiert.
Ich hatte auch noch Poster von Evgenia Medvedeva hängen und noch ein paar andere. Da fiel mir etwas ein.Ich könnte Viktor ja mal schreiben, ob er schon angekommen ist.
Das ist eine gute Idee.
Ich schnappte mir mein Handy und ging auf WhatsApp.
Dann öffnete ich den Chat mit Viktor und schrieb:„Hi Viktor :) schon in Sankt Petersburg?"
Keine drei Minuten vergingen und ich bekam eine Antwort von ihm.„Ja, schon vor ner guten Stunde angekommen :) Und du?"
„Ich bin auch schon da :D War 'ne ziemlich öde Fahrt durch die Pampa"
„XD Wo trainierst du eigentlich?"
„In der Eiskunstlauf Halle im Zentrum. Kennst du die?"
„Da sind immer die Wettbewerbe, richtig?"
„Ja, genau"
„Die Halle ist echt groß. Ich liebe es dort zu laufen"
„Ja. Es ist leider ziemlich viel los da an normalen Tagen..."
„Bei uns ist es nicht besser T-T"
Ich musste etwas kichern und schrieb dann weiter.
„Wer trainiert eigentlich alles in Sankt Petersburg?"
„ Also: Yuri Plisetky, Georgi Popovich, Yuri Katsuki und ich. Wobei Otabek Altin auch bald nach hierher kommt."
„Das sind ziemlich viele..."
„Hat sich eben angehäuft ;)"
Ich schaute auf die Uhr und sah, dass es schon spät war und ich meinen Koffer noch auspacken wollte.
„Hey Viktor, ich muss off. Wollte noch meine Sachen einräumen. Schreib dir später wieder :)"
„Okay bis dann :)"
Ich machte mein Handy aus und legte es weg.
Dann fing ich an, meinen Koffer auszupacken und war nach circa einer Stunde fertig, weil ich nebenbei mein Zimmer noch etwas aufgeräumt habe.Als ich dann gegen 19 Uhr runter kam, schauten meine Familie und ich noch einen Film.
Der Abend verging ziemlich schnell, und da ich wegen der Fahrt noch müde war, ging ich früh ins Bett und schlief schnell ein.Hi Leute .
Heute ein langes Kapitel :)
Ich hoffe es hat euch wie immer gefallen.
• ginichi •
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Lubov na I'du
Fanfiction~Textausschnitt~ „Ich hörte wie die Musik stoppt und nahm meine Endpose ein. Ich atmete unregelmäßig und war froh das es endlich vorbei war." Was aus ein paar Blicken entstehen kann...