Amira.
Du bist, wie du bist, weil du dich schützt.
Vor allem, was dich verletzt hat,
verletzen tut
und verletzen wird.
Du hast Angst, denn sie haben dir wehgetan.
Sie haben dich verletzt,
auseinander genommen,
gebrochen und zerstört.
Ganz und gar, bis auf diesen letzten Funke.
Dieser letzte warme Funke Hoffnung.Doch aus Funken wird Glut,
aus Glut wird Asche,
aus Asche wird Stein.
Sie haben dich zerstört bis auf diesen letzten kalten Stein.
Und dieser Stein hat sich vermehrt.
Er ist zu einem Schild geworden,
zu einer Mauer gewachsen.
Und so wirst du nun ringsum geschützt.Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht.
Eigentlich ist es doch gut, wenn einem nichts mehr wehtun kann.
Wenn einen nichts mehr verletzen,
auseinander nehmen,
brechen und zerstören kann.
Aber ich werde das Gefühl nicht los,
dass du das nie wolltest.
Was rede ich da?
Natürlich wolltest du das nicht.
Du wolltest immer nur etwas Zuneigung.
Du wolltest immer nur akzeptiert werden.
Du wolltest immer nur,
dass dieser letzte kleine Funke Hoffnung,
wieder zu dem lodernden Feuer wird,
das er sein könnte.Amira.

DU LIEST GERADE
Regenschriften
Poetry„Zukunft wird nicht "für uns", sondern "von uns" geschrieben." Dieses Zitat hat mich erst zum Schreiben bewegt. Ich weiß nichtmal von wem genau es stammt aber das spielt wohl auch keine Rolle. Es ist recht einfach und doch steckt so viel dahinter. ...