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Kapitel 6 - Sorgen und Vorfreude

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Nathaniel

Ich wache von meinem Störenfried, der sich Wecker nennt auf. Ich fahre mir durchs Haar, das vom Schlaf immer zerzaust ist, bevor ich aufstehe und mit Boxershorts bekleidet in meine Küche gehe. In meiner Küche, größtenteils aus dunklem Marmor bestehend, bereite ich mir erstmal einen Kaffee zu. Solange er durchläuft, checke ich meine Nachrichten auf dem Handy. Sofort sticht mir ihre Nachricht als Erstes ins Auge.

Sam: Komm in der Mittagspause in mein Büro.

Die Nachricht ist schlicht und klingt bestimmend, aber genau das macht mich unglaublich scharf. Sam ist eindeutig eine Frau die weiß, was sie will. Es ist heiß, sie dabei zu beobachten, wenn sie ihren Befehlston rausholt und alles versucht unter Kontrolle zu halten. Aber ich würde nur zu gerne sehen und vor allem spüren wie sie ihre Kontrolle verliert, und zwar durch mich! Wenn ich sie heute Abend endlich für mich habe!

Nate: Mit dem größten Vergnügen ;)

Als ich sie gestern anrief, war ich nicht nur unfassbar geil und hätte mir fast einen runtergeholt, als sie ins Telefon stöhnte und meinte, sie sitze in der Badewanne. Ich war noch ziemlich erstaunt darüber, dass sie es sofort will.

Als ich meinen Kaffee fertig getrunken habe, gehe ich ins Bad und dusche kalt um meinen Körper etwas runter zu bekommen, vor allem den Freund da unten. Danach gehe ich in meinen begehbaren Kleiderschrank, ziehe mir frische Boxershorts an und streife mir eine Hose und ein weißes Hemd über. Ich knöpfe es zu und ziehe dann das Jackett über. Fertig gerichtet mache ich mich auch schon auf den Weg in die Firma.

***

Bevor ich mein Büro erreiche, das mir für die Monate zu Verfügung steht, fängt mich Mr. Johnson, Samanthas Vater davor auf.

„Mr. Dewey?" Ich blicke ihn fragend an. Seine Augen die Sams so ähnlich, blicken mich ein wenig nervös entgegen.

„Ja, Sir?"

„Ach, bitte nennen Sie mich Oliver. Ich möchte gerne mit Ihnen etwas besprechen." Es klingt nicht wirklich ernst, aber in seinem Unterton schwingt etwas mit, was ich nicht genau zuordnen kann. Kurz kommt in mir der Gedanke auf, dass er vielleicht etwas weiß oder ahnt.

„Natürlich. Sollen wir in mein Büro?", frage ich. Er nickt zustimmend.

„Es ist jetzt nichts Geschäftliches, sondern etwas Privates. Ich weiß, das erscheint jetzt etwas merkwürdig, aber ich brauche einen, na ja... männlichen Rat", sagt er, als wir in mein Büro eintreten. Ich werde ein wenig ruhiger, als ich merke, dass er nicht von dem sprechen wird, was ich vermutet habe.

„Ich höre Ihnen zu", versichere ich ihm und lächele ihn freundlich an.

„Danke, Nathaniel..."

***

Samantha

Was habe ich nur getan?

Das war der erste Gedanke, als ich nach einer schlaflosen Nacht aufwache. Heute werde ich mit Nathaniel Dewey schlafen! O Gott, das hört sie wie ein Termin an, den man schon seit Wochen plant. Tief durchatmen, Sam! Ich versuche, nicht mehr zu sehr darüber nachzudenken, indem ich mich für die Arbeit fertig machen.

Ich hole meine schönste Unterwäsche, die ich besitze, raus. Sie besteht aus einem schwarzen, mit Spitze verziertem BH, der meine Brüste schön zur Geltung bringt und dem dazu passenden Slip. Darüber trage ich ein dunkelblaues Kleid, das, wie ich finde, meine Kurven ganz gut hervorhebt. Meine Haare lasse ich offen und mein Make–Up ist wie immer sehr schlicht gehalten. Schwarze Pumps machen mein Outfit komplett.

Secret DesireGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt