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Kapitel 2 - Die Führung

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Samantha

Das erste, was ich von Nathaniel Dewey erfahre ist, dass er schon in einige Firmen investiert hat und somit eine Menge Geld verdient. Mit seinen erst Achtundzwanzig – gerade mal zwei Jahre älter als ich – ist das eine ziemliche Leistung. Außerdem ist er unglaublich klug und charmant. Eine gefährliche Mischung, meiner Meinung nach. Vor allem, wenn man noch sein gutes Aussehen dazu zählt. Er ist eine wahrhafte Augenweide. Seine Bewegungen sprechen puren Sex aus. Und ich muss mich schwer zusammenreißen, ihn nicht die ganze Zeit wie eine Besessene anzustarren.

Aber mir entgehen natürlich auch nicht seine Blicke, die er mir immer mal wieder zuwirft. Sie wandern meistens über meine Beine und wenn ich mir durch meine Haare streiche, wegen einer blöden Angewohnheit, wenn ich nervös bin, folgt auch er auch dieser Bewegung.

Ja, richtig gehört. Dieser Mann macht mich tatsächlich nervös. Obwohl ich mich nicht sehr aus dem Konzept bringen lasse und eigentlich in schweren Situationen einen kühlen Kopf bewahren kann. Doch all das trifft nicht bei Nathaniel zu. Sobald er in meiner Nähe ist, spielt mein Körper sowie mein Kopf verrückt. Und das ist gar nicht gut!

Nathaniel Dewey sprüht all das aus, was eine Frau begehrt. Er ist mehr als gutaussehend, sexy, charmant, sympathisch ... und diese Liste könnte ich unendlich so weiterführen, wenn ich diesen Mann beschreiben müsste.

Als wir zum Bereich der Mitarbeiter kommen richten sich unzähligen Blicke auf uns – oder eher gesagt, auf Nathaniel. Die Frauen sehen ihn an, als würden sie ihn mit ihren Blicken verschlingen wollen. Die Männer dagegen betrachten ihn eher kritisch. „Das ist die Abteilung der Immobilienmakler", erkläre ich Nathaniel, der seinen Blick einmal durch den Raum schweifen lässt. Ich wende mich zu den Angestellten und unterbreche sie kurz bei ihrer Arbeit. „Meine Damen und Herren, darf ich Ihnen Mr. Nathaniel Dewey vorstellen? Unser neuer Investor."

Alle nuscheln eine Art Hallo und Nathaniel winkt einmal durch den Raum. Dabei beobachte ich seine starken Hände. Sie sind groß, schlank, kräftig und sehen sehr gepflegt aus. Unwillkürlich stelle ich mir vor, wie sie sich wohl auf meiner Haut anfühlen würden oder wenn er mit seinen Fingern in mich eindringen würde... Oh Gott, was denke ich da bloß? Ich muss meine Libido dringend in den Griff kriegen!

Ich blicke wieder in seine Augen und muss bei diesen schönen, blauen Augen heftig schlucken. Er bringt mich total aus dem Konzept! Er erwidert meinen Blick und seine Lippen bilden sich zu einem schelmischen Grinsen. Er weiß sehr wohl, was für eine Wirkung er auf andere hat.

„Ähm ... Gut ... Dann gehen wir mal weiter, Mr. Dewey", stottere ich. Gott, jetzt bringe ich nicht mal anständige Sätze heraus.

„Ich folgen Ihnen, Miss Johnson", sagt er wissend, als würde er genau spüren, dass er mich durcheinander bringt. Ich zeige Nathaniel die wichtigsten Abteilungen und führe ihn am Ende zu seinem eigenen Büro, das sich natürlich in meiner Etage befindet. Das Universum hat sich wohl gegen mich verschworen.

Ich öffne die Tür und ein großes Zimmer erstreckt sich vor uns. Die Fensterfront bietet fast den gleichen Ausblick, wie auch aus meinem Büro. Alle Möbel, die sich hier befinden glänzen in einem tiefen Schwarz. Sonst ist der Raum vollkommen leer. „Sie können sich gerne einrichten", erkläre ich und drehe mich zu ihm um. Sein Blick haftet auf mir. Er geht zur Tür und ich frage mich sofort, was er vorhat. Als er sie mit einem leisen Klicken schließt, fängt mein Herz schneller an zu schlagen. Was hat er jetzt vor?

Langsam, als sei ich seine Beute und er das Raubtier, kommt er auf mich zu und bleibt nur wenige Zentimeter vor mir stehen. „Wie gerne würde ich Sie jetzt Küssen", raunt er plötzlich. Seine blauen Augen verdunkeln sich. Ich schlucke heftig, überwältigt von seinen Worten.

Secret DesireGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt