Kapitel 3

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Caroline saß innerhalb zwei Sekunden neben mir im Auto und steckte den Autoschlüssel ins Zündloch. Als der Motor aufheulte zuckte ich kurz zusammen.

»Alles in Ordnung?« fragte Caroline.

Ich nickte kurz und erklärte ihr, dass ich zwar schon von Autos gehört hatte, aber noch nie in einem gewesen war.

»Oh.« sagte sie und drückte aufs Gaspedal.

Wir fuhren ungefähr eine Stunde, bis wir auf einem Barparkplatz anhielten.

»Du hast doch sicher noch ein bisschen Zeit, oder?« fragte Caroline entschuldigend.

»Ja, warum nicht.« antwortete ich und ihre Augen fingen an zu strahlen. Vor dem Eingang der Bar blieb ich stehen und las das, was auf dem Schild darüber stand. »Mystic Grill«.

- Na das passt ja perfekt! - dachte ich und folgte Caroline ins Innere. Sobald wir an der Theke standen, kam ein großer, junger Mann mit blonden Haaren und blauen Augen auf uns zu. Er küsste Caroline und umarmte sie.

„Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr!" sagte der blonde.

Caroline wand sich wieder zu mir und deutete auf den jungen Mann, der sie gerade geküsst hatte.

„Das ist mein Freund Matt" sagte sie und drehte sich zu Matt um, und deutete auf mich, „und das ist Hyper. Hab sie in Georgia aufgegabelt."

„Hi." sagte Matt und hielt mir die Hand hin. Ich schüttelte sie freundlich und erwiderte sein Lächeln. „Hallo."

„Hey, ich geb ne Runde aus. Was wollt ihr trinken?" fragte Matt, während er hinter die Theke ging, um zwei Gläser hervorzuholen.

„Ein Wodka Tonic ohne Tonic, bitte." sagte Caroline mit ihrem zuckersüßen Lächeln. Sie wurde bedient und Matt sah mich an. „Ähm, ein Wasser, bitte." sagte ich schnell. Auch ich bekam mein Glas und trank es in einem Zug halb leer.

„Könnten wir bitte bezahlen!" rief jemand am Ende des Bargebäudes und Matt entschuldigte sich für einen Moment.

Sobald er weg war, rutschte mir auch schon die eine Frage raus, die mir schon eine ganze Weile auf der Zunge gebrannt hatte.

„Weiß er, was du bist?" fragte ich, aber Caroline schüttelte den Kopf. „Und er soll es auch nie erfahren." fügte sie hinzu.

Nach ein paar Herzschlägen kam ihre erste Frage.

„Also, was willst du hier in Mystic Falls? Eine Sightseeing Tour?" sprudelte es aus ihr heraus und lachte kurz.

„Nein, ich...hab eine schwierige Zeit hinter mir...aber...ich...ich suche meine echten Eltern. Hier..." stotterte ich und wühlte in meinem Rucksack herum, um die Karteimappe herauszuholen. Nach kurzem Suchen fand ich sie und hielt sie Caroline hin. Ich wusste, dass die Informationen eigentlich privat waren, aber obwohl wir uns erst seit zwei Stunden kannten, war sie schon wie eine Freundin für mich. Und mein Bauchgefühl sagte mir immer noch, ich konnte ihr vertrauen.

Sie las in Flüsterton vor, wahrscheinlich für sich.

„Geburtsdatum...Geburtsort...Eltern.....oh, whow!!"

Plötzlich machte sie große Augen und fing an zu stottern, als müsse sie sich erstmal von einem schock erholen.

„Das ist...unmöglich! Bist...bist du dir sicher, dass der Name stimmt?!" fragte sie erstaunt.

„Moment. Kennst du diese Person?" fragte ich zurück.

„...Sagen wir's so......ja." sagte sie und sah mich dabei mit einer hochgezogenen Augenbraue an, wobei sie ein wenig gequält aussah. Ich starrte ihr immer noch fassungslos entgegen, bis sie sagte: „Naja...sie und ein paar Freunde von mir...wohnen im gleichen Haus."

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