Im Restaurant 'Giovannis Pasta'
Ich hing meine Jacke über die Stuhllehne und nahm gegenüber von Jason Platz. "Und weißt du schon was du bestellst?" er schaute mich fragend an. "Hmmm... also wenn ich Spaghetti nehme bin ich ja eigentlich immer auf der sicheren Seite. Aber ich hab noch nie die Lasagne hier probiert, deshalb nehme ich glaub ich die."
Und wie gerufen kam der Kellner schon an den Tisch geschnellt. "Was darf es sein?" fragte er und zog ein ernstes Gesicht. "Für meine Cousine bitte eine Lasagne und für mich die Pizza Hawaii, dazu 2 Cola." antwortete Jason. Bevor ich meine Karte überhaupt geschlossen hatte,wurde sie mir gleich wieder aus der hand gerissen und der Kellner machte sich auf den Weg zu einem anderen Tisch.
"Also erzähl mal ein bisschn von dem Praktikum Jason" bat ich Jason.
"Gut, gut, also in LA ist es einfach umwerfend. Es ist die Stadt meiner Träume und ich will unbedingt wieder zurück kehren wenn ich die Chance dazu bekomme. Meine Agentur ist aber um ehrlich zu sein knall hart, wer nichts taugt wird sofort wieder aussortiert. Doch mich mich haben sie behalten..."
Er grinste breit und man sah seine kleinen Grübchen.
Ich holte grade zu einer Antwort aus, da lenkte etwas anderes die Aufmerksamkeit aller Gäste in diesem Raum auf sich. Giovanni (der Restaurantbesitzer) höchstpersönlich, kam wut entbrannt aus der Küche und laberte irgendwas auf italienisch, aber es klang nicht gerade nett. Sein Kopf war schon ganz rot angelaufen und er rempelte gegen eine ahnungslose Kellnerin, die daraufhin eine volle Flasche Wein auf dem weißen Hemd eines Geschäftmannes auskippte. Giovanni hielt jemanden am Kragen und zerrte an ihm. Und als ich erkannte wen er da mit sich zog fiel mir meine Gabel aus der Hand. Ein ausgewachsener Bursche mit pinken Haaren versuchte sich verzweifelt aus dem Griff des gebürtigen Italieners zu lösen. Seine Kleidung war noch die selbe wie an dem einen Abend, bis auf das rotkarierte Hemd. Wie vom Blitz getroffen, sprang ich von unserem Tisch auf und rannte auf Giovanni zu. "Lassen sie ihn los!" schrie ich. Ich zog an seinem Ärmel, woraufhin er sich perplex zu mir umdrehte. "Señorina, sehen sie nicht dass ich gerade beschäftigt bin?! Dieser Hooligan hat gerade versucht Gemüse aus meiner Küche zu stehlen! Capito? AUS MEINER KÜCHE!!!!" brüllte er mich an. Sein Atem stank nach Knoblauch und ich wich eingeschüchtert einen Schritt zurück. "Ähm..." mir blieben aber die Worte weg. Ich suchte Blickkontakt mit dem Jungen, der mir vor 2 Tagen das Leben gerettet hat, und er blickte hilfesuchend zurück. Bei Tageslicht konnte ich erst erkennen wie hübsch er war. Diese Augen können einen wirklich dahinschmelzen lassen. Nach einigen Sekunden fing ich mich wieder "Señor Giovanni, bitte beruhigen Sie sich, ich übernehme die ganze Verantwortung für das was passiert ist. Wie viel Schaden ist denn entstanden?" Jetzt wiederum war der alte Italiener überrascht, er kratzte sich am Hinterkopf. "Naja, also... ein paar Tomaten und Zucchini sind auf den Boden gefallen und jaaa... Sonst eigentlich nichts. Aber das entschuldigt noch lange nicht den versuchten Diebstahl! Ich möchte dafür Schadensersatz."
"Und wie viel?"
"50 Euro."
Das war doch nicht sein Ernst 50 Euro für 2 zequetschte Tomaten, doch ich konnte meinen Retter ja nicht hängen lassen. Also zog ich einen Schein der Summe aus meinem Geldbeutel und überreichte es ihm. Mit einem schmierigen Grinsen ließ er ihn los und machte sich mit einem Ausspurch des Hausverbots wieder auf den Weg in die Küche.
Der junge mit den pinken Haaren starrte auf den Boden. Alle gäste starrten uns an und ich spürte wie mir das Blut in den kopf stieg. Ich ergriff die Initiative und zog den Jungen mit mir aus dem Laden, Jason starrte mir nach doch ich gab ihm ein Zeichen, dass er warten sollte.
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Not all superheroes wear capes
FanfictionMel ist ein ganz normales Mädchen aus Chicago. Eines Abends wird sie überfallen, doch Luke, ein geheimnisvoller Punk rettet sie und es entsteht eine innige Freundschaft zwischen den beiden. Mel versucht ihn von der Straße zu holen, doch nicht jedem...
