The Next Day

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Der nächste Tag kam schnell und heftig.Es dauerte einen Moment bis ich meine Gedanken nach dem Wecker klingeln wieder sortiert hatte.

Friedlich hatte ich an Tom gekuschelt auf einer Luftmatratze gelegen. Die warme Sonne hatte in unsere Gesichter geschienen, während sie den Sumpf um uns herum temperaturtechnisch in eine Badewanne verwandelt hatte. Zufrieden war ich an Toms festen Oberkörper gekuschelt und hatte seinem stetigen Herzschlag gelauscht, während wir in stiller Zweisamkeit einfach nur das Wetter genossen.
Tom hatte mir einen Kuss auf die Stirn gedrückt, wobei sein warmer Atem eine Gänsehaut auf meiner Kopfhaut ausgelöst hatte.

"Es tut mir Leid!", hauchte er, sodass ich irritiert in sein Gesicht schaute.

"Was tut dir Leid?"

Er verzog schmerzlich sein Gesicht und seine bernsteinfarbenen Augen begannen zu glühen. Ich konnte förmlich spüren, dass er mir etwas sagen wollte, doch er schwieg.

Ich rüttelte an ihm

"Tom?"

Ein Klingeln ließ mich erschrocken hochschießen, wobei ich in einer schwungvollen Bewegung direkt mit meinem Hintern aus dem Bett rollte und unsanft auf den Boden fiel.

Guten Morgen.

Halb hatte ich erwartet von der Luftmatzrate in den Sumpf auf dem ich getrieben war zu fallen, doch ich saß in meinem kleinen Häuschen auf dem verfärbten blauen Teppichboden neben meinem quietschendem weißen Bettgestell.

Kein Sumpf, kein New York, kein Tom.

Bon Temps.

Planet Erde.

Und ich war zu spät dran für die Frühschicht.

Wie so oft schoss der Schmerz des Verlustes auf mich ein, nachdem mir bewusst wurde das ich mal wieder nur geträumt hatte und ich hielt mir eine Hand an mein Herz, als könne ich es auf diese Weise vor den Krämpfen schützen.

Ich atemte tief durch.
Einmal.
Zweimal.
Dreimal.
Je wacher ich wurde, desto besser ließ sich der Schmerz verdrängen.

So ging es seit jener verhängnisvollen Nacht jeden Morgen. Ich hatte vollkommen selbstvergessen von Tom geträumt.

Wie jede Nacht.

Und ich hatte nach dem Aufstehen kurz vergessen was paassiert war.

Wie jeden Morgen.

Und dann zersprang mein Herz in 100 Einzelzeile.

So etwas nannte man bei der Navy glaube ich Morgenroutine. Doch ich hatte Mittel gefunden meinen Kopf über Wasser zu halten und nicht in einem Sumpf aus Selbstmitleid zu versinken.Tatendrang und Pläne schmieden halfen.

Somit fiel mir ein auch augenblicklich wieder ein, was am Vorabend alles passiert war.

Kaum zu Hause war ich wider erwarten wie ein toter Stein der Länge nach ins Bett gefallen und war im Traumland aufgetaucht, kaum das ich die Schuhe ausgezogen hatte.
Ich schaute an mir hinunter und tatsächlich, war ich noch in meiner Merlottesuniform.

Meine Beine aus den verhedderten Bettlaken befreiend raffte ich mich auf.

Erster Stopp, meine Dusche.

Quietschend kam das Wasser und prasselte für meinen Geschmack einen Tick zu kalt auf mich hinab und wusch die Geschehnisse des letzten Tages zumindest äußerlich von mir ab und während der äußeren Reinigung kam die Innere.

Ich begann , meine Gedanken zu sortieren.

Die zwei wichtigsten Ereignisse zuerst:

1.) Ich hatte Eric Northman getroffen und er hatte mich auf dem Schirm. Yieks. Nicht gut.

The Guilty Ones // 2 || BeendetGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt