Ich hörte wie Monroe in meinem Rücken in die Hände klatschte und zufrieden lachte wobei ich vor mir auch James grinsten sah, erfreut über den unerwarteten Wandel der Situation.
Mein Blick glitt zu Eric welcher, unbeobachtet von den beiden abgelenkten Psychopathen, einen brennenden Blick zu mir warf. Er war noch immer in der gleichen Haltung, kniend und knurrend, das Mädchen, wie ich jetzt aus näherer Entfernung sah, mit schreckgeweiteten Augen und zusammengekniffenen Lippen in seinen Armen. Seine Zähne waren zur voller Länge ausgefahren und schwebten über ihrem Hals. Eine winzige Sekunde, weniger als einen Augenblick, meinte ich etwas in Erics Blick zu erkennen, als wolle er mir etwas Mitteilen, doch mir fehlte die Zeit um die Bedeutung zu entschlüsseln.
Oh um Himmels Willen, lass das Mädchen in Ruhe!, betete, flehte und fluchte ich stumm als James mich am Nacken zu fassen bekam. Er drückte mich auf meine Knie sodass nun auch ich zum kleinen Kreis dazu gehörte und beugte sich vor, sodass ich seinen kalten Atem meine Wange streifen spürte als er zu sprechen begann.
„Ich weiß nicht, was hier vor sich geht Ashilein, aber was auch immer du tust, schau dir genaustens an, was auf dem Spiel steht." Er zeigte auf das Mädchen und sein Griff um meinen Nacken verstärkte sich.
„Ich weiß nicht wie du es machst, doch du wirst auf der Stelle deine Macht über diesen Vampir an mich abtreten.", seine Stimme wurde noch leiser, drohender. „Oder du wirst genau so enden, wie das Mädchen in seinen Armen."
Und mit den Worten stieß er mich nach vorne, sodass ich ins Straucheln geriet. Er war dabei nach vorne zu hechten und das Mädchen aus Erics Armen reißen zu wollen, als plötzlich mehrere Dinge auf einmal geschahen. Erics Schockstarre löste sich auf und sprang nach vorne um mich zu schnappen und mich an meiner Kehle nach hinten zu reißen. Das Mädchen hielt er dabei weiterhin in seinem freien Arm. James bekam so große Augen, dass es ein Wunder war das ihm der Augapfel in aus der Augenhöhle fiel während Tom „Unmöglich!", murmelte und Monroe angewidert zu zischen begann.
„Auch nur eine weitere Bewegung und Ashley verliert ihren Kopf.", flüsterte Eric bedrohlich. Es war noch angsteinflößender als wenn er geschrien hätte.
Tom und James gefroren an Ort und Stelle fest, Schock in ihren Gesichtern, doch Monroe schlenderte langsam weiter.
So fest wie Eric mich am Hals gepackt hatte war ich sicher, dass es keine leere Drohung war. Ich begann zu röcheln, als Eric begann mich am Hals soweit hoch zu heben, dass meine Füße nicht länger Boden unter den Füßen hatten. Monroe jedoch gab sich weiter unbeeindruckt. In der Zwischenzeit hatte er eine kleine Minibar erreicht und sich ein Glas mit einer dunkelroten Flüssigkeit gefüllt, aus dem er genüsslich einen Schluck nahm ehe er uns über die Entfernung taxierte. Ich sah Erics Blick in meinem Rücken nicht, doch ich war sicher er hielt Monroes irrem Blick stand.
„Und warum genau, Mr. Northman, glauben Sie der Tod dieses", er deutete mit der Hand in welcher er das Glas hielt auf mich und zog die Augenbrauen zusammen", „Stückes Fleisch interessiert mich? Oder überhaupt irgendwen?"
Ich spürte in meinem Rücken, wie Eric sich weiter anspannte. Allem Anschein nach zuckte er mit den Schultern.
„Okay, na dann."
Dann spürte ich seine Zähne an meinem Hals und ich quiekte erschrocken auf.
Alle drei Vampire machten eine Sprung nach vorne und Eric zog sich langsam und grinsend wieder zurück. Er war nicht tief mit seinen Zähnen in die empfindliche Haut meines Halses vorgedrungen, doch ich spürte wo seine Reißzähne meine Haut durchstochen hatten. Träge lief ein wenig Blut aus der Wunde.
„Was wollen Sie Eric?", knurrte Monroe hinter zusammengebissenen Zähnen, während Eric sich anscheinend schmatzend mein Blut von seinen Fangzähnen leckte. Ich bekam eine Gänsehaut.
„Zu Beginn wohl erst einmal den Mörder meines Schöpfers...", sinnierte Eric. Der Raum wurde still. Erics Griff um meinen Hals wurde noch fester, mein Röcheln lauter und Sterne tanzten im Bild. „Na los, nur nicht so schüchtern.", knurrte er weiter. „Wer von euch Parasiten ist der Schuldige?"
Die tanzenden Sterne wurde zu ausgewachsenen schwarzen Punkte und die Sichtränder wurden immer weniger.
„Sonst setze ich auch gerne dem Mordwerkzeug ein Ende. Man soll doch auch kleine Erfolge feiern oder wie war das? Aus Wiedersehen Ashley Simmons. Schade drum, du warst amüsant..."
Er drückte weiter zu. Quollen mir die Augen hervor? Es fühlte sich so an als würden sie hervor quellen ...
„Ich war's"
Tom trat vor und kam auf uns zu.
Eric ließ mich los und ich fiel hart auf die Knie, röchelnd und nach Luft schnappend.
Tom war in einer Bewegung bei mir und half mir, wieder hoch zu kommen, als ich sah wie Eric um ihn herum trat und mit seiner Faust in seinen Brustkorb rammte.
„Erinnerst du dich an den Trick, den ich dir gerne nochmal zeigen wollte Ashley?", fragte Eric an mich gerichtet, während ich ihn nur mit schockgeweiteten Augen anstarren konnte. Er war noch immer ganz unscharf und schrieb zusammen mit meinem schlagenden Herzen zu verschwimmen.
„Herzstrohhalm", harf er mir auf die Sprünge. Er wollte Tom das Herz raus reißen. Jetzt bekam ich wirklich Panik.
Ich krabbelte auf den Knien hoch und sah ihn an, sah dem fremden Tom ins Gesicht - seine hellen Augen blitzen. Ihm lief bereits das Blut aus dem Mundwinkel und den Augen, sein Blick voll Reue.
„Es tut mir Leid Annie.", flüsterte er und traf mich damit Mitten ins Herz.
Es war sein Kosename für mich, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass eine meine wenigen guten Erinnerungen aus meinen ersten drei Lebensjahren von dem Bauernhof meiner Oma stammten, die mich immer so genannt hatte.
Wo der Name herkam, hatte ich nie verstanden. Es war kein Kosewort oder eine Abkürzung für Ashley, doch sie hatte darauf bestanden mich so zu nennen.
„Eines Tages," hatte sie irgendwann einmal geflüsterte, als ich den Ursprung des Namens erfahren wollte. „eines Tages werde ich es dir vielleicht sagen können."
Dann hatte sie ihr einen Kuss auf die Stirn gegeben und gedrückt. Und ich hatte mich geliebt und geborgen gefühlt.
Das hatte ich Tom erzählt und immer wenn ich einen ganz besonders schlimmen Tag habt hatte, hatte er mich in den Arm genommen und geflüstert „Es wird alles wieder gut Annie."
Tränen rannen meine Wangen entlang während ich verzweifelt versuchte, dass unaufhaltsame zu stoppen und Eric daran zu hindern, ihn zu ermorden. Ich hasse Tom, doch ich konnte es nicht ertragen, dass er starb.
„Es wird alles wieder gut Tom!"; flüsterte ich ihm lügen zu und legte meine Hand auf seine Wange, woraufhin Eric seine aus seinem Brustkorb zog.
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The Guilty Ones // 2 || Beendet
Fanfiction🩸 True Blood Eric Northman Slowburn 🩸 Gejagt von der New Yorker Polizei für den Mord ihres Freundes Tom, macht sich Ash eigenständig auf die Suche nach dem Mörder, mit dem Verlangen nach Rache. Sie weiß, es war ein Vampir gewesen. Denn trotz Wis...
