Unwanted Help

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Er fixierte mich mit seinem Blick und mir wurde schummerig. Seine Augen waren wie das Meer. Blau und intensiv. Zogen mich mit sich, wie der Sog einer Strömung. Gleichmäßig. Ein... und aus...

"Ich..."

So friedlich. Vertrauenswürdig.

"Ich kenne dich..."

Ich konnte es ihm erzählen, richtig? Er war ein guter Mann.

Er war ein guter Mann? What the Fuck Ash!

Erschrocken schnappte ich nach Luft und machte zeitgleich einen großen Satz nach hinten.
Dann begann ich zu fluchen.

"Verdammte Vampire!"

Ich riss meinen Arm nach hinten und ließ meiner Wut freien Lauf  in einer Schimpftirade, für die Sookie mich mit Sicherheit verurteilt hätte, während ich Eric hart vor die Brust stieß um ihn von mir zu schieben - was natürlich nichts brachte, da der Mann vorallem Anschein aus Muskeln bestand. Dennoch tat es gut, meiner Wut zumindest zum Teil freien Lauf zu lassen und meine Anspannung an ihm auszulassen. Als ich ihm ins Gesicht schaute und Erics überraschter Blick wahrnaham, hielt ich inne. Schnell wurde sein Gesicht wieder ausdruckslos.

„Interessant..."

„Das Sie jemand wegschubst? Ich hätte jetzt gedacht das gehört zu Ihrer Tagesordnung"

Er bedachte mich mit einem warnenden Blick.

„Sie reagieren nicht auf meinen Glamour"

Er trat, falls überhaupt möglich, noch näher an mich und nahm mir den Raum zum Atmen. Seine Hände lagen nun auf meinen Schultern, hielten mich an Ort und Stelle.

Seine Hände sind warm, sollten sie nicht kalt sein?

Intensiv schaute er mir erneut mit blauleuchtendem Blick in die Augen, seinerseits eine Augenbraue hochgezogen und den Kopf schiefgelegt, das mir ganz schwindelig wurde.

So schöne Augen.

„Was bist du?"

Allem Anschein nach waren wir jetzt vom 'Sie' zum 'Du' gewechselt. Ich trat einen Schritt zurück. Wenn er mir so nah war, konnte ich nicht so klar denken, wie ich es musste, um die Oberhand in unserer Unterhaltung zu behalten. Immer wieder fand er Risse in meiner Rüstung, ja meiner erbauten Schutzmauer und überwand sie. Ich hatte ihm schon mehr verraten, als ich es gewollt hatte.

„Wir haben doch gerade festgestellt, dass ich anscheinend nicht zu hypnotisieren bin! Lass das, mir wird schwindelig davon"

Er grinste schief.

„Diesmal habe ich nicht versucht dich mit einem Glamour zu belegen." Er seufzte theatralisch. „Du findest mich einfach nur unwiderstehlich."

Dann grinste er selbstgerecht und ließ seine Augen von oben bis unten über mich wandern, was bei mir das Gefühl hinterließ geradezu nackt vor ihm zu stehen. Unter seiner Musterung verschränkte ich die Arme vor meiner Brust, was ihm ein trockenes Auflachen entlockte. Seine strahlenden Augen fixierten wieder mein Gesicht. Ich wusste nicht ob das wirklich besser fand.

„Das Angebot von vorhin besteht übrigens weiterhin!"

Ich brauchte ne Sekunde um ihm gedanklich zu folgen. Dann sah ich in sein Gesicht, wo sein Ausdruck so eindeutig seine Sexfantasien spiegelten, dass mir ganz war wurde. In Gedanken leckte er sich über seine Unterlippe, was ihn merkwürdigerweise noch animalischer wirken ließ und ihn für mich, weiß der Geier warum, noch attraktiver machte. Mein Kopfkino verselbstständigte sich und brachte mich auf Ideen, die mich  ganz eindeutig in Schwierigkeiten bringen würden.

The Guilty Ones // 2 || BeendetWo Geschichten leben. Entdecke jetzt