Bevor ich verstand wie mir geschieht hat Ryan sein Schwert gezückt und einer der Ritter hält mir ein Schwert an die Kehle. Ich spüre das kalte Metall an meiner Haut und bin unter Schock. Wieso greift die Königsgarde uns an?
"Senkt Euer Schwert oder sie stirbt."
Ryan schaut mich unsicher an und ich nicke.
" Und jetzt steigt von euren Pferden und keine falschen Bewegungen."
Ryan und ich steigen ab und ich werde zu einem der anderen Ritter geschubst. Dieser grinst mir ins Gesicht und ich kann seinen faulen Atem riechen. Unter seiner Rüstung mit dem roten Wappen des Königs, kann ich kalte braune Augen sehen die mich mustern. Ein anderer Ritter will mir gerade die Hände verbinden, genau wie bei Ryan, als ein schwarzer Schatten an uns vorbei huscht. Ich kann nicht viel sehen da es bereits dunkel ist, aber ich höre wie es drei mal ein gurgelndes Geräusch gibt und dann schwere Körper die zu Boden fallen. Die beiden Ritter die uns festhalten schmeißen uns zu Boden und zücken ihre Schwerter um der unsichtbaren Gefahr entgegen zu treten. Der Ritter der mich festgehalten hatte, gibt einen Schrei von sich und sinkt in sich zusammen.
Ryans Ritter und der, der dabei war unsere Satteltaschen zu durchsuchen, werden unruhig und sagen:" Wer auch immer da ist, gebt auf und Euch wird nichts geschehen. Kommt aus dem Versteck."
Ich höre eine bekannte Stimme, die ich jedoch nicht sofort zuordnen kann.
" Mir wird auch so nichts geschehen wenn ihr erstmal tot seid."
Der Ritter bei den Pferden gibt erstickte laute von sich und man hört wie seine Haut aufgerissen wird. Der letzte Ritter gibt ein ängstliches Wimmern von sich, aber auch ihn hört man nurnoch wie er an seinem eigenen Blut erstickt. Plötzlich geht eine Fackel an und ich sehe unseren Retter vor mir stehen.
" Scheint als könntet Ihr wohl doch nicht auf Euch selbst acht geben."
" Marek."
" Danke, aber könntet Ihr bitte die Fesseln lösen bevor Ihr sie damit aufzieht?"
Ryan lässt sich von Marek die Fesseln mit einem Blutverschmierten Messer durchschneiden und auch meine werden daraufhin gelöst.
" Ihr habt es nicht so mit der Königsgarde wie mir scheint. Erst auf dem Marktplatz und nun dies."
"Sehr witzig Jose."
" Wer hat Euch erlaubt mich so zu nennen?"
Ryan wirft dazwischen:" Woher kennt Ihr diesen Mann My Lady?"
" Sie hat mich auf dem Marktplatz gesehen als ich ein paar weitere Ritter außer gefecht gesetzt habe. Und Sie Jose können mir nicht verbieten Euch so zu nennen."
Ich habe keine Lust weiter darüber zu streiten sondern frage:" Warum wollten die Ritter uns mitnehmen und noch wichtiger, wohin?"
" Ich schlage vor in den Wald zu gehen und die Leichen fort zu schaffen bevor jemand auf sie stößt und uns damit in zusammenhang bringt."
Ryan und Marek schaffen die Leichen fort, während ich etwas Feuerholz sammle und die Pferde festbinde. Eine frische Brise weht und man merkt, dass der Winter nicht mehr weit ist. Wir sitzen am bereits brennenden Feuer und wärmen uns auf, bis auf Ryan der sich bereits sein Schlafplatz hergerichtet hat und nun schläft. Ich weiß nicht wie ich Marek am besten auf die Ritter ansprechen soll, die uns angegriffen haben.
" Ich weiß nicht wie ich am besten fragen soll aber was wollten die Ritter von uns?"
Marek schaut sich um und scheint nicht zu wissen was er mir antworten soll.
" Sie wollten nicht Ryan und Sie sondern nur Sie Jose."
"Aber warum? Habe ich was verbrochen ohne es zu wissen?"
Ich bin verwirrt und frage mich was ich getan habe, als Marek antwortet:" Nicht das ich es wissen dürfte aber Eure Familie ist nicht die für die Ihr sie haltet. Eure scheinbaren Eltern sind sehr gut mit den König bekannt und wie soll ich sagen,"
er kratzt sich am Kopf
" der König hat Euch nach der Geburt an Eure Eltern gegeben und ihnen den Auftrag gegeben Euch großzuziehen."
Ich bin immer verwirrter und verstehe die Welt nicht mehr. Wenn es stimmt was er sagt dann sind meine sogenannten Eltern garnicht meine Eltern. Aber heißt das auch das der König mein Vater ist?
Als ich ihn frage sagt er:" Ja. Ihr seid unehelich gezeugt worden und der König wollte nicht, dass jemand herausfindet was er getan hat. Doch nun hat seine Frau herausgefunden was passiert ist und hat mich beauftragt nachzuforschen wer du bist, doch der König fand heraus was seine Frau vorhat und versucht nun mich und auch Euch zu beseitigen. Der Lord von Merien also Lord Damien handelte im Auftrag des Königs und wollte Euch an seinen Hof locken. Somit hätte er in seiner Gunst gestanden und auch Ländereien für seine Familie stehen zu verfügung, wenn er Euch ausliefert."
Ich bin geschockt. Nicht wissend was ich sagen soll, stehe ich auf und laufe auf den nahegelegenen Bach. Ohne das mir Bäume den weg versperren, schaue ich in den Himmel und denke nach. Was hat das alles zu bedeuten und wie konnte meine Familie mir das siebzehn Jahre lang verschweigen? Ich setze mich hin, denn meine Beine drohen unter mir nachzugeben. Meine Augen brenne und ich befürchte weinen zu müssen. Mein ganzes Leben ist eine einzige Lüge. Mein Herz verkrampft und ich kann meine Tränen nicht zurückhalten. Warum? Hätte ich nicht einfach von meiner Familie abstammen können? Und das alles hieß auch, dass Damien mir nur was vorgemacht hat. Wem soll ich noch trauen. Meine Familie lügt mich an, die Königsgarde sucht mich und mein zukünftiger Ehemann will sich bloß die Gunst des Königs verschaffen. Neben mir registriere ich Bewegungen und kurz darauf setzt sich Marek zu mir. Er sagt nichts, sondern legt nur seinen Arm um meine Schultern. Auch wenn er nur im Auftrag der Königin handelt, so ist er doch der einzige der mir die Wahrheit sagt. Wir sitzen dort so lange bis meine Tränen versiegt sind und gehen danach Wortlos zurück zum Feuer. Ryan hat nichts mitbekommen und schläft seelenruhig.
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Das undenkbare
RandomJosephine, 17 Jahre alt, hat in kurzer Zeit viel zu verkraften. Sie soll heiraten, doch ihr zukünftiger Mann ist nicht der für den sie ihn hält. Und auch ihre Familie birgt ein dunkles Geheimnis. Je weiter sie dem Geheimnis auf die Spur kommt, umso...
