Die Sonne weckt mich mit ihren warmen Strahlen, die mir ins Gesicht scheinen. Jeden Morgen gehe ich nach dem aufstehen erstmal auf das stille Örtchen um mich von dem Wein des vorherigen Abends zu erleichtern. Danach lasse ich mir in meine Gewänder helfen und hoffe jeden Tag aufs neue kein Korsett tragen zu müssen und das vielleicht der Reifrock weg bleiben könne. Das Leben wäre zu einfach wenn man alle Wünsche erfüllt bekäme. Ich bin schon gespannt wie der heutige Tag ausgehen wird. Aber immerhin freue ich mich darauf meinen Tag in der Stadt zu verbringen. Auf dem Weg zum Frühstück springt mich auf einmal etwas an und ich muss direkt lächeln. Mein Kater Devil, mit schwarzem Fell und gelben Augen, schaut mich erwartungsvoll an und ich streichle ihm über sein weiches Fell und schon ertönt ein zufriedenes Schnurren. Ich lasse ihn hinunter und begebe mich Richtung Küche und Devil weiß direkt wo hingeht und folgt mir auf seinen leisen Pfoten. In der Küche angelangt, begrüße ich meinen Lieblingskoch.
" Guten Morgen Aaron, Devil hätte gerne etwas von dem Hirschgulasch, dass vom gestriegen Abend über geblieben ist."
" Es sei mir ein Vergnügen Devil glüclich zu machen Lady Josephine, Ihnen auch einen Guten Morgen. Hat die Lady denn auch gut geschlafen?"
"Aber ja, ich bin nur gespannt auf den Ausflug heute mit Lord Damien." Aaron stellt den Napf für Devil hin und mein Kater fällt sofort darüber her.
" Gebt auf euch acht und lasst euch nicht täuschen meine liebe."
" Danke ich werde daran denken, aber nun sollte ich schleunigst zu meinen Eltern, sie erwarten mich sicher bereits schon."
Und somit ging ich hinauf in den großen Saal, wo das Frühstück bereits eingenommen wird.
" Entschuldigt bitte, Devil wollte auch Frühstücken."
Lord Damien fragt direkt:" Wer ist Devil? Habe ich etwa konkurrenz um die ich mich sorgen sollte?"
Mein Vater lacht und erwidert:" Aber natürlich, jeder sollte einen schwarzen Kater als konkurrenz ansehen, wenn meine Tochter ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt als dem rest des Hauses."
" Vater, Tiere verdienen genau so viel Ansehen wie jeder andere von uns auch. Oder wie meint Ihr Lord Damien?"
Lord Damien verschluckte sich fast an seinem Saft weil ich ihn nun direkt ansprach. " Ich sehe das etwas anders Lady Josephine, meiner Meinung nach gehören Tiere nach draußen und sollten sich selbst verpflegen können. Außerdem finde ich Hunde praktischer, denn diese kann man wenigstens mit auf die Jagd nehmen und sie haben mehr Charakter."
Mit dieser Aussage hat er sich nicht gerade sehr beliebt gemacht und meine Mutter sieht, dass ich etwas erwidern möchte was uns in Verlegenheit bringen könnte, und schüttelt unauffällig mit dem Kopf. Ich nicke nur und setze mich an den Tisch um ein paar Beeren zu essen und somit nicht sprechen zu müssen. Mein Vater und Lord Damien unterhalten sich derweil über die Jagd und es ist mir mehr als recht. Doch wie das Schicksal es nun mal will, ist es an der Zeit den Ausflug zu beginnen. Ich schlage Damien vor die Pferde zu nehmen und selbst zu reiten, doch dieser sieht das anders und schlägt vor die Kutsche zu nehmen. Diesen Wunsch darf ich ihm natürlich nicht abschlagen um ihm zu schmeicheln, also sage ich dem Stallburschen bescheid er möge doch bitte die Kutsche fertig machen zur Abfahrt. Auch ich gehe zu den Ställen um meine Stute Lara zu begrüßen.
Als Damien hinter mir auftaucht sagt er:" Sie ist eine wunderschöne Stute."
" Ja das ist sie."
Ich gebe ihr eine Möhre und mache mich auf den Weg zur Kutsche. Er hilft mir beim einsteigen und folgt mir in das innere der Kutsche.
Auf dem Weg fragt er mich:" Wie findest du das Leben in diesem Ort?"
" Es ist wunderschön, doch ich habe vor die Welt zu erkunden und mehr über das Leben der Menschen außerhalb zu erfahren. Was macht Ihr wenn Ihr nicht gerade dabei seid einer Frau den Hof zu machen?"
Daraufhin sagt er:" Ich gehe gerne mit meinem Vater auf die Jagd oder mit einem meiner Brüder auf die großen Bälle."
Ich denke über das gesagte nach, als wir auch schon in der Stadt angelangen. Wir verlassen die Kutsche und er schaut sich um. Ich zeige ihm die verschiedensten Marktstände und erzähle ihm wo er die besten Stoffe, Schuhe oder Gebäcke kaufen kann. Während des Gesprächs hören wir auf einmal lautes Hufgetrampel und sehen kurz darauf zwei Reiter auf uns zukommen. Nicht weit dahinter folgen fünf weitere Reiter, mit Rüstungen der Königsgarde.
DU LIEST GERADE
Das undenkbare
RandomJosephine, 17 Jahre alt, hat in kurzer Zeit viel zu verkraften. Sie soll heiraten, doch ihr zukünftiger Mann ist nicht der für den sie ihn hält. Und auch ihre Familie birgt ein dunkles Geheimnis. Je weiter sie dem Geheimnis auf die Spur kommt, umso...
