A tempting cup of tea

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Chloés P.O.V.:

Nach meinem kleinen Sieg gehe ich erst einmal nach oben, um mir etwas Trockenes anzuziehen. Außerdem möchte ich nicht nur im BH vor Noah rumlaufen. Klar, sein Blick war unbezahlbar, aber letzten Endes kenne ich ihn nicht gut genug.

In Noahs Zimmer ziehe ich mir erst mal einen meiner Pullis an, den roten, mit der Silhouette eines Boarders während des Sprunges. Obwohl es mein Lieblingspullover ist, ist er im Vergleich zu Noahs echt unbequem. Warum sind Pullis von Jungs eigentlich immer so viel gemütlicher – vielleicht kann ich mir ja noch einen von Noah ausleihen. Bei dem letzten hat er ja auch nichts dagegen gehabt. Ich mache mich kurzerhand auf die Suche nach seinem Kleiderschrank. Die Tür neben dem Bett sieht verheißungsvoll aus ... Okay, Fehlanzeige. Die Tür am Spiegel? Mir stockt der Atem, als ich in den Raum hineinsehe. Wie viele Klamotten kann ein männliches Wesen denn besitzen?! Gefühlt der gesamte Raum hinter der Tür ist mit Kleidern gefüllt. Ich habe ja schon viele Klamotten, aber Noah hat gefühlt doppelt so viele. Uh, da drüben ist ein komplettes Regal mit Hoodies gefüllt – das nenne ich mal einen Mädchentraum!

Nachdem ich mir einen von Noahs Pullis geklaut – äh, ich meine ausgeliehen – habe, schnappe ich mir mein Buch. Ich muss jetzt einfach abschalten und das kann ich am besten beim Lesen. In eine Geschichte zu versinken und alles um sich herum zu vergessen ... Das brauche ich jetzt.

Ich mache mich auf den Weg nach unten ins Wohnzimmer, nicht ohne davor noch einen Abstecher in die Küche zu machen, um mir einen Tee zuzubereiten. Nachdem das Wasser gekocht hat, mache ich es mir endlich auf Noahs riesigen, weißen Couch gemütlich. Meine Nase habe ich gefühlt gerade erst in mein Buch gesteckt, als Noah ins Wohnzimmer tritt. Er setzt sich zu meinen Füßen auf die Couch und legt seine Beine ausgestreckt auf dem Couchtisch ab. Leider ist die Couch nicht groß genug für uns beide, weshalb ich meine Füße anziehen muss, damit er Platz hat.

Plötzlich spüre ich seine Hände an meinen Füßen, die er daraufhin auf seinem Schoß ablegt.

„Was wird das, wenn es fertig ist?"

„Nichts."

Oh, dieses verschmitzte Grinsen wird mich irgendwann noch umbringen! Weil ich unseren Waffenstillstand nicht unnötig gefährden möchte, schweige ich einfach. Ein kleiner Teil von mir muss außerdem zugeben, dass es sich gut anfühlt, fast schon vertraut. Als ich das nächste Mal aufsehe, hat auch Noah seine Nase in einem Buch stecken. Warte ... Noah hat eine Brille auf. So eine richtige Nerd-Brille, irgendwie süß!

„Was liest du da?"

Noah schaut erschrocken in meine Richtung und schaut mich fragend an, „Was hast du gerade gesagt, ich habe dich nicht gehört".

„Ich wollte wissen, was du da liest."

„Ach, nur ein Buch für mein Studium, ist aber ziemlich interessant."

„Das glaube ich dir, so versunken wie du warst", sage ich grinsend.

„Machst du dich gerade etwa über mich lustig?!"

„Nein, gar nicht" Ich mustere Noah noch einmal. „Seit wann brauchst du eine Brille?!"

„Eigentlich immer, aber normalerweise trage ich Kontaktlinsen ... das ist leichter beim Boarden. Brillen beschlagen immer und gehen bei meinen ganzen Stürzen immer nur kaputt." Noah zuckt mit den Schultern und scheint beinahe peinlich berührt.

„Steht dir, solltest du öfter tragen", natürlich fängt Noah bei diesem Kommentar sofort an zu grinsen, ohje... das kann nichts Gutes bedeuten.

„Heißt das, dass du mich attraktiv findest?!"

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