2. Kapitel

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Yami's Schritte wurden in mitten einer Strasse langsamer. Verwundert sah Natsuki ihn an. Er grinste:"Was ist? Eine Nudelsuppe kann nie schaden." Natsuki drehte sich nach rechts und sah einen Nudelsuppenstand. Über ihr Gesicht huschte ein Lächeln. Sie nickte und setzte sich auf einen Stuhl. Yami setzte sich neben sie und fing an die Karte zu studieren. Misstrauisch mussterte Natsuki Yami. Als er aufsah und sie mit einem begeisterten Blick anschaute, musste Natsuki lachen. "Wieso lachst du jetzt?", fragte er. Natsuki lächelte und sagte:"Du hast dich vorhin noch wie ein Badass verhalten und jetzt bist du genau wie alle anderen. Du bist genauso wie dein Bruder. Eine nette und hilfsbereite Person. So wie dich alle behandeln, sieht es aus, dass du nicht vielen zeigst so wie du wirklich bist. Kannst du mir aber eine Frage beantworten?" Verwundert sah er sie an. Plötzlich antwortete er leicht beleidigt:"Was denn?" Natsuki's lächeln wurde zu einem ernsten Gesichtsausdruck: "Wieso lachst du um deinen Schmerz zu unterdrücken?" Yami's Augen weiteten sich.
Sie hat es bemerkt? Vermutlich habe ich mich am Anfang doch in ihr getäuscht.
Sein Kopf senkte sich und er starrte wieder auf die Menükarte. Natsuki sah ihn mit ihren kastanienbraunen Augen an. Plötzlich ballte er seine Hand zu einer Faust und schaute Natsuki tief in die Augen. Yami öffnete sein Mund. Bevor er etwas sagen konnte rief jemand seinen Namen. Genervt drehte er sich auf dem Stuhl um. Akoto rannte auf ihn und Natsuki zu. Hinter Akoto kam Haru zu vorschein. Er lief gelangweilt auf sie zu. Yami blickte wieder zu Akoto. Auf Akoto's Gesicht war ein breites Grinsen und er winkte wild mit der Hand.

"Wolltet ihr etwa Nudelsuppe ohne mich essen?! Das ist ja wohl die Höhe!", rief Akoto. Alle fingen an zu lachen. Da meldete sich Natsuki zu Wort:"Du kannst ja mitessen. Genug hat es bestimmt. Setzt dich doch hin." Sie zeigte auf den Platz neben ihr. Grinsend setze Akoto sich neben sie. Gegenüber von ihm setzte sich Haru ab. Es herschte eine grosse Stille. Plötzlich fragte Akoto: "Was wollt ihr bestellen? Also ich nehme die Nudelsuppe mit extra viel Ramen!" Alle fingen an zu lachen und bestellten.

Nach einer Weile sagte Natsuki, dass sie gehen möchte, da sie schon müde war. Yami sah ihr nach. Plötzlich wandte er sich zu Haru:"Ist das normal bei ihr? Oder geht sie noch wo anders hin?" Haru schaute ihn verwundert an. Bevor er etwas sagen konnte fragte Akoto:"Wieso? Was willst du von ihr?" Er zog die Worte mit Absicht in die länge um Yami zu nerven. Genervt sah Yami zu Akoto rüber:"Man kann sich doch um seine Freunde sorgen oder ist das verboten?" Akoto gab nur ein "tz" von sich und konzentrierte sich wieder auf seine Suppe.

Natsuki lief eine leere Strasse entlang. Ihr Blick schweifte auf eine Bar. Lautes Gelächter kam aus dem Inneren. Plötzlich hörte sie ein Knirschen hinter sich und drehte sich blitzartig um. Eine kleine Katze kam zum Vorschein. Ihr weisses Fell strahlte in der Nacht. Sie lief schnurstracks auf Natsuki zu und rieb ihr Ohr an Natsuki's Bein. Langsam hob Natsuki die Katze auf und trug sie im Arm. Mit der Katze im Arm lief sie weiter. Nach einer Weile kam sie auf einen Friedhof. Vorsichtig liess sie die Katze auf dem Boden frei. Langsam schlenderte sie auf einen Grabstein zu und starrte ihn an. Die Katze kam wieder auf sie zu. Eine grosse Träne tropfte auf den Boden und hinterliess für einen kurzen Moment einen dunkelgefärbten Punkt auf dem Boden. Diese Träne gehörte zu Natsuki's Augen. Ihre Tränen flossen wie ein Wasserfall, aber auf ihrem Mund war ein Lächeln. Als sie die Katze bemerkte schaute sie die Katze lange an. Plötzlich sagte sie mit einer zitterigen Stimme:"Ich dachte du bist nach Hause gegangen. Es ist schon dunkel, geh nach Hause zu deinem Herrchen." Natsuki schenkte der Katze ein Lächeln. Die Katze miaute einmal und sprang weg. Mit einer Handbewegung wischte Natsuki sich die Tränen von den Augen und wandte sich dem Nachhauseweg zu.

Die Katze lief zu einem kleinen, aber gemütlich aussehenden Haus. Die Katze sprang durch das offene Fenster in ein Zimmer rein. Sie lief zu einer Person, die die Katze liebevoll streichelte. "Was hast du für Informationen?", fragte die Person. Die Katze fing an zu miauen. Plötzlich schlug jemand die Tür auf: "Verdammt Yami! Kannst du mal deinen Katzen sagen, dass sie ein bisschen leiser sein sollten?! Wir haben morgen Schule und ich möchte gut ausgeschlafen sein!" "Als ob du jemals nicht ausgeschlafen bist! Du kommst ja eh immer zu spät!", erwiderte die Person. Genervt stapfte Akoto aus dem Zimmer und liess die Tür offen. Yami schnippte mit den Fingern und die Tür schloss sich. Er stönte:"Nicht mal die Tür kann er schliessen. Also wo bist du stehen geblieben?" Er wandte sich wieder an die Katze. Sie erzählte ihm alles, was sie gesehen hatte. Nachdenklich sagte Yami:"Die Personen die auf dem Grabstein eingraviert sind, waren also ihre Eltern. Vielleicht ist das der Grund, wieso sie nicht will, dass ihr Bruder verletzt wird."

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