Der nächste Morgen bot ein prachtvolles Feuerwerk aus schillerndem Rosa und Gelb am Himmel. Aufgeregt herumschreiende Kinder tollten herum und das Echo der zwitschernden Vögel hallte durch die Wälder. Plötzlich erstarrte Aurelia, als sie in der Ferne eine scharfkantige Silhouette erkannte.
»Ein Angriff! Ein Angriff!«, rief jemand.
Ihre Glieder wurden wie Blei und sie konnte sich nicht mehr bewegen. Alles wurde übertönt von dem Klirren zusammentreffender Schwerter und das Grölen der Trolle. Die Silhouette kam Aurelia immer näher, bis sein warmer und saurer Atem schon ihre Wange streifte. Er trug einen schwarzen Umhang, der von der Schwertscheide an seiner Seite ausgebeult war. Eine Kapuze beschattete sein Gesicht und seine Hände steckten in Handschuhen. Sein Rücken war seltsam buckelig, als wäre sein Kleid ausgestopft.
»Finsternis wird diesen Stern verhüllen. Hüte dich vor dem Verräter!«, flüsterte er mit einer eigenartig hohen Stimme in ihr Ohr. Seine Augen glänzten triumphierend.
Dann verschwamm alles vor ihren Augen und sie fand sich schweißgebadet in ihrem Bett wieder. Sie lief zum Fenster hinaus und blickte auf Parim. Alles war wie vorher.
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Lied der Lichter
Fantasy~"Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen"~ _________________________________________________________________ Sie umfasste die Rose mit ihren bloßen Händen, die Dornen ignorierend, die sich in ihre Hände bohrten...