Einundzwanzig

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Sie begrüßten sich alle, was aber eher knapp ausfiel. Ich blieb etwas weiter weg stehen und beobachtete das Ganze, Rocket und Nebula waren zusammen losgezogen, Carol und Rhodey jeweils allein und Okoye war eben daheim und sah dort nach dem Rechten. 

Während Nat hinter ihrem Schreibtisch nicht still stehen konnte, beobachtete vor allem Rhodey sie besorgt und er hielt sich auch gekonnt aus der Auseinandersetzung raus.

"Ja wir haben dieses hoch verdächtige Kriegsschiff geentert das Denvers geortet hat!" sagte da Rocket anklagend und Nebula fügte noch etwas hinzu. "Ja, es war ein verseuchter Müllfrachter" und Rocket bedankte sich dazu noch grießgrämig gelaunt. "Danke nochmal!" 
"Ihr ward näher dran" antwortete Angesprochene ganz ruhig. "Und jetzt müffeln wir nach Müll!" beschwerte sich der Waschbär schon wieder weiter und wurde aber zum Glück durch Nat unterbrochen die sich an Okoye wandte.
"Habt ihr Informationen zu dem Beben?" fragte sie anschließend. "Nur eine leichte Subduktion der afrikanischen Platte!" antwortete die Soldatin wie als wäre es Selbstverständlich so ein Meerbeben. "Gibt es davon Aufzeichnungen? Wie regeln wir das?" fragte Nat weiter, doch mit der Antwort hatte sie eher nicht gerechnet. "Nat, das ist ein Beben unter dem Meer, wir regeln das, indem wir es nicht regeln!"

Damit war das Thema beendet und Nat wandte sich an Carol. "Carol, kommst du nächsten Monat her?" was diese mit einem "Unwahrscheinlich!" beantwortete. Da musste sich natürlich das Eichhörnchen wieder einmischen. "Was, hast du n Termin beim Frisör?" fragte er vorwitzig und grinste komisch. "Hör zu Pelzgesicht, mein Einsatzgebiet ist ziemlich groß. Das was auf der Erde passiert, passiert überall! Auf tausenden Planeten." schoss die Blondine zurück, womit niemand gerechnet hatte und Rocket jetzt ganz leise war. "Alles klar, gutes Argument, gutes Argument!"

"Könnte passieren, dass ihr mich länger nicht seht!" sagte Carol nun noch. "Alles klar, na dann, dieser Kanal ist immer offen! Also, sollte etwas schief gehen oder irgendwer unnötig Stress machen, kommt zu mir!" sagte Natasha noch und verabschiedete sich von den anderen. 
Carol wünschte Rhodey noch viel Glück und trat dann ebenfalls aus der Säule und verschwand. Nur Rhodey blieb stehen und musterte die Rothaarige sichtlich besorgt.

"Wo bist du?" fragte sie als sie ihn bemerkt hatte. "Mexiko! Die Polizei hat einen Raum voller Leichen entdeckt, anscheinend Typen von nem Kartell. Hatten nicht mal die Chance ihr Waffen zu ziehen!" er sah sie so an, als wollte er eine Antwort hören, die sie ihm auch gab, nur eher nicht zufrieden stellend. "Wahrscheinlich eine rivalisierende Gang!" sie glaubte selbst nicht wirklich was sie sagte. Und das sagte auch ihre Reaktion auf Rhodeys nächste Antwort. "Sicher nicht, es war definitiv Barton! Was er hier getan hat, was er schon seit ein paar Jahren macht... ich meine das was er hier hinterlassen hat, ich bin mir nicht sicher ob ich ihn überhaupt noch finden will!" verbittert blickten sie sich an. Ich trat nun auch zu ihr, lächelte dem Soldat kurz zu und legte stärkend eine Hand auf Nats Schulter. 

"Findest du heraus, wo er als nächstes hin will?" fragte sie hoffnungsvoll und biss in ihr Erdnussbutter-Sandwich. "Nat!" wollte er ihr widersprechen, doch sie unterband es gleich wieder. "Bitte!" sagte sie noch, dann nickte Rhodey und trat ebenfalls weg. Auch ich ging wieder etwas weiter weg, um sie kurz nachdenken zu lassen. Dabei bemerkte ich eine Bewegung, Steve kam gerade zur Tür rein und sah Natasha an. Ich hörte nur noch einen Satz, der mich schmunzeln ließ: "Eigentlich wollte ich dir was kochen, aber es scheint dir so schon schlecht genug zu gehen!"

Sie führten ein sehr tiefsinniges Gespräch und die beiden taten mir echt leid. Steve hatte seine beiden besten Freunde verloren und viele gute Freunde. Ich sah mich etwas um und fand einige interessante Dinge, Steine von anderen Planeten oder Metallstücke die nicht von hier kommen. Immer wieder kam ich an großen Vitrinen vorbei in denen irgendwelche Artefakte lagen, unter anderem auch von jedem Avenger der nicht mehr lebte etwas. So fand ich zum Beispiel von Bucky seine Maske und von Shuri fand ich ihre Pantherzahn-Kette. Bei T'Challa war es schwierig gewesen, doch ich hatte den Ring unseres Onkels gefunden und ihn hierher gebracht. Jetzt nahm ich ihn und die Kette aus der Vitrine und legte mir beides an. Man konnte nie wissen, wann man mal moralische Unterstützung brauchen könnte. Von Pet war der Pulli der High School auf eine Schaufensterpuppe gezogen worden.

Ich lief langsam wieder zurück und schlich mich an Steve heran, Nat fing leicht an zu lächeln und verriet mich nicht. Mit viel Schwung sprang ich auf seinen Rücken und schmiss ihn beinahe um. Er taumelte nach vorn, konnte dann gerade noch so das Gleichgewicht halten. "Scarlett! Was machst du denn hier?" fragte er mich lächelnd. "Das musst du wohl meine Mutter fragen, sie hat mich dazu gebracht hier her zu kommen. Aber jetzt mal ganz ehrlich, Nat, was ist das für ein nerviger Alarm der da aufblinkt?" 

Sie öffnete die Nachricht und man konnte einen braunhaarigen Mann erkennen der wild in die Kamera wank und sich selbst als Scott und Ant-Man betitelte. "Ist das ne alte Nachricht?" fragte Steve geschockt, doch Nat antwortete genau so geschockt. "Das ist das Haupttor!" damit liefen wir alle raus und warteten bis der seltsam braune Bus endlich angekommen war.

Heraus kam tatsächlich der Mann von vorher, sofort begrüßte Cap ihn freudig und umarmte den sehr perplexen Scott. "Wo kommst du denn her? Wir dachten du seist tot?!" warf Nat ihm vor. "Ich erklär es euch drinnen, es ist eine etwas längere Geschichte!" wimmelte er sie ab und lief rein. Wollte rein laufen, denn er rannte volle Kanne gegen die Glastür, für die man ein ID-Band benötigt oder jemanden der eins hat. 

Fluchend stand er auf und rieb sich die Nase, Nat sah ihm belustigt dabei zu, ich kicherte auch. Ich wusste schließlich selbst wie weh so etwas tat. "Captain, kein Kommentar?" fragte Nat immer noch leicht lächelnd. Dieser schüttelte nur frustriert den Kopf, er hatte wohl damals Recht gehabt. Das würde er sich den Rest seines Lebens anhören dürfen. Tony hatte mir einmal die Geschichte von Ultron und dem Baron von Strucker erzählt, seitdem zogen sie ihn damit auf, dass er es nicht mochte wenn jemand fluchte oder ein Schimpfwort aussprach.

The White Black PantherGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt