Ich wache mit starken Kopfschmerzen und Schmerzen in der Schulter auf. Meine rechte Schulter ist in einen großen Verband gewickelt. Das sieht ganz und gar icht gut aus, das ist nämlich mein verdammter Wurfarm! Als ich mich umblicke, erkenne ich, dass ich anscheinend im Krankenflügel bin. Das einzige, woran ich mich erinnern kann, ist, dass ich meinen rechten Arm gehoben hatte, um ein Tor zu erzielen, dann war alles schwarz, nur ein Paar Arme, das mich auffing, sonst nicht. Ich blicke mich erneut um und sehe meinen kleinen Bruder, der auf einem Stuhl schläft. Daneben Fred und George die auch eingeschlafen sind. Und dann auf der anderen Seite des Bettes, jemand der mein Herz einen Schlag aussetzen lässt: Oliver. Er hat seinen Kopf mit einem Arm abgestützt und schläft ebenfalls. Erst jetzt bemerke ich, dass er anscheinend die ganze Zeit meine Hand gehalten haben muss. Alle 4 haben noch ihre Quidditch-Roben an.
Ich beschließe Oliver als erstes zu wecken. Ich drücke seine Hand kurz, um ihm zu zeigen, dass ich wach bin. „Hmm?" Er öffnet^ die Augen. „Hannah! Du bist wach", er flüstert, weil alle anderen schlafen. Und dann geschieht etwas, womit ich nicht gerechnet habe. Er umarmt mich, zwar nur vorsichtig, aber er tut es. Ich schliesse die Augen und genieße den Moment. Diesen Moment werde ich für immer in meinen Erinnerungen behalten. Als er sich von mir gelöst hat, sieht er mich verlegen an.
Schließlich beschließe ich die anderen auch zu wecken. Zuerst Harry und dann Fred und George. Sie alle sehen mich traurig an, aber ich weiß nicht wieso. „Hallo liebe Trauergemeinde", ich lächele sie alle an. „Ganz schlechter Witz", meint Fred verschlafen. George nickt nur. „Was ist eigentlich passiert? Ich kann mich nur erinnern, dass ich ein Tor schießen wollte und dann war alles schwarz." Die Arme erwähnte ich nicht. Die 4 tauschen uneindeutige Blicke aus und schließlich beginnt George:
„Als du das Tor schießen wolltest, kamen die beiden Klatscher auf dich zu. Du hast sie nicht bemerkt, weil du so konzentriert warst. Auf jeden Fall kam einer von vorner und einer von hinten. Sie kamen auf deine rechte Schulter zu und trafen dich. Wir waren nicht schnell genug und haben nicht gut genug aufgepasst, es tut uns so Leid!!" Ich sehe den Zwillingen an, dass sie sich Sorgen machen und es ihnen wirklich Leid tut. „Alles gut! Ihr habt getan, was ihr tun konntet." „Du bist gefallen. Um die 50 Meter. Madam Pomfrey und Prof. Dumbledore sagen, du hättest den Sturz mit der Verletzung nur knapp überlebt, hätte Oliver dich nicht gefangen.", diesmal war es Harry der spricht. Mein kleiner Bruder sieht ziemlich fertig aus, bestimmt macht er sich auch tierisch Sorgen. Ich schaue zu Oliver hinüber, der mich immer noch traurig ansieht. Ich sehe Oliver mit großen Augen an. „Danke Oliver!", meine Stimme ist leise und ich probiere in diese 2 Wörter all meinen Dank zu legen. Er nickt mir zu. Ich hasse es, dass die Leute sich immer so viele Sorgen machen. „Wann kann ich wieder gehen?" Diese Frage ist an alle gerichtet, doch es ist Oliver der antwortet: „Madam Pomfrey meinte, das hinge davon ab, wie gut deine Wunde verheilt. Deine Schulter ist gebrochen und sowas solle ohne magischen Eingriff verheilen. Deswegen darfst du auch erstmal kein Quidditch spielen."
Bei seinem letzten Satz reiße ich die Augen auf. „ICH DARF WAS NICHT?!" Frustriert kuschel ich mich in mein Bett. „Hör zu, es gefällt uns doch auch nicht,und es wird der Mannschaft auch nicht gut tun, wenn die stärkste Jägerin aussetzen muss, aber so ist das nun mal..." Das ist gerade das beste Kompliment, das ich je von Oliver Wood erhalten habe. Innerlich freue ich mich gerade riesig, aber ich bin auch traurig, denn jetzt konnte ich Oliver nicht mehr regelmäßig sehen und würde den ganzen Tag hier im Krankenflügel verbringen müssen. „Wie lange war ich bewusstlos?", diese Frage schwirrt mir gerade durch den Kopf. „Du bist seit gestern Mittag etwa bewusstlos.", antwortet George.
*Oliver*
Sie sieht so traurig aus, seit ich ihr gesagt habe, dass sie erstmal kein Quidditch spielen darf. Es tut mir leid für sie, vorallem, weil ich sie dadurch nicht mehr regelmäßig sehen kann. Ich nehme mir vor, sie so oft wie möglich zu besuchen. Ich will gerade noch etwas sagen, als Madam Pomfrey kommt.
„Ah, wie schön, dass Sie wach sind, Miss Potter! Nun, ich denke, sie alle können Ms Potter morgen oder nachher noch besuchen. Also jetzt husch, husch!" Damit werden wir aus dem Krankenflügel vertrieben. Ich werfe Hannah noch einen letzten Blick zu und dann gehe ich duschen.
Die ganze Zeit muss ich an Hannah denken, im Unterricht, in den Pausen, und am meisten beim Quidditch. Fred und George geben jetzt besonders auf die Klatscher Acht. Vor allem weiß ich noch nicht, wen wir als Ersatz-Jäger nehmen sollen. Klar, es gibt lauter Schüler, die gerne die Position übernehmen wollen, allerdings ist keiner von ihnen so gut wie Hannah.
*normale Sicht*
Der Krankenflügel ist soo langweilig, den ganzen Tag liege ich im Bett und muss irgendwelche ekelhaften Zaubertränke einnehmen, damit mein Bruch gut verheilt. Ich werde zwar von meinen Freunden und von Harry und seinen Freunden oft besucht, aber es ist trotzdem sehr langweilig. Ich bin inzwischen stabil, das heißt ich darf für Spaziergänge aufs Gelände und zum Essen auch schon raus. Zum Unterricht darf ich allerdings noch nicht. Es ist hart, alle Spiele nur berichtet zu bekommen, anstatt sie zu sehen oder selbst auf dem Spielfeld zu sein.
„Miss Potter?" Ich drehe mich zu Madam Pomfrey um, die gerade auf mich zu kommt. „Ja, Madam Pomfrey?" –„Sie können, wenn ihr Arm weiter so gut heilt, vielleicht beim nächsten Gryffindor-Spiel teilnehmen." Ich jubele laut, verstumme aber wieder sofort als ich Madam Pomfreys Gesicht sehe. „Unter einer Bedingung: Sie schonen sich und liegen weiterhin im Bett und die Spaziergänge müssen ausfallen." Ich nicke und insgeheim jubele ich und will es sofort den anderen erzählen. Aber ich muss mich schonen und lege mich wieder ins Bett. Abends kommen dann Harry, Ron, Hermine, Fred, George und Oliver vorbei um nach dem Rechten zu sehen.
*Oliver*
Als wir in den Krankenflügel kommen, sitzt Hannah strahlend im Bett. Neugierig gehen wir auf sie zu, um zu erfahren, was passiert ist.
„Ihr glaubt nie, was Madam Pomfrey heute zu mir gesagt hat!" „Sag schon, das ist doch zum verrückt werden!", sagt Ron. „Ich darf.... Trommelwirbel?!... vielleicht... am nächsten... Quidditch-Spiel wieder teilnehmen! Ahhh!"
Alle sehen sie ungläubig an. „Nicht dein Ernst?!", frage ich. „Doch! Meine Schulter verheilt sehr gut und wenn das so weitergeht, dann darf ich mitspielen!"
Alle brechen in Jubel aus und Harry umarmt seine große Schwester. Danach Fred und George. Ich lächele sie an.
Die anderen gehen schon vor, ich bleibe kurz bei Hannah, um mich mit ihr zu unterhalten. „Da gibt es doch bestimmt noch einen Haken. Oder eine Bedingung. Du bist ja noch nicht mal im Unterricht gewesen!" „Nun ja, ich soll jetzt im Bett bleiben und dann wird geguckt, ob ich spielen darf oder nicht. Ich hoffe ich darf!"-„Klingt logisch." Ich beuge mich langsam vor und Hannah macht große Augen bevor sie ihre schließt. Ich schließe meine Augen ebenfalls und bin kurz davor,sie zu küssen als Madam Pomfreys Stimme hinter mir erklingt. Sofort reiße ich die Augen auf und schrecke hoch.
„So Mr Wood, es ist ja alles ganz aufregend und so, aber Miss Potter braucht jetzt ihre Ruhe!"
Ich sehe Hannah an und umarme sie zum Schluss auch. Es ist schwer sich von ihr zu trennen, aber sie möchte ja am nächsten Match teilnehmen. Also gehe ich. Kurz vor der Tür drehe ich mich nochmal um und winke ihr zu. Dann bin ich weg.
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Was ist euer Lieblingsessen?
Ich finde ja Nudeln mit Trüffelsauce lecker... :)
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Happier with you (de)
FanfictionHannah ist die große Schwester von Harry Potter. Sie ist Jägerin in der Quidditch Mannschaft von Gryffindor und verliebt sich... Diese Person mag sie auch gerne, doch traut sich diese Person Hannah erst anzusprechen, als diese einen Unfall hat...
