Ich stand in der Küche, summte vor mich hin und schnippelte Gemüse für eine Hühnersuppe. Ich war keine fünf Sterne Köchin, aber so eine Suppe sollte ich ja wohl noch hinbekommen. Erst letzte Woche hatte ich auf dem Dachboden meiner Großmutter ein altes Kochbuch gefunden, welches meiner Urgroßmutter gehörte und nun war es meins. Das Buch war in blaues Leder gefasst und die Seiten leicht vergilbt. Der Titel lautete schlicht und einfach „Rezepte“ bisher verlief alles, bis auf ein kleines Missgeschick mit dem Messer, einer widerspenstigen Möhre und meinen Zeigefinger, gut. Die Möhren und Zwiebeln waren in kleine Würfel geschnitten und mit einem kleinen Platscher im Topf gelandet. Mit einem Pflaster um den besagten Finger kamen die Gewürze und ein Lorbeerblatt hinein. Das musste dann erst eine Weile köcheln, in der Zwischenzeit wusch ich das Huhn unter kalten Wasser ab und halbierte es. In der Küche war es fast schon unnatürlich still. Leise schlich ich zum Radio, drehte die Musik auf und schwang die Hüften sanft im Takt.
Nach einer Stunde war die Suppe fast fertig. Die Luft würde kühler, ich nahm meine Strickjacke von der Stuhllehne und zog sie rasch über. Mir wurde etwas wärmer, ich nahm den Deckel vom Topf und heißer Rauch stieg auf. Für einen kurzen Moment glaubte ich in den Nebelschwaden die Umrisse einer Person zu erkennen, aber da musste ich mich irren.
Ich nahm mir einen Teller und schöpfte mir eine ordentliche Portion Suppe auf. Drehte mich um und sah in ein paar wütend aussehendes paar roter Augen. Mit einem lauten Schrei ließ ich den Teller los, der auf den Boden splitterte und die Suppe verteilte sich. „Wer zum Teufel sind sie und wie sind sie hier hereingekommen?” fragte ich ihn, als ich meinen Atem wieder unter Kontrolle hatte.
“Schon sehr nahe dran.” Er hatte eine sehr dunkle, raue Stimme, er lachte trocken und musterte mich. Sein Blick wurde etwas ungläubig, in der nächsten Sekunde hatte er sich wieder unter Kontrolle.
“Also gut.” er seufzte “Was willst du sterbliche?”
“Ich wollte nur in Ruhe meine Suppe essen, aber jetzt ist der Teller kaputt. “ Einen Moment später fiel mir auf, wie er mich gerade genannt hatte, Sterbliche.
“Nochmal für ganz kluge. Was. Willst. Du?” er betonte jedes Wort.
“Meine Suppe. Was soll ich denn wohl sonst wollen. Und du hast mir noch nicht gesagt, hereingekommenen bist. Und vorgestellt hast du dich auch nicht. Sowas ist sehr unhöflich.”
“Ich habe keine Ahnung wer sie sind, aber sie verschwinden jetzt aus meiner Wohnung.” mit vorsichtigen Schritten wich ich vor den Mann zurück bis in den Flur, er sah mich erstaunt an, bewegte sich aber nicht. Den letzten Meter sprintete ich zu meiner kleinen Abstellkammer, riss die Tür auf und griff nach den Besen, mit Schwung drehte ich mich um und hielt den Besen wie eine Waffe vor mich. Der Mann stand noch immer in meiner Küche, als er mich sah, fing er an zu lachen, es klang heiter und voller Freude.
“Was willst du denn mit dem Besen, kleine Hexe.” Sein Lachen erstarb so plötzlich wie es begonnen hatte. “ Jetzt pass mal auf du kleine durchgeknallte irre, du sagst mir jetzt sofort was du willst und warum du mich heraufbeschworen hast, sonst werden wir beide keine freunde klar soweit?”
“Freunde? Du glaubst, wir könnten freunde werden? Nachdem du bei mir eingebrochen bist. Und was heißt hier Hexe und Beschwörung, ich habe niemanden beschworen und dich schon mal gar nicht.” noch immer hielt ich den Besen vor mich. Verblüfft starrte er mich an, zu meiner Überraschung griff er nach dem Kochbuch meiner Großmutter und fing an darin herumzublättern, dabei zogen sich seine Brauen zusammen.
Nach einigen Momenten legte er das Buch wieder zurück und seufzte “Okay, offensichtlich hast du keine Ahnung was du getan hast, aber du hast mich einen Dämon aus der Unterwelt heraufbeschworen, mithilfe einer” er schaute in den Topf und stieß einen kleinen Fluch aus “ Mithilfe einer verdammten Hühnersuppe?” ungläubig rührte er dieSuppe um.
So langsam ging mir der Typ, der von sich behauptet ein Dämon zu sein auf den Keks. Also tat ich das einzige, was mir in den Sinn kam, ich schob ihn zur Seite und holte mir eine kleine Schüssel aus einem Hängeschrank und füllte sie mit Suppe. Dann drehte ich mich zu ihm um “Mir egal, ich gehe jetzt ins Wohnzimmer und esse meine Suppe. Du kannst dir einen Teller nehmen und dich dazu setzen oder du verschwindest dahin, wo du hergekommen bist. “ Mit diesen Worten verließ ich die Küche und lief ins Wohnzimmer, setzte mich auf das Sofa. Es dauerte, dann kam der Dämon, dessen Namen ich nicht kannte rein, setze sich neben, er wirkte fast schon schüchtern.
“Ich heiße übrigens Lucy und du? “ Ich hielt ihm meine Hand hin, ohne zu zögern, griff er danach “Raphael"
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Fantasy One Shots
FantasyWie am Titel unschwer zu erkennen ist, ist dies ein One Shots Buch für Fantasy Leser. Hier werden Kleine und Größere One Shots und Kurzgeschichten erscheinen.
