‚Stille. Es ist so ruhig.'
Das sind meine ersten Gedanken, bevor die Schmerzen einsetzen. Oh verdammt. Mein ganzer Körper schmerzt.
Als ich meine Augen öffne, sehe ich ein relativ kahles, gelbgestrichenes Zimmer vor mir. Rechts neben mir ist eine Tür und auf der linken Seite ist eine Fensterfront, durch die Sonnenschein fällt. Die Bettwäsche ist weiß und die Matratze ist unbequem. Mein rechter Arm ist in einer Art dicken Schiene, mein Schädel pocht so, als wäre ich gestern feiern gewesen.
Was ist passiert?
Bevor ich weiter darüber nachdenken kann, öffnet sich die Zimmertür und Carlos kommt rein. Seine Haare stehen in alle Richtungen ab, so als ob er sich hundert mal durchgefahren wäre. Er trägt eine Jogginghose und ein T-Shirt. In seiner einen Hand hält er einen dampfenden Kaffeebecher und dunkle Augenringe sind unter seinen Augen.
Er dreht sich in meine Richtung und sobald er sieht, dass ich wach bin, kommt er zu mir geeilt. „Muyaya. Oh mein Gott, du bist wach!"
Gott, bei seiner Stimme dröhnt mein Kopf nur noch mehr. Stöhnend fasse ich mir deswegen an den Kopf und fühle etwas an meiner Stirn. Verwirrt will es wegmachen, aber Carlos hält mich auf.
„Nein, nicht. Das ist keine gute Idee. Wie gehts dir? Hast du Schmerzen?"
Wieder stöhne ich, bei seiner Stimme. „Schrei nicht so. Bitte. Mein Kopf dröhnt."
Carlos streicht mir sanft über den Kopf. „Ich hol mal einen Arzt, ja?"
Er verschwindet aus dem Zimmer und kommt innerhalb kurzer Zeit mit einem Arzt zurück. Dieser lächelt mich an. „Guten Tag, Ms. Dupont. Mein Name ist Dr. Kaan. Wie fühlen Sie sich?"
"Mein ganzer Körper schmerzt, mein Kopf dröhnt und mir ist ein wenig schlecht", fasse ich meine schlimmsten Beschwerden zusammen.
Dr. Kaan untersucht mich kurz, bevor er mir schließlich sagt, was meine Verletzungen eigentlich sind. "Sie haben eine Gehirnerschütterung, deswegen die Kopfschmerzen und die Übelkeit. Ihr rechter Unterarm ist gebrochen, wir mussten gestern operieren und haben Ihnen eine Platte eingesetzt. Die Schiene sollten Sie in etwa vier Wochen los sein. Die Platzwunde an Ihrer Stirn haben wir mit fünf Stichen genäht und zwei Ihrer Rippen sind gebrochen. Dazu haben Sie auf der ganzen rechten Körperhälfte Prellungen und blaue Flecken."
Okay, das erklärt meine Schmerzen definitiv. Was ist denn nur passiert? Ich hab einen totalen Filmriss. Dr. Kaan entschuldigt sich gleich auch wieder und verspricht noch eine Krankenschwester vorbeizuschicken, damit ich etwas gegen die Schmerzen bekomme.
Carlos setzt sich auf den Plastikstuhl neben meinem Bett. Er streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Gott, ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht. Was hast du dir nur dabei gedacht?"
"Ich kann mich an nichts erinnern. Was ist denn überhaupt passiert?", frage ich dann schließlich.
Ehe er mir antworten kann, kommt eine Krankenschwester herein, hängt mir einen Tropf an und stellt mir das Bett noch ein wenig höher, bevor sie frägt, ob ich noch etwas anderes brauche. Nachdem ich verneint habe, verlässt sie das Zimmer wieder.
Carlos wartet bis die Tür geschlossen ist, bevor er mir antwortet: "Du wurdest von einem Auto angefahren an der Strecke. Du bist ein paar Mechanikern ausgewichen, die mit einem Reifenwagen unterwegs waren."
Sobald diese Worte so richtig bei mir ankommen, kehren die gesamten Erinnerungen zurück. Ich war bei Max, Kelly und Penelope. Als es dann Zeit war für Penelopes Mittagsschlaf, bin ich wieder Richtung McLaren gegangen. Und dann hab ich Charles Stimme gehört, sein Lachen. Das Gefühl ihm nicht begegnen zu wollen war einerseits so präsent, aber auf der anderen Seite wollte ich einfach nur zu ihm gehen und mit ihm reden. Um keine Dummheiten zu machen bin ich ein paar Mechanikern ausgewichen und dann ist da nur noch der Schmerz.
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Race into my heart - Charles Leclerc FF
FanfictionVeronique Dupont ist eine junge Französin, deren bester Freund und Herzensbruder der bekannte Formel 1 Fahrer Carlos Sainz ist. Sie haben eine enge Freundschaft, verbringen viel Zeit miteinander. Durch Zufall lernt sie Charles Leclerc kennen, der ih...
