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- Percy POV -




Percy stand im Vorraum des Prätorenzimmers.

Die beiden Metallhunde saßen vor der Tür und starrten ihn bedrohlich an.

Wenn er auch nur eine einzige falsche Bewegung machte, so hatte er das Gefühl, würden diese Tiere ihn auseinander nehmen.

Er übte sich also in Geduld, während aus dem Zimmer laute und verärgerte Stimmen drangen.


Hinter der geschlossenen Türe des Zimmers, in dem er wohl noch Ärger bekommen würde, stritten und diskutierten in diesem Augenblick Mr. Superman, Mr. Teddymörder und Reyna.

Percy wagte es nicht, sich für die Prätorin einen Spitznamen auszudenken. Vor ihr hatte er tatsächlich Respekt.

Er schob sich die Hände in die Hosentaschen und wippte auf den Füßen etwas vor und zurück, während die Ungeduld und Nervosität in ihm stetig größer wurde. 


Percy hasste es zu warten, vor allem dann, wenn er Ärger zu erwarten hatte.


Schließlich wurde ihm jedoch endlich irgendwann einmal die Tür geöffnet.

Jason bat ihn herein.

Noch bevor er dieser Bitte nachkommen konnte, schoben sich die beiden Hunde in den Raum.

Er empfand diese Tiere irgendwie als beunruhigend...


„Jackson!", sprach Reyna streng zu ihm. Jason stellte sich wieder zu ihr, kaum war die Zimmertür wieder geschlossen.


Percy hob aufmerksam die Augenbrauen.

„Ja, bitte?"


Reyna konnte scheinbar nicht ruhig stehen bleiben. Sie begann damit im Raum auf und ab zu gehen.

Das machte den Neuen nur noch weiter nervös, jedoch war der Anblick noch immer angenehmer als Octavians wutverzerrtes Gesicht oder Jasons bedrohlicher Blick.

Die beiden nahmen ihm die Geschehnisse auf der Mauer wohl besonders übel.


„Du bist neu hier im Camp", setzte Reyna nun wieder an, „und du widersetzt dich nicht bloß deinen Vorgesetzten sondern du greifst diese obendrein auch noch an."

Ihre dunklen Augen trafen Percys Blick und ihr Ausdruck jagte ihm einen unangenehmen Schauer über den kompletten Rücken.


„Ein Sohn Neptuns!", warf Octavian ein.

„Was erwartest du? Er ist nicht nur ein schlechtes Omen für uns alle, er bringt nur Unruhe in unsere Ordnung! Er-„


„Halt den Mund, Octavian!", Jasons kühler Ton galt dem Auguren.

„Du hast die Zeichen für ihn gelesen und gesagt er könne der Legion beitreten. Ich will also nichts von irgendwelchen bösen Omen hören! Lies das nächste Mal deine Innereien ordentlicher!"


Octavian presste wütend die Lippen aufeinander und betrachtete den männlichen Prätoren mit einem zornigen Blick.

SommersturmWo Geschichten leben. Entdecke jetzt